Förderungen, Sanierung  

Bundesweite Förderung Sanierungsscheck 2017

BUNDESFÖRDERUNG – Der österreichweite Sanierungsscheck 2017 – die nächste Runde!

Sanierungsscheck 2015

Wer sein mehr als 20 Jahre altes Wohngebäude wärmetechnisch in Stand setzen möchte, erhält dafür auch heuer wieder  eine Förderung des Bundes.

HIER GEHT’S ZUM AKTUELLEN SANIERUNGSSCHECK 2017.

Von den förderungsfähigen Kosten können maximal 30 % als nicht rückzahlbarer Investitionskostenzuschuss gewährt werden. Die Arbeiten müssen von befugten Firmen ausgeführt werden, reine Materialrechnungen werden nicht anerkannt. Eine genaue Auflistung, welche Maßnahmen förderungsfähig sind, finden Sie hier. Neu ist eine zusätzliche Unterscheidung der umfassenden Sanierung, in  Mustersanierung, der Sanierung nach „klima:aktiv“-Standard oder nach „gutem Standard“, mit unterschiedlichen Grenzwerten für den Heizwärmebedarf. Zuschläge gibt es wieder für die Verwendung von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Fördersummen in Abhängigkeit vom Umfang der Maßnahmen:

Maßnahme Förderung Zuschläge
Mustersanierung € 8000 ,- € 1000,- für Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen (mind. 25 % aller gedämmten Flächen)
Umfassende Sanierung „klimaaktiv Standard“ € 5.000 ,-
Umfasende Sanierung „guter Standard“ € 4000 ,-
Teilsanierung 50% € 3000 ,-

Voraussetzungen für das Gebäude

  • Umfassende Sanierung nach „Mustersanierung“: Senkung des Heizwärmebedarfs (HWB) auf maximal 40 kWh pro Quadratmeter und Jahr bzw. 25 kWh pro Quadratmeter und Jahr (abhängig vom Oberflächen/Volumen-Verhältnis des Gebäudes, siehe Grenzwerttabelle)
  • Umfassende Sanierung nach „klimaaktiv Standard“: Senkung des Heizwärmebedarfs (HWB) auf maximal 50 kWh pro Quadratmeter und Jahr bzw. 30 kWh pro Quadratmeter und Jahr (abhängig vom Oberflächen/Volumen-Verhältnis des Gebäudes, siehe Grenzwerttabelle)
  • Umfassende Sanierung nach „guter Standard“: Senkung des Heizwärmebedarfs (HWB) auf maximal 63 kWh pro Quadratmeter und Jahr bzw. 31,5 kWh pro Quadratmeter und Jahr (abhängig vom Oberflächen/Volumen-Verhältnis des Gebäudes, siehe Grenzwerttabelle)
  • bei Teilsanierung: Senkung des HWB um mindestens 40%

Voraussetzungen für das Wärmeerzeugungssystem Die Umstellung des Heizungssystems wird nur noch in Zusammenhang einer Mustersanierung gefördert.

  • Solarkollektoren müssen der „Solar-Keymark-Richtlinie“ (siehe Liste) entsprechen und mindestens 15 m2 Bruttokollektorfläche bei Flachkollektoren und 10 m² bei Vakuumkollektoren aufweisen
  • Holzzentralheizungsgeräte müssen die Emissionsgrenzwerte der Umweltzeichenrichtlinie UZ 37 erfüllen, eine Liste der förderungsfähigen Kesselanlagen finden Sie hier Die Kesselleistung darf höchstens 50 kW betragen
  • Wärmepumpen müssen nach den EU-Umweltzeichenkriterien zertifiziert sein
  • Bei Nah-oder Fernwärmeanschluss muss der Anteil der biogenen Brennstoffe angegeben werden

Schritte zur Förderung

  • Beratung gibt’s wie immer in der Wien Energie-Welt Spittelau 0800 500 770
  • Erstellung des Energieausweises
  • Antragstellung: Anträge können ab dem 03.03.2017 solange gestellt werden wie Fördermittel vorhanden sind. Die Einreichung erfolgt über die Bausparkassen. Der Förderungsantrag wird im Zuge der Erstellung des Energieausweises ausgefüllt. Erforderlich sind folgende Unterlagen:
    • Ausgefüllter Förderungsantrag
    • Meldezettel
    • Grundbuchauszug
    • Kostenvoranschläge für die geplanten Maßnahmen
    • Beim mehrgeschossigen Mietwohnbau: Sanierungsvereinbarung
    • Bei denkmalgeschützten Gebäuden: Bestätigung des Bundesdenkmalamtes
    • Bei Zweifamilienhaus: Grundbuchauszug mit parifizierten Wohneinheiten, Bestandsplan oder Bestätigung der Gemeinde über die bestehenden getrennten Wohneinheiten

    Wichtig: die Antragstellung muss vor Beginn der Baumaßnahmen erfolgen!

  • Endabrechnung: Nach der Umsetzung der Maßnahmen ist das ausgefüllte Endabrechnungsformular inklusive aller erforderlichen Unterlagen bis längstens 31.3.2017 an die Kommunalkredit Public Consulting GmbH, Türkenstraße 9, 1092 Wien, zu übermitteln. Eventuelle Abweichungen der ursprünglich geplanten Maßnahmen sind im Formular darzustellen und vom Aussteller des Energieausweises zu bestätigen.

Weitere Details zum Sanierungsscheck 2014 finden Sie hier. Eine Kombination mit einer Landesförderung ist möglich. HIER GEHT’S ZUM AKTUELLEN SANIERUNGSSCHECK 2017.

Martina Krobath, Fotografin: Helena Wimmer

Als Energieberaterin bei Wien Energie beschäftigt sich Martina mit allen Energieeffizienzthemen und den Möglichkeiten die sich daraus ergeben. Ein wichtiger Teil in der Umsetzung zu mehr Energieeffizienz sind unter anderem Förderungen, neue Technologien und deren Einsatzbereiche.

 

 

 
Martina Krobath, 16.03.2017
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