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Energie-Erlebniswelt: Radeln für Strom

Besonders Kinder und Jugendliche können bei dieser Station ordentlich Gas geben. Hier wird nur mit fernsehen belohnt, wenn auch geradelt wird.

What ia Watt bietet viel Mitmachfläche

Im zweiten Teil unserer Serie über die Energie-Erlebniswelt haben wir über die Mitmach-Station Tanzkraftwerk, die zu „What is Watt“ gehört, berichtet. Der simulierte Tunnel spricht bereits beim Betreten des Raums die Neugier an. Die Station befasst sich mit der Erzeugung von Strom. Auch diese Woche geht es um Energie-Erzeugung. Während der Führungen erklären die Energieberaterinnen und Energieberater, wie durch körperliche Leistung Energie erzeugt wird.

Tour de Watt

Die Tour de Watt ist eine weitere Station, die zu „What is Watt“ gehört. Schon in unserem letzten Teil haben wir uns mit dieser Kategorie beschäftigt. Beim Erreichen dieser Station hat man allerdings ein komplett anderes Bild vor Augen, als beim Tanzkraftwerk. Auch dieses Mal geht es darum Energie zu erzeugen, allerdings unter anderen Bedingungen.

 
Energieberater Andres Hudecek radelt was das Zeug hält

An dieser Stationen kann man sich richtig auspowern.

Strampeln für den Erfolg

Um bei dieser Station Ergebnisse zu erzielen, muss man ganz schön in die Pedale treten. Denn hier gilt: Wenn man eine elektrische Leistung sehen möchte, muss man körperliche investieren. Auch diesmal führt uns Energieberater Andreas Hudecek mit vollem Einsatz durch die Station. Doch wie genau funktioniert das? Zu aller erst sucht man sich einen der beiden Pedalgeneratoren aus und nimmt darauf Platz. Gesagt, getan, dachte sich auch unser Energieberater und setzte sich gemütlich hin. Danach geht es aber erst richtig los. Denn jetzt beginnt das Pedaltreten. 

Erfolge

Der Strampel-Erfolg lässt sich auf den Screens ablesen.

Zeigen was man kann

Auf dem Bildschirm vor einem sieht man Symbole unterschiedlicher Elektrogeräte. Beginnt man erst langsam zu treten und wird dann immer schneller, kann man genau beobachten, wie ein Gerät nach dem anderen genug Energie erhält, um in Betrieb zu gehen.

Strampeln für einen Fernsehabend

Energieberater Andreas Hudecek schafft es sich zur Fernseher-Inbetriebnahme durchzustrampeln.

Wichtig ist hier der Hinweis, dass jene Geräte, die als erste aufleuchten, einen geringeren Leistungsbedarf haben als jene, die erst später zu leuchten beginnen. Somit bekommt man ein Gefühl dafür, welche Geräte im eigenen Umfeld wie viel Stomverbrauch an den Tag legen. So benötigt zum Beispiel ein Smartphone 3 Watt, ein Radio 5 Watt und ein Kühlschrank schon 100 Watt. Eines ist also sicher: Hier passiert nur etwas, wenn man auch etwas dafür tut.

Strom wird überall gebraucht

Jedes unserer Geräte zu Hause benötigt Strom.

Viel Radeln für mehr Unterhaltung

Wo es vielleicht gerade noch einfach war einen Radio oder eine LED Lampe durch kräftiges Strampeln in Betrieb zu nehmen, sieht es bei einem Fernseher oder einem Stand-PC schon ganz anders aus. Hierfür werden schon einige Watt mehr benötigt. Das bedeutet gleichzeitig aber auch, dass um einiges mehr gestrampelt werden muss. Dennoch ist es machbar – ganz im Gegensatz zu einer Kaffeemaschine, diese benötigt immerhin schon 900 Watt. Alleine wird man hier scheitern.

zu zweit radeln

Hier könnte etwas Hilfe benötigt werden. Die Energie-Erlebniswelt bietet die Möglichkeit gemeinsam zu radeln, um mehr Energie zu erzeugen.

Zu zweit radelt gehts schneller

Die Erlebniswelt bietet durch einen zweiten Pedalgenerator allerdings die Möglichkeit auch die Hürde einer Kaffeemaschine zu meistern. Hierzu sucht man sich einfach eine zweite Person, mit der zusammen geradelt werden kann. Auch hier hat Energieberater Andreas Hudecek etwas Spannendes zu berichten:

Es macht immer einen enormen Unterschied, ob die Kaffeemaschine in Betrieb genommen wird, oder ob man damit auch Kaffee kocht.

Recht hat er, denn um genügend Leistung zu produzieren muss jene Leistung, die benötigt wird, um die Maschine in Betrieb zu nehmen, auch eine ganze Weile konstant gehalten werden – was für einen Menschen eine enorme Anstrengung bedeutet.

Auf los gehts los.

Auf los gehts los.

Einen Film ansehen

Kaum zu glauben, aber fernsehen kann auch anstrengend sein. Setzt man etwas Einfaches, wie einen Film aus dem Hauptabendprogramm, in Relation zu körperlichem Aufwand, so müsste man zum Beispiel 1,5 Stunden Radfahren um genug Strom zu erzeugen, der den Fernseher während des gesamten Films betreibt. Ein 48 Zoll-LED-Fernseher benötigt konstant 50 Watt um in Betrieb zu bleiben.

Ein weiteres schönes Beispiel findet sich in einem Video des Radfahr-Champions Robert Förstemann, der versucht hat mit Hilfe von Strom, den er durch Radfahren erzeugt hat, einen Toaster zu betreiben. Das Ergebnis könnt ihr hier sehen:

Erschöpfung statt Genuss

Wie im Video eindeutig zu sehen ist, ist der Radfahr-Champion nach diesen 4 Minuten radeln, trotz seiner ausgeprägten Kondition sehr erledigt. Obwohl er die Challenge gemeistert hat, konnte er sich zuerst gar nicht an seinem Erfolg erfreuen, sondern braucht erst einmal eine kurze Verschnaufpause, bevor er seinen in mühsamer Arbeit goldbraun geradelten Toast überhaupt essen konnte.

Was lernen wir also daraus?

Wir können daher mitnehmen, dass der Mensch im Alltag immer eine bestimmte Leistung erbringt. Alleine schon durch Tätigkeiten wie: Denken, Sitzen, Gehen. Die erreichte Watt Stärke dieser Leistung variiert immer etwas, je nachdem ob ein Mann oder eine Frau sie getätigt hat. Eines kann man sich hier allerdings merken: 

Alle Tätigkeiten des Alltags erzeugen eine Leistung!

 

Wenn das dein Interesse geweckt hat und du selbst herausfinden möchtest wie schnell du radeln kannst und welche Geräte du mit deiner Leistung bei dir zu Hause antreiben könntest, dann schau einfach in der Energie-Erlebniswelt vorbei.
Buche eine Führung, oder komm spontan während der Öffnungszeiten.

Dies ist Teil 3 unserer 5-teiligen Serie über die Energie-Erlebniswelt. Der nächste Teil zur Station „Stromwerkstatt“ erscheint am 17.08.2017. Sei also gespannt auf weitere  Infos zu spannenden Stationen von unseren Energieberaterinnen und Energieberatern.

Fotoquelle: Energieleben Redaktion

Energieleben Redaktion, 08.08.2017
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