Energiepolitik  

GeoTief geht Wiens Untergrund auf den Grund

Forschungsprojekt mit Wien Energie.

GeoTief

Die Geologie im östlichen Raum Wiens erfährt in den kommenden Monaten besonderes Interesse, steht sie doch im Mittelpunkt des Forschungsprojekts GeoTief Wien. Ab Februar 2017 werden 2D-Seismik-Messungen durchgeführt, um das Potenzial für umweltfreundliche Wärme aus tiefliegenden Heißwasservorkommen wissenschaftlich zu erkunden. Weitere Messungen werden außerdem in den Wintermonaten 2017/18 stattfinden. 

Mit Seismik-Messungen, die ausschließlich an der Erdoberfläche stattfinden, kann ein Bild des Untergrunds erzeugt werden, das Aufschluss über die Mächtigkeit von potentiellen wasserführenden Gesteinsschichten im Untergrund bietet. Dabei werden entlang von Wegen und Straßen Schwingungen in die Tiefe gesandt, die vom Untergrund reflektiert und von Sensoren aufgezeichnet werden.

GeoTief soll umweltfreundliche Wärme liefern

„Klimaschutz ist eine der größten und wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Wärme spielt dabei eine wesentliche Rolle“, sagt Karl Gruber, technischer Geschäftsführer von Wien Energie. „Wien heizt bereits heute sehr umweltfreundlich und möchte sich noch weiter verbessern. Mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es große Heißwasservorkommen in tiefen Erdschichten im Osten Wiens, die für Wärme genutzt werden könnten. Das lassen bisherige Daten und Fakten vermuten.“ Um das aber genau zu wissen, erforsche das Projekt GeoTief Wien nun erstmals umfassend den geologischen Untergrund im Osten Wiens.

Die 2D-Seismik-Messungen, die auf zwei Fahrrouten ab 20. Februar bis Ende März 2017 stattfinden, werden im 22. Wiener Gemeindebezirk sowie im Bereich der Gemeinden Raasdorf und Großenzersdorf durchgeführt. Ausgelegt werden die Messgeräte bereits Mitte Februar.

Über GeoTief informieren

Wer sich genauer für das Projekt interessiert, kann am 18. Februar von 10 bis 16 Uhr selbst miterleben, wie Messfahrzeuge und Messgeräte eingesetzt werden und sich näher über das Projekt informieren. Treffpunkt ist vor dem Technologiezentrum, nahe der U2-Station Seestadt.

Das Forschungsprojekt wird von Wien Energie koordiniert und gemeinsam mit den Projektpartnern Geologische Bundesanstalt, Geo5, Heinemann Oil (HOL), Montanuniversität Leoben, OMV, RAG, Universität Salzburg, Universität Wien und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) durchgeführt. Wien Energie finanziert das Forschungsprojekt aus vorhandenen internen Forschungsmitteln. Bis zum Jahr 2020 sind dafür 5 Millionen Euro veranschlagt. Ein Teil der Forschungsarbeiten wird auch aus nationalen Forschungsmitteln finanziert.

 

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Quelle: Wien Energie
www.geotiefwien.at
Foto:

Energieleben Redaktion, 24.01.2017
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