Energiepolitik  

Good News: Effizienzsteigerung durch Elektrifizierung

Bis zum Jahr 2050 könnten sich 139 Länder ausschließlich mit erneuerbarer Energie versorgen.

Effizienzsteigerung

Die kürzlich veröffentlichte Roadmap, die von 27 Forschern aus den USA, Deutschland und Dänemark unter der Leitung von Standford Professor Mark Z. Jakobsen erstellt wurde, zeigt, wie 139 Länder sich ausschließlich mit erneuerbarer Energie versorgen könnten. Der Wechsel zu erneuerbaren Energiequellen könnte bis 2030 zu 80 Prozent umgesetzt sein und bis 2050 könnten dieses 139 Länder den vollständigen Umstieg erreichen. Wenn die Forscher des Reports von erneuerbaren Energien sprechen, meinen sie damit Wind-, Wasser- und Solarenergie, denn hier ist die Technologie ausgereift genug, um sie großflächig zu implementieren. Wind‑, Wasser- und Solarenergieproduktion sind sauber und bergen keine Gesundheitsrisiken und sie sind außerdem kostengünstig.

Wenn wir auf fossile Brennstoffe verzichten würden, würde das zu einer enormen Effizienzsteigerung führen. Laut der Studie unter Jakobsens Leitung würden der komplette Verzicht auf fossile Quellen 42 Prozent Energie einsparen, was den Umstieg auf Erneuerbare natürlich auch erleichtert. Während durch den Umstieg weltweit rund 27 Millionen Jobs im Bereich fossiler Energien verloren gingen, würden 52 Millionen neue Arbeitsstellen im Bereich erneuerbare Energie entstehen, das bedeutet einen Nettoanstieg von 24 Millionen Jobs. Durch den Umstieg würden außerdem zwischen vier und sieben Millionen Todesfälle, die durch Luftverschmutzung verursacht werden, verhindert und jährlich 52 Billionen Dollar an Luftverschmutzungs- und Klimakosten gespart.

Wie setzen sich die von Jakobsen und Kollegen in der Studie errechneten 42 Prozent nun aber genau zusammen? Die Förderung, Produktion und der Transport fossiler Brennstoffe benötigt unglaublich viel Energie, laut der Studie werden 13 Prozent der weltweiten verwendeten Gesamtenergiemenge in diesem Bereich verbraucht. In die Berechnung dieser Zahl wurde auch der Uranium Abbau miteingerechnet, der Report zeigt also ein Zukunftsszenario auf, in dem auch Atomenergie komplett durch Erneuerbare ersetzt würde. Weitere 23 Prozent Energie würde durch den Umstieg eingespart, da elektrische Antriebe viel effizienter sind als Verbrennungsmotoren. Während ein Elektrofahrzeug rund 85 Prozent der Energie für den Antrieb verwendet, sind es bei Verbrennungsmotoren nur zwischen 17 und 20 Prozent, der Rest geht in Form von Abwärme verloren. Würden während des Umstiegs einfache politisch gesteuerte Maßnahmen zur Effizienzsteigerung implementiert, würden weitere 7 Prozent an Energieeinsparung erreicht.

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Bild: Pexels

Energieleben Redaktion, 09.10.2017
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