Energiepolitik  

Regional essen für ein besseres Klima

Wenn Tomaten wie rote Wasserballons schmecken und die Erdbeeren am nächsten Tag vor sich hin schimmeln, sollte man auf regionale Produkte zurückgreifen – auch dem Klima zuliebe.

Gemüse und Obst vom anderen Ende der Welt
Unreif wird unser Gemüse gepflückt, unreif geht die Reise los und reif kommt es schließlich im Supermarkt um die Ecke an. Kann das gut schmecken? Meist sehen die knallroten Erdbeeren und leuchtenden Paprika aus Israel, Spanien oder Italien eigentlich richtig zum Anbeißen aus. Beißt man dann zu Hause schließlich wirklich in die verführerische Frucht, bleibt im Mund nichts zurück als ein fader Geschmack und die Einsicht, dass die Tomaten aus Übersee doch nicht ihr Geld wert sind.

Achten Sie auf das Herkunftsland
Lieber günstiger vom anderen Ende der Welt oder etwas teurer aus dem eigenen Land? Wenn Sie wieder einmal ratlos vor der Gemüse- und Obstabteilung stehen und ihre Geldbörse befragen, setzen Sie lieber auf heimisches Gemüse. Reich an Vitaminen und ärmer an Spritzmitteln als seine Kollegen aus Übersee lohnt es sich für Ihren Gaumen und Ihren Magen, auf regionales Gemüse und Obst zurückzugreifen.

Auf den Markt gekommen
In jeder Stadt und jedem Dorf finden sich die belebten Sammelplätze für frisches Obst aus der Region, Backwaren und Gemüse, Fleisch und Fisch und, auf dem richtigen Markt, auch Exotisches. Meist aus eigener Produktion können Sie sich auf die Qualität verlassen. Auf der Suche nach Biogemüse und -obst gibt es für Ernährungs- und Klimabewusste auch die Möglichkeit, sich wöchentlich frisches Gemüse und Obst nach Hause liefern zu lassen. Hier muss man zwar im Winter auf die frischen Himbeeren und Erdbeeren verzichten, denn „saisonal“ wird bei den Lieferanten groß geschrieben.

Quelle
Klaus Füsser, „Bin ich eine Klimasau?“, 2008 Riemann Verlag München, 154 – 155

Energieleben Redaktion, 10.12.2008
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