Leben  

Wohnungseinrichtung im öko-Stil mit Second Hand Möbel

Genug von kommerziellen Möbelgeschäften?

Wenn wir an einen nachhaltigen Lebensstil denken, schießen uns unterschiedliche Gedanken sofort in den Kopf: Regionale Lebensmittel kaufen, auf FastFashion und Plastik verzichten, mehr Fahrrad fahren oder vielleicht sogar auf ökologische Energiequellen umsteigen. Die Liste ist schier unendlich. In den letzten beiden Wochen habe ich euch verraten, wie ihr Plastik im Alltag unkompliziert vermeiden könnt und wie sich Waschpulver zu Hause mit nur wenigen Zutaten herstellen lässt. Diese Woche wollen wir noch einen Schritt weitergehen: Es geht um Second Hand – allerdings nicht bei Kleidung, sondern bei Möbeln.

Wenn Einrichtungsgegenstände eine Geschichte erzählen

Gebrauchtwaren zu kaufen ist nichts Neues. Antiquariate gab es schon lange bevor gebrauchte Möbel wieder in Mode gekommen sind. Und vermutlich hat jede und jeder von uns das ein oder andere Erbstück zu Hause – auch das fällt unter Nachhaltigkeit. Ich hatte das Glück, dass meine Eltern mir viele alte Möbelstücke überlassen haben und ich relativ wenig Neues dazu kaufen musste. Das Schöne an alten (Möbel)-Stücken ist, dass sie nicht nur Unikate sind, sondern eine Geschichte erzählen. Fragst du dich nicht auch manchmal, was die unterschiedlichen Einrichtungsgegenstände schon alles erlebt und gesehen haben?

Flohmärkte sind wahre Fundgruben für Skurriles

Natürlich ist nicht nur die Familie, sondern auch Freunde und Bekannte eine super Anlaufstelle für Möbel. Mittlerweile ist es gang und gäbe, dass die meisten von uns mehr als ein Mal in ihrem Leben umziehen, aber nie immer alles mitnehmen. Auch Wohnungsauflösungen sind eine tolle Anlaufstelle. Ich habe zum Beispiel die Lampe und das alte Tonbandgerät von Freunden bekommen, die die Sachen bei einem Umzug nicht mitnehmen wollten.

Der Klassiker für Gebrauchtwaren sind definitiv Flohmärkte. Es lassen sich nicht nur ausgefallene Möbel, sondern auch Deko-Stücke wie wunderschöne Bilderrahmen, Vasen, Geschirrsets oder Gläser finden. Auch etwas fragwürdiger Kitsch ist immer auf Flohmärkten mit dabei. Ich habe mir letztes Jahr auf einem Flohmarkt einen Tiger aus Porzellan gekauft, den du oben auf dem Foto siehst. Das gute Stück steht jetzt in meinem Wohnzimmer und bewacht mich.  

Einrichtungswünsche gehen im World Wide Web in Erfüllung

Alles, was das Herz begehrt, findet man auf diversen Verkaufsportalen im Internet. Ich könnte ja stundenlang auf willhaben.at, eBay oder Shpock herumstöbern! Leider – oder in dem Fall zum Glück – ist meine Wohnung nicht so groß und auch schon komplett eingerichtet. Ein Freund von mir meinte mal „Bevor ich mir meine Einrichtung bei Ikea neu kaufe, finde ich sie im Internet um die Hälfte“. Und es ist tatsächlich so. Mein schlichtes Ikea-Regal, das als Ablage für meinen Plattenspieler – ebenfalls eine Schenkung meiner Eltern – dient, habe ich gebraucht im Internet gekauft.

Apropos Ikea: Seit Neuestem kann man seine alten Möbel in das schwedische Möbelhaus zurückbringen. Dort werden sie in der Fundgrube zu einem selbst ausgewählten Preis verkauft und so wieder in Umlauf gebracht. Eine sehr schöne Idee im Sinne der Nachhaltigkeit. Eine gute Alternative abseits des schwedischen Möbelriesen, die mir persönlich besser gefällt, sind Second-Hand-Shops, die auch Möbel verkaufen. In Wien sind das zum Beispiel:

In den letzten Wochen habe ich euch gezeigt, wie sich Plastik ganz einfach im Alltag vermeiden lässt und wie ihr Waschpulver zu Hause herstellen könnt. In der nächsten Woche dreht sich alles um den „plasticfreejuly“. Ich freue mich, wenn ihr wieder vorbei schaut.

Fotos: Sandra Reiterer

Lisa schreibt auf ihrem Blog „Let’s get öko“ über alles, was mit Nachhaltigkeit zu tun hat. Es ist ein Blog, der zeigt, wie das Leben wirklich ist und nicht, wie es sein sollte. Texte direkt aus dem Herzen, Gedanken direkt aus dem Kopf und eine Frau, die sich kein Blatt vor den Mund nimmt. Wir sind alle nur Menschen und brauchen nicht ein bisschen mehr Glitzer auf dem Boden der Tatsachen, sondern ein bisschen mehr Realität in einer Welt voller fantastischer Einhörner. Auf Instagram findest du sie unter dem Name lis.e.r

 

 

Quelle:

https://www.ikea.com/ms/de_AT/this-is-ikea/people-and-planet/sustainability/zweitesleben.html?gclid=EAIaIQobChMIksL9492-3AIVq7DtCh2VNg72EAAYASAAEgJHk_D_BwE#/form 

Lisa Radda, 30.07.2018
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