Lifestyle
Sind Sie schon ein grüner Held?
Nicht nur wo wir einkaufen und wie wir dorthin kommen spielt eine Rolle. Die Wahl der Produkte hat viele Folgen.
Global ist nicht egal
Alles, was aus weiter Ferne kommt, ist vielleicht billiger in der Herstellung, aber teuer im Transport. Regionale Waren hingegen haben kürzere Wege hinter sich: Sie verbrauchen dadurch weniger Ressourcen und unterstützen die Wirtschaft, zum Beispiel die Bauern vor Ort. Bei frischen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse kommt hinzu, dass den Jahreszeiten entsprechend eingekauft werden kann. Das ist gesünder für Körper und Geist. Wenn Grünzeug, Milch und Käse, Eier und Fleisch auch noch bio sind, ist man auf dem besten Weg, ein grüner Held zu werden.
Weniger ist mehr
Wer auf dem Markt einkauft, kauft „lose“ und sollte daher einen Korb oder eine Stofftasche am Arm tragen. Wenn es doch wieder das Gratissackerl geworden ist, können wir es als Müllsack noch einmal einsetzen bevor es entsorgt wird. Unsere Jause machen wir selbst und nehmen sie in einer Jausenbox ins Büro oder in die Schule mit. Der gesunde Schluck Wasser kommt in die persönliche Trinkflasche. Das alles vermeidet Verpackung, Müll und die Energiekosten für Trennung und Wiederverwertung. Und das gilt für alle alltäglichen Wegwerfprodukte: Je öfter wir etwas verwenden, desto weniger unnötigen Müll und mehr Lebensqualität erreichen wir. Je weniger wir zögern, diese täglichen kleinen Schritte zur Rettung der Welt zu gehen, desto mehr werden wir unserem einzigartigen Planeten gerecht.
Quellen:
- www.oegut.at (Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik)
- www.mein-fussabdruck.at
- Starre Vartan.The ecochick guide to life. St Martin’s Griffin. 2008 (nur auf englisch)
- Andreas Schlumberger. 50 einfache Dinge, die Sie tun können, um die Welt zu retten und wie Sie dabei Geld sparen. Heyne. 2006
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KOMMENTARE
Was man beim regionalen Einkaufen aber nicht vergessen sollte:
Wenn für den Transport nach Hause extra Wege mit dem Auto in Kauf genommen werden müssen führt es den ursrpünglichen Gedanken ad absurdum und der Energieverbrauch ist im Endeffekt größer als wenn man beim Lebensmittelhändler ums Eck’ einkauft!
Am besten also Wege kombinieren und/oder überhaupt mit dem Rad (zB mit einem Lastenanhänger, da kann man auch schwere und sperrige Sachen transportieren) oder auch zu Fuß einkaufen gehen.
Ich finde die Supermarktsackerl absolut überteuert dafür, dass ich sie nicht mal lang weiterverwende bzw. weiterverwenden kann und somit zu Müll werden. Es wäre toll wenn die großen Ketten (hab nun mal nur sowas in meiner Nähe) auch mehr Taschen anbieten würden bzw. Sackerl die biologisch abbaubar sind. Das gibt es ja schon in einigen Bioläden!
@ sushi – wie wäre es, wenn du dir einfach ein jutte-sackerl kaufst und zum einkaufen mitnimmst? kostet nur einmal, kann beliebig oft verwendet werden, reist nicht durch… einfach super – kann ich dir nur empfehlen. erfordert allerdings, wie fast alle energiesparenden maßnahmen organisation. wenn du nach der arbeit noch was einkaufen möchtest, musst du das sackerl dabei haben, sonst landest du wieder beim nicht recyclingfähigen plastiksackerl, oder beim teureren papiertüterl.
das größte hindernis beim energiesparen, ist unser überaus bequeme konsumgesellschaft!
@passivhaus konsum und energiesparend leben ist natürlich oft ein widerspruch. aber genau das beispiel hab ich ja gemeint, das du meinst. ich geh einkaufen nach dem büro und hab kein sackerl mit. jetzt werde ich vom supermarkt gezwungen ein plastiksackerl zu kaufen (außer sie haben auch papier – was aber auch nicht immer so gut ist). würde die supermarkt kette jutte taschen (und die habe ich gemeint) verkaufen, würde ich in so eines investieren, weil das kann man ja eh immer brauchen. oder eben ein biologisch abbaubares. so kann ich trotz konsum im sackerl bereich grün leben.
@sushi – ich glaube das wird ein teurer spaß, jedes mal nach dem büro einkaufen ein neues Jutte-Sackerl ? aber das bringt es ganz gut auf den punkt. energiesparen setzt vorausdenken voraus!
- einplanen das man nach dem büro einkaufen gehen muss und das jutte-sackerl schon in der früh einpacken
- oder ein größere handtasche , in der man auch einen kleineinkauf unterbringt
- oder die ausflüge in den supermarkt so organisieren, dass man einmal pro woche einen großeinkauf, ausgerüstet mit 5 jutte-sackerln, tätigt – das spart nämlich nicht nur energie sondern auch zeit
am einfachsten generell ein stoffsackerl einpacken, dann muss man gar nicht vorausschauen und der Bequemlickeit ist genüge getan!
Denn das Gewicht und der Platz dafür fallen ja wirklich nicht ins Gewicht – das kann man ja auch in eine Jackentasche tun.
ich nehm eigentlich seit kurzem so einen einkaufstrolli, das erspart auch kraft beim tragen