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Velodynes neues LIDAR-System

Laser-Scanner Systeme, die ein Bild von der Umgebung und allem was passiert liefern sind Voraussetzung für selbstfahrende Fahrzeuge.

Mehrere Unternehmen testen bereits selbstfahrende Autos, mit denen sie Level 4 Autonomie erreichen. Dabei ist es nicht mehr nötig, dass ein Fahrer im Auto sitzt, der in kritischen Situationen eingreifen und das Steuer übernehmen kann. Level 4 wird zumindest auf gewissen Strecken und unter bestimmten Bedingungen erreicht. Möglich wird dieser Fortschritt, da die LIDAR Systeme, die selbstfahrende Autos benötigen, immer besser werden. Einer der führenden Hersteller in diesem Bereich ist Velodyne und dieser hat kürzlich ein neues System angekündigt.

LIDAR ist ein Laser-Scanner System, das ein 360° Bild von der Umgebung und allem was passiert liefert. Ein solches System muss zuverlässig erkennen können, was rund um das Auto geschieht, um entsprechend reagieren zu können. Ist der kleine Gegenstand der in hundert Metern auf der Straße liegt nur ein Stück Papier oder ein Stein? Kann man ausweichen oder muss man abbremsen? Das sind beispielsweise Situationen und Entscheidungen, die das System selbständig treffen muss. Velodynes neues VLS-128 ist laut Herstelleraussage besser als alle LIDAR System, die es momentan gibt. Es hat eine dreimal so hohe Auflösung, wie das Vorläufer System und die doppelte Reichweite. Mit diesem System, könnten selbstfahrende Autos schon bald Level 5 Autonomie erreichen. Level 5 bedeutet, dass selbstfahrende Autos, unabhängig von Umweltbedingungen, sicherer und zuverlässiger navigieren als Menschen.

VLS-128 hat eine Reichweite von 300 Metern und eine viel höhere Bildauflösung als bisher entwickelte Systeme. Die hohe Auflösung ist vor allem deshalb wichtig, um genau erkennen zu können ob der Gegenstand auf der Straße nur Papier oder ein Stein ist. Bei niedrigerer Auflösung muss man das LIDAR noch mit einem zusätzlichen Kamera-System koppeln und die kombinierten Bilder müssen dann analysiert werden. Ein solches kombiniertes System arbeitet natürlich viel langsamer, als ein LIDAR, welches eine so hohe Auflösung hat, dass es selbst erkennen kann, worum es sich bei dem Gegenstand handelt.

VLS-128 liefert ein dreidimensionales Bild, indem Laserstrahlen ausgesendet werden. Diese Laserstrahlen scannen zwei Dimensionen der Umgebung, kombiniert man aber viele solcher Strahlen, erhält man ein dreidimensionales Bild. Je mehr Strahlen man kombiniert, desto deutlicher wird die 3D-Auflösung und man kann auch zuverlässiger zwischen statischen und sich bewegenden Objekten unterscheiden. Die ersten Prototypen seines neuen Systems will Velodyne bereits Anfang 2018 seinen wichtigsten Kunden für Tests zur Verfügung stellen.

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Bild: Velodyne

Energieleben Redaktion, 08.02.2018
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