Lifestyle  

Water-Less Jeans von Levi’s

Levi’s hat eine neue Produktlinie, die sich “Water-Less” nennt, auf den Markt gebracht. Angeblich werden im Zuge eines Herstellungsprozesses werden rund 20 Mio. Liter Wasser eingespart. Überlicherweise verbraucht die Produktion einer vergleichbaren Jeans durch Färben, Waschen und Style-Finishing rund 45 Liter Wasser. Die “Water-Less” Produkte hingegen benötigen deutlich weniger und reduzieren den Wasserverbrauch um durchschnittliche 20 Prozen, bei einzelnen Produkten sogar bis zu 88 Prozent. Die Aussage lautet: Levi’s bringt jetzt die Umwelt auf die Jeans.

nur ein Marketing-Gag? Was bringt’s wirklich? wenn ich an Jeansproduktion denke, dann fallen mir fogelnde Schlagworte dazu ein: China, schlechte Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit, schlechte Entlohnung….

GreenJoy, 15.06.2011

Kommentare

Energieleben Redaktion, 15.06.2011

Vielen Dank für diesen Beitrag!
Die Skepsis ist begründet. Levi Strauss & Co wurden 2006 von der Betreuung durch den unabhängigen Prüfer “Ethical Trading Initiative” (ETI) ausgeschlossen, weil der Konzern den Standard der Living Wages nicht erfüllen wollte. Mit anderen Worten: Levi’s hat keine Gehälter gezahlt, die den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen erlauben, von dem Einkommen allein zu leben.

Seither setzt Levi’s seine eigenen Richtlinien an seine Zulieferer fest. Die Einhaltung wird von einer Organisation namens FFC, “Fair Factories Clearinghouse”, überprüft. Die Direktoren dieser Organisation kommen direkt aus den Mitglieds-Unternehmen, das heißt, die von FFC überprüften Konzerne überprüfen sich selbst.

tom, 16.06.2011

Ich denke mittlerweile können es sich diverse Marktführer einfach nicht mehr leisten auf Marketing-Gags zu setzten. Zu stark würde ihr Markenwert in der Öffentlichkeit geschädigt. Für mich klingt die Geschichte wasserdicht, dafür stehen die Organisation water.org
Wäre doch mal ein Schritt in die richtige Richtung, oder?

Löwe, 14.07.2011

Den Verbrauch an Frischwasser verursacht eigentlich die Indigofärbung, die später ausgewaschen wird, um die erwünschten Effekte zu erzielen. Pro Hose beträgt der reale Frischwasser-Verbrauch bis zum Laden ca, 200 liter. Etwa soviel ist dann das Abwasser. Die Lösung von Levi`s mag ein kleiner Beitrag darstellen, die richtige Lösung wäre das Eliminieren des Indigo und die Einführunf einer anderen Verfahrenstechnik. Eine industrielle Lösung unsererseits wird wegen wirtschaftlichen Interessen der Grosskonzerne in Deutschland nicht akzeptiert. Sie wird wahrscheinlich in China eingeführt.Zum Vergleich: Pro Hose benötigt unsere Technik nur 3-5 liter.

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