Leben  

Zeitgeschenke von Zeit statt Zeug

Gemeinsame Zeit statt Konsumgüter verschenken.

Zeit statt Zeug

Die Initiative Zeit statt Zeug setzt ein Zeichen gegen den Konsumwahn. Auf der gleichnamigen Online-Plattform kann man in einer Gesellschaft, die fast alles hat, ein selten gewordenes Gut verschenken: gemeinsame Zeit.

Zeit statt Zeug – gemeinsame Zeit aus dem Online-Shop

Die Online-Plattform Zeit statt Zeug ist aufgebaut wie ein normaler Online-Shop. Mit dem Unterschied, dass man nichts bezahlen muss, wenn man hier etwas in den Warenkorb legt und auscheckt. Man verschenkt nämlich seine Zeit. Zeit statt Zeug gibt einem dabei einige Ideen vor, wie man diese Zeit investieren könnte: „Kochabend statt Kochbuch“, „Basteln statt bestellen“, „Zoo statt Stofftier“ u.v.m. Man kann aber auch eigene Ideen einsenden.

In diesem Online-Store sucht man sich dann eine gemeinsame Aktion aus, wählt einen Termin und versendet diesen über Zeit statt Zeug mit einer E-Card. Der Beschenkte kann den Termin dann per Mail bestätigen.

Nicht Konsum, sondern gemeinsame Zeit macht glücklich

Der Initiator von Zeit statt Zeug, Michael Volkmer, betont auf der Website den Zusammenhang zwischen unserem Konsumverhalten und den knapper werdenden Ressourcen und stellt dem die immer knapper werdende Ressource Zeit entgegen. Dabei wisse man ja eigentlich, dass soziale Kontakte und nicht Konsum zum Glück beitrage.

Der Online-Shop Zeit statt Zeug setzt somit nicht nur ein Zeichen gegen den Konsum, sondern ist ein Symbol für eine größer werdende Sehnsucht: miteinander statt nebeneinander her.

Hier geht es zur Website: Zeit statt Zeug

Bild: Martina Liel

Martina Liel ist Germanistin (M.A.) und arbeitet seit 2009 als freie Texterin und Autorin mit den Schwerpunkten Nachhaltigkeit und Healthcare. Seit 2013 bloggt sie über ein Leben mit Endometriose, einer chronischen Erkrankung, bei der ein nachhaltiger und gesunder Lebensstil eine wesentliche Rolle spielt. Ihr Buch „Nicht ohne meine Wärmflasche – Leben mit Endometriose“ ist im März 2017 erschienen.

Martina Liel, 18.10.2017
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