Sanierungsscheck 2015
Sanierungsscheck 2015
BUNDESFÖRDERUNG – Der österreichweite Sanierungsscheck 2017 – die nächste Runde!

Wer sein mehr als 20 Jahre altes Wohngebäude wärmetechnisch in Stand setzen möchte, erhält dafür auch heuer wieder  eine Förderung des Bundes.

HIER GEHT’S ZUM AKTUELLEN SANIERUNGSSCHECK 2019.

Von den förderungsfähigen Kosten können maximal 30 % als nicht rückzahlbarer Investitionskostenzuschuss gewährt werden. Die Arbeiten müssen von befugten Firmen ausgeführt werden, reine Materialrechnungen werden nicht anerkannt. Eine genaue Auflistung, welche Maßnahmen förderungsfähig sind, finden Sie hier. Neu ist eine zusätzliche Unterscheidung der umfassenden Sanierung, in  Mustersanierung, der Sanierung nach „klima:aktiv“-Standard oder nach „gutem Standard“, mit unterschiedlichen Grenzwerten für den Heizwärmebedarf. Zuschläge gibt es wieder für die Verwendung von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Fördersummen in Abhängigkeit vom Umfang der Maßnahmen:

Maßnahme Förderung Zuschläge

Umfassende Sanierung
klimaaktiv Standard

€ 6000,- € 3000,- für Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen (mind. 25 % aller gedämmten Flächen)
Umfassende Sanierung „guter Standard“ € 5.000 ,-
Teilsanierung 40 % € 4000 ,-

Einzelbaumaßnahme
Heizungstausch verpflichtend

€ 3000 ,-

Bonus „Raus aus Öl“
Ersatz des fossilen Heizungssytems

€ 5.000 ,-

€ 6.000,- bei gleichzeitiger thermischer Sanierung

Voraussetzungen für das Gebäude

  • Umfassende Sanierung nach „klimaaktiv Standard“: Senkung des Heizwärmebedarfs (HWB) auf maximal 50 kWh pro Quadratmeter und Jahr bzw. 30 kWh pro Quadratmeter und Jahr (abhängig vom Oberflächen/Volumen-Verhältnis des Gebäudes, siehe Grenzwerttabelle)
  • Umfassende Sanierung nach „guter Standard“: Senkung des Heizwärmebedarfs (HWB) auf maximal 63kWh pro Quadratmeter und Jahr bzw. 31,5 kWh pro Quadratmeter und Jahr (abhängig vom Oberflächen/Volumen-Verhältnis des Gebäudes, siehe Grenzwerttabelle)
  • „Teilsanierung 40 %“: Senkung des Heizwärmebedarfs (HWB) um mindestens 40 % des HWBRK
  • Eine Einzelbaumaßnahme (Dämmung oberste / unterste Geschoßdecke, Fenstertausch) ist nur in Kombination mit dem Ersatz eines fossilen Heizungssystems förderfähig.
  • Der „Raus aus Öl“-Bonus für die Umstellung des fossilen Heizungssystems wird vergeben, sofern das Gebäude/die Wohnung bereits den guten Standard einer umfassenden Sanierung aufweist oder gleichzeitig thermische Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden

Tausch des fossilen Heizungssystems Für den „Raus aus Öl“-Bonus muss die Altanlage außer Betrieb genommen werden und muss inkl. eventuell vorhandener Brennstofftanks ordnungsgemäß entsorgt werden. Wird nur die Heizung ohne einer gleichzeitigen thermischen Sanierung getauscht, ist die Vorlage eines gültigen Energieausweises vom Wohngebäude oder eines Energieberatungsprotoklls des jeweiligen Bundeslandes ausreichend.

  • Holzzentralheizungsgeräte müssen die Emissionsgrenzwerte der Umweltzeichenrichtlinie UZ 37 erfüllen  und einen Kesselwirkungsgrad von mindestens 85 % aufweisen. Eine Liste der förderungsfähigen Kesselanlagen finden Sie hier Die Kesselleistung darf höchstens 50 kW betragen
  • Wärmepumpen müssen nach den EU-Umweltzeichenkriterien zertifiziert sein
  • Bei Nah-oder Fernwärmeanschluss muss der Anteil der biogenen Brennstoffe angegeben werden

Schritte zur Förderung

  • Beratung gibt’s wie immer in der Wien Energie-Welt Spittelau 0800 500 770
  • Erstellung des Energieausweises
  • Antragstellung: Anträge können ab dem 01.03.2019 solange gestellt werden wie Fördermittel vorhanden sind. Die Umsetzung muss zwischen dem 01.01.2019 und dem 30.06.2021 erfolgen. Die Einreichung erfolgt über die Bausparkassen. Der Förderungsantrag wird im Zuge der Erstellung des Energieausweises ausgefüllt. Erforderlich sind folgende Unterlagen:
    • Ausgefüllter Förderungsantrag
    • Meldezettel
    • Grundbuchauszug
    • Kostenvoranschläge für die geplanten Maßnahmen
    • Beim mehrgeschossigen Mietwohnbau: Sanierungsvereinbarung
    • Bei denkmalgeschützten Gebäuden: Bestätigung des Bundesdenkmalamtes
    • Bei Zweifamilienhaus: Grundbuchauszug mit parifizierten Wohneinheiten, Bestandsplan oder Bestätigung der Gemeinde über die bestehenden getrennten Wohneinheiten

    Wichtig: die Antragstellung muss vor Beginn der Baumaßnahmen erfolgen!

  • Endabrechnung: Nach der Umsetzung der Maßnahmen ist das ausgefüllte Endabrechnungsformular inklusive aller erforderlichen Unterlagen an die Kommunalkredit Public Consulting GmbH, Türkenstraße 9, 1092 Wien, zu übermitteln. Eventuelle Abweichungen der ursprünglich geplanten Maßnahmen sind im Formular darzustellen und vom Aussteller des Energieausweises zu bestätigen.

Weitere Details zum Sanierungsscheck 2019 findest du hier. Eine Kombination mit einer Landesförderung ist möglich. HIER GEHT’S ZUM AKTUELLEN SANIERUNGSSCHECK 2019.

Martina Krobath, Fotografin: Helena Wimmer

Als Energieberaterin bei Wien Energie beschäftigt sich Martina mit allen Energieeffizienzthemen und den Möglichkeiten die sich daraus ergeben. Ein wichtiger Teil in der Umsetzung zu mehr Energieeffizienz sind unter anderem Förderungen, neue Technologien und deren Einsatzbereiche.

 

 

 

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