Der WWF hat die Jahresbilanz des Artenschutzes für 2013 aufgestellt. Lebensraumzerstörung, Überfischung, Wilderei, Klimawandel – der Mensch ist Verursacher des größten Artensterbens seit dem Aussterben der Dinosaurier. In diesem traurigen…

Der WWF hat die Jahresbilanz des Artenschutzes für 2013 aufgestellt. Lebensraumzerstörung, Überfischung, Wilderei, Klimawandel – der Mensch ist Verursacher des größten Artensterbens seit dem Aussterben der Dinosaurier. In diesem traurigen Szenario gibt es jedoch auch einige kleine Lichtblicke dank durchgesetzter Naturschutzmaßnahmen.

Die tierischen Verlierer 2013

Elefanten und Nashörner gehören in diesem Jahr zu den Verlierern des weltweiten Artensterbens. Schuld ist vor allem die Wilderei. Stoßzähne und Hörner sind beliebte Ware, ob als Souvenirs oder fragliche Heilmittel. 2013 wurden mindestens 22.000 Elefanten getötet. Durch die Wilderei liegt die Sterberate über der Reproduktionsrate. In Afrika gibt es insgesamt nur noch rund 430.000 Elefanten und 25.000 Nashörner. Auch der Löwe steht auf der Roten Liste als „gefährdet“. Mit 32.000 Tieren ist die Population die letzten 20 Jahre um 30 Prozent zurückgegangen.

Der Finnwal gilt als bedroht. Und trotz internationalen Handelsverbots mit Walfleisch wurden über 130 Tiere durch isländische Walfänger getötet. Fischerei, Schifffahrt und Klimawandel bedrohen u.a. die Pinguine der Antarktis. Eine Ausweisung von Meeresschutzgebieten dort ist auf einer internationalen Konferenz in Australien gescheitert.

Die tierischen Gewinner 2013

Zu den Gewinnern des Jahres 2013 gehört der Amur-Leopard (s. Titelbild). In Russland wurden wieder mehr Tiere gezählt und auch in China scheint sich die Großkatze wieder auszubreiten. Als eine der am meisten gefährdeten Säugetier-Art wurden 2008 nur 30 Tiere gezählt. Die Einrichtung eines Nationalparks trug zur Wiederansiedlung bei. Auch das Europäische Wisent feierte in diesem Jahr ein Come-Back. Erstmals seit mehreren hundert Jahren ist es in Deutschland wieder heimisch.

Die Einrichtung eines neuen Nationalparks im Schwarzwald gibt Hoffnung für den Auerhahn. Von dieser bedrohten Vogelart leben in Deutschland gerade mal 800 Brutpaare. Der Nationalpark kann nun zu seiner Verbreitung beitragen. Und auch einige Hai-Arten erhalten durch einen Beschluss auf der internationalen Artenschutzkonferenz CITES die Chance, sich zu erholen. Ihr Fleisch darf nur noch aus nachhaltiger Fischerei gehandelt werden.

Mehr Informationen zum Artenschutz auf www.wwf.at oder www.wwf.de

Quelle: http://www.wwf.de/2013/dezember/gewinner-und-verlierer-2013/

Bildquelle: www.wwf.de

Bildautoren:

Amur-Leopard: naturepl.com/Lynn

Wisent: Sanchez-Lope

Auerhahn: Wild Wonders of Europe/ Erlend Haarberg

Nashorn: Martin Harvey

Hammerhaie: naturepl.com/Doug Perrine

Pinguine: naturepl.com/Bryan and Cherry Alexander

Löwen: Martina Harvey

Elefant: Y.J. Rey-Millet

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