Müllberge, riesige Sound- und Lichtanlagen, verwüstetes Gelände und geparkte Autos soweite das Auge reicht. So – nämlich mit großem CO2 Fußabdruck – präsentieren sich Festivals rund um den Globus. Wie…

Müllberge, riesige Sound- und Lichtanlagen, verwüstetes Gelände und geparkte Autos soweite das Auge reicht. So – nämlich mit großem CO2 Fußabdruck – präsentieren sich Festivals rund um den Globus. Wie in vielen Bereichen beginnen nach und nach auch in dieser Branche die ersten VeranstalterInnen umzudenken und beschreiben einen neuen Trend, Festivals umweltfreundlicher zu gestalten.

Studien bestätigen Trend
Eine Studie an der Oxford Universität analysierte 500 Festivals in Großbritannien und fand heraus, dass alle gemeinsam rund 84.000 Tonnen an CO2 pro Jahr produzieren – jedes Festival hat somit einen CO2 Fußabdruck einer Kleinstadt. Der größte Teil der Emissionen ist auf den Transport zurückzuführen, sagt Julie’s Bicycle – eine Organisation, die VeranstalterInnen beim Reduzieren ihrer Emissionen hilft. An- und Abreise der TeilnehmerInnen zu den oft abgelegenen Festivalorten ist demnach mit rund 45.000 Tonnen CO2 eines der größten Probleme. A Greener Festival ist eine Nonprofit Organisation, die sich ebenfalls der umweltfreundlichen Gestaltung von Festivals verschrieben hat. Laut einer ihrer Studien aus 2008 sind 48% Festivalgäste bereit, für ein grünes Festival mehr zu bezahlen und bestätigen einmal mehr den Trend in Richtung umweltfreundliche Festivals.

10:10
10:10 nennt sich eine von der Britischen Zeitung „The Guiardian“ unterstützte Aktion, in der sich unter anderem Festivals zusammenschließen, um noch 2010 ihren Ausstoß an Treibhausgasen um 10% reduzieren möchten. Der Stromverbrauch von Licht- und Soundanlagen sowie Wasser soll reduziert, ebenso die Müllberge in Grenzen gehalten werden. Zusätzliche Ideen sind solarbetriebene Bühnen, kompostierbare Becher und Toilettenalagen.

Beispiel Melt! Festival
Green Music Initiative heißt die Organisation, die sich um die umweltfreundlichere Gestaltung des legendären Melt! Festivals im deutschen Gräfenhainichen (Ferropolis) kümmert. Jacob Bilabel gründete die Initiative nach dem Vorbild von Julie’s Bicycle und setzt beim Melt! Festival auf ein alternatives An- und Abreise Angebot. Mit dem Melt! Hotelzug wird ein Euro-Express-Zug mit Schlafwagen gechartert, der von Köln aus die Reise zum Festivalgelände antreten und dort auch das Zelt ersetzen wird. Werden genügend FreundInnen zusammengetragen (z. Bsp. Über Social Networks), können von der „Deutsche Bus“ Busse mit FahrerInnen gechartert werden, die einen direkt zum Festivalgelände bringen. Und die „Deutsche Bahn“ hat spezielle Festivaltickets in ihrem Kontingent. Zudem wurde eine Fahrradgruppe organisiert, die vom Berliner Hauptbahnhof mit Regionalbus und anschließend 130 km mit dem Fahrrad anreisen wird. Für sein innovatives Konzept im Mobilitätsmanagement wurde Das Melt! Festival von der Deutschen Energieagentur (dena) sogar ausgezeichnet.

www.juliesbicycle.com
www.agreenerfestival.com

www.greenmusicinitiative.de
www.meltfestival.de

Foto: Melt! Festival

4 Kommentare

  1. That’s well known that cash can make us autonomous. But how to act when somebody has no cash? The one way only is to try to get the loans or just student loan.

  2. I had got a dream to start my organization, however I didn’t have enough amount of cash to do that. Thank goodness my close friend proposed to use the business loans. Thus I took the college loan and made real my old dream.

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