Bei der Anwendung von Innendämmungen herrscht allgemein eine große Verunsicherung vor. Neben der Frostgefahr wird immer wieder die Taupunktverschiebung als Gegenargument ins Feld geführt. Im Folgenden soll ein kurzer Überblick…

Bei der Anwendung von Innendämmungen herrscht allgemein eine große Verunsicherung vor. Neben der Frostgefahr wird immer wieder die Taupunktverschiebung als Gegenargument ins Feld geführt. Im Folgenden soll ein kurzer Überblick über die durchaus bestehenden Risiken aber auch über die Chancen, also über die allgemeine Beurteilung einer Innendämmung berichtet werden.

Für mitteleuropäische Klimabedingungen ist eine außenliegende Dämmschicht die bauphysikalisch unproblematischere Konstruktion, aber in vielen Fällen ist die Anbringung einer außenliegenden Dämmung nur schwer möglich – beispielsweise bei Gebäuden, die unter Denkmalschutz stehen oder in dichter städtischer Bebauung. Auch hier steigt mit den höheren Anforderungen der EnEV bzw. den steigenden Energiepreisen der Wunsch nach einer energetischen Optimierung der bestehenden Gebäude. Hier ist die innenliegende Dämmschicht oftmals die einzige Möglichkeit, eine energetische Verbesserung der Aussenhülle zu erzielen.

Die Innendämmung hat ihre Vorteile vor allem in der bequemen und damit zumeist kostengünstigen Anbringung. Gerade für Räume, die nur sporadisch genutzt und beheizt werden (Versammlungsräume, Festsäle etc.) bietet die Innendämmung entscheidende energetische Vorteile. Der Raum kann sehr schnell aufgeheizt werden. Die Behaglichkeit der innengedämmten Räume steigt durch die höhere Oberflächentemperatur der Wände.

Im Gegensatz zu den beiden anderen Dämmsystemen Außendämmung und Kerndämmung können bei der Innendämmung die Außenwände nicht zum sommerlichen Wärmeschutz beitragen. Dies ist aber wenig von Bedeutung, wenn ausreichend thermische massive Innenwände vorhanden sind. Nicht zu vernachlässigen ist der ungünstige Brandschutz bei Verwendung eines brennbaren Dämmstoffs, z.B. auf Basis von organischen Schäumen wie Polystyrol- oder Polyurethandämmstoffen. Die im Brandfall entstehenden giftigen Gase können eine starke Gefährdung bedeuten. Die Verwendung von zellulosen Dämmstoffen der Brandklasse B-s2, d0 (schwerbrennbar) ist hier zu empfehlen. 

Gerade in Ballungsgebieten mit hohen Wohnraumkosten ist die mit einer Innendämmung verbundene Verminderung der Wohnfläche ein entscheidender Nachteil. Hierzu kommen weitere Mieterbeeinträchtigungen, wie z.B. das Problem der meist mangelhaften Befestigungsmöglichkeiten von Bildern oder Regalen an den innen gedämmten Wänden. Bei Verwendung von Calziumsilikatplatten, oder gesprühter Zellulosedämmung ist der dadurch entstehende Raumverlust gegenübergestellt mit den geringeren Heizkosten zu vernachlässigen. Der Einsatz von sogenannten Tellerdübeln oder das einplanen (einsprühen) von Montagelatten garantieren eine ausreichende Befestigungsmöglichkeit. Von wesentlich größerer Bedeutung sind aber die mit einer Innendämmung verbundenen Probleme in Bezug auf Wärmebrücken, Tauwasser und Reduzierung des Trocknungspotenzials. Wärmebrücken können durch das einsetzen von Dämmkeilen oder einer weitergeführten Flankendämmung verhindert werden. Eine andere Möglichkeit ist eine bestehende Fußbodenheizung im Flankenbereich hochzuziehen. Entstehendes Tauwasser kann durch die Verwendung von wasseraufnahmefähigen und kapillaraktiven Dämmstoffen, wie z.B. Zellulose oder Calziumsilikatplatten beseitigt werden. Um die Reduzierung des Trocknungspotenzials zu verhindern, ist darauf zu achten bei der Wahl der richtigen Innendämmung mit dampfdiffusionsoffenen Materialen sprich ohne Dampfbremse zu arbeiten.

Mit seiner neuesten Entwicklung RENOCELL beweist der Zellulosedämmungs- und Luftdichtheitsspezialist ISOCELL zum wiederholten Mal seine Innovationskompetenz. Diese neue Art der Innendämmung ohne Dampfbremse setzt neue Maßstäbe speziell bei Altbauten. RENOCELL wurde gemeinsam mit den Technischen Universitäten Graz und Dresden sowie in Kooperation mit einem führenden Putzhersteller entwickelt und wird bereits mehrfach an Objekten erfolgreich eingesetzt. 

RENOCELL bietet die Lösung: Das tragfähige, verputzbare Wandsystem aus Zellulosefasern wird aufgesprüht, dadurch passt es sich jeder Unebenheit nahtlos an. So werden nicht nur Hohlräume zwischen Dämmung und Mauerwerk vermieden, sondern es können auch jene Rundungen und „schiefen“ Oberflächen beibehalten werden, die den alten Bauwerken ihren unvergleichlichen Charakter und Charme geben. RENOCELL bildet dabei ein kapillaraktives Innendämmsystem, bei dem Tauwasser an bestimmten Stellen ausfallen und schnell wieder an den Innenraum abgegeben werden kann. So bleibt das Mauerwerk trocken – und das bringt zahlreiche Vorteile: Die Oberflächentemperatur der Wand erhöht sich und die Räume werden behaglicher. Die Aufheizzeiten verkürzen sich, die Heizkosten sinken und der Wert des Gebäudes steigt.

Bislang wird Zellulosedämmung hauptsächlich als Einblasdämmstoff im Holzbau eingesetzt. Renocell eröffnet völlig neue Anwendungsmöglichkeiten. „Der Einsatz von Zellulosedämmung als verputzte Innendämmung ohne Dampfbremse ist revolutionär, weil es bis dato keine vertretbare Lösung für diese Anwendung gegeben hat“, erklärt Gabriele Leibetseder, Technische Leiterin und Marketing-Verantwortliche von ISOCELL, „Mit Renocell haben wir einen neuen, europaweiten Markt geschaffen.“ Unzählige Gebäude können wieder als Wohn-, Ausstellungs- oder Geschäftsräume ganzjährig genutzt und vor allem wirtschaftlich beheizt werden. Es wird Energie gespart und damit der CO2-Ausstoß verringert und die Umwelt geschont.

Kontakt:

Ing. Alexander W. Zojer
Projektleitung Renocell
+43.6 64 / 83 22 837
alexander.zojer@isocell.at 

2 Kommentare

  1. Sehr geehrte Frau, sehr geehrter Herr,
    gerne helfen wir Ihnen bzgl. Dachgeschossdämmung weiter. Bitte senden Sie unas auf info@isocell.at Ihre Kontaktdaten und eine kurze Beschreibung Ihres Anliegens. Einer unserer Außendienstmitarbeiter wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen und einen unverbindlichen Beratungstermin vor Ort vereinbaren. Sollten Sie weitere Informationen benötigen, können Sie sich jederzeit auch direkt an mich wenden. MfG Alexander W. Zojer (+43 (0) 664 / 83 22 837)

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