Küchenkräuter wirken sich positiv auf deine Gesundheit aus!

Frische Küchenkräuter steigern die sinnliche Lust am Essen!

Ein harmonisch gewürztes Gericht wirkt auf Psyche und Körper gleichermaßen positiv. Die meisten Küchenkräuter lassen sich sehr gut auf der Fensterbank oder auf dem Balkon kultivieren und machen mit wenig Arbeitsaufwand viel Freude.

Die großen Vorteile von selbst gezogenen Küchenkräuter: Du hast die Kräuter beim Kochen sofort griffbereit, und bei der richtigen Auswahl der Küchenkräuter auch gleichzeitig eine kleine Kräuterapotheke für leichte Beschwerden parat.

In diesem Beitrag stelle ich dir die gängigsten Küchenkräuter vor, die auch in der kleinsten Küche oder auf dem Balkon ihren Platz finden können.

#1 – Petersilie steigert deine Intelligenz!

Petersilie galt in der Antike als Symbol der Wiedergeburt und in ihr soll immense Kraft vorhanden sein.

Es wird der Petersilie zugeschrieben, dass sie Kraft, Intelligenz und Geschicklichkeit fördert. In der Römerzeit erhielten daher die Gladiatoren zu ihrem letzten Mahl vor dem Kampf eine Unmenge an Petersilie.

Das Küchenkraut gedeiht anstandslos auch in Töpfen und kann jederzeit angepflanzt werden. Wem das Keimen der Samen zu lange dauert, der kann ein wenig nachhelfen, indem er die Samen vor dem Säen in heißes Wasser einweicht.

>>> TIPP: Petersilienblätter sollten nie gekocht werden, da sie ihr Aroma dabei fast völlig verlieren.

Lediglich ein kurzes Anbraten in Olivenöl oder ein sanftes Dünsten vertragen sie ohne Einbuße.

Küchenkräuter - Petersilie
Petersilie; Bildquelle: Anna Wahl

Petersiliensauce

  • 1 EL frisch gehackte Petersilie
  • 300 ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • 4 EL Mehl
  • 2 EL Butter
  • 1 Prise Pfeffer oder Galgant

Das Mehl kurz in der Butter anschwitzen, den Topf vom Herd nehmen und mit etwas Milch ablöschen. Nun die restliche Milch unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nochmals kurz aufkochen und danach die Petersilie einrühren. Petersiliensoße passt sehr gut zu Fisch!

Petersilie mit Kartoffeln
Küchenkräuter mit Kartoffeln; Bildquelle: Anna Wahl

#2 – Schnittlauch ist der Kräuterklassiker schlechthin!

Damit die wertvollen Inhaltsstoffe nicht verloren gehen, sollte auch der Schnittlauch roh genossen werden.

Schnittlauch kannst du sehr vielseitig verwenden. Besonders gut wirkt sein herrliches Aroma in Streichkäse, auf Salat oder warmen Speisen serviert. Der Klassiker schlechthin ist natürlich das Rührei mit Schnittlauch.

Insgesamt ist Schnittlauch aus der Küche kaum wegzudenken, auch in vielen Salatsoßen, Kartoffel- und Gemüsegerichten, Suppen oder zu Fleisch ist er nahezu unverzichtbar.

Die Wirkung des Schnittlauchs als Heilpflanze ist weniger bekannt…

Gerade im Frühjahr ist der Schnittlauch mit seinem hohen Vitamin C-Gehalt sehr zu empfehlen. Das Küchenkraut vertreibt die lästige Frühjahresmüdigkeit und reinigt das Blut.

In der Volksmedizin wird Schnittlauch bei Appetitlosigkeit, Blähungen, Magenentzündungen oder Bluthochdruck empfohlen.

Frisch aufs Butterbrot gestreut schmeckt er also nicht nur gut, sondern dient auch der Gesundheit!

Schnittlauch - Küchenkräuter
Schnittlauch; Bildquelle: Anna Wahl

#3 – Minze fördert deine Konzentration

Die Maid Mintha hatte mit Hades eine Liaison. Demeter, die Gattin von Hades, nahm ihr das sehr übel und zermalmte daraufhin Mintha unter ihren Füßen.

An der Stelle ihres Todes im Garten der Venus wuchs eine zarte, unaussprechlich fein duftende Pflanze – die Minze.

Soweit zur sagenhaften Entstehungsgeschichte der Minze.

Ihr frischer, feiner Geschmack macht sie ideal zur Verfeinerung von Sommergemüse und Obst.

Auf einem Obstkuchen an der Seite von Erdbeeren und anderen Früchten, bringt sie eine pfiffige Note hinein. In der mediterranen Küche wird sie zum Veredeln von Salaten und Suppe verwendet.

Minze - Küchenkräuter
Minze für Süßspeisen; Bildquelle: Pixabay

Durch ihren Mentholgehalt wirkt die Minze antiseptisch und wirkt gegen Bakterien und Parasiten.

Sie  kühlt und betäubt und erhöht die Blutzufuhr, der damit behandelten Stelle.

Die Pfefferminze fördert weiters die Konzentrationsfähigkeit und regt Herz und Nervensystem an. Die anregende Wirkung kommt nur bei höherer Dosierung zustande, in niedrigerer Dosierung wirkt sie beruhigend und schmerzstillend.

Minze - Küchenkräuter
Minze; Bildquelle: Anna Wahl

Glückstee mit Minze

  • 1 Teil Minze
  • 1 Teil Eisenkraut
  • 1 Teil Lindenblüten
  • 1 Teil Kamille

1 Esslöffel der Teemischung mit ¼ Liter kochendem Wasser überbrühen. 5-7 Minuten ziehen lassen und den wohlschmeckenden Tee trinken.

Er wirkt wie Balsam für die Seele, wenn man an Schlaflosigkeit oder Unruhe-Zustände leidet.

#4 – Melisse beruhigt deine Nerven

Wer Melisse im Garten oder auf dem Balkon zieht, hat das Vergnügen die Bienen beim Einbringen von Nektar und Pollen zu beobachten.

Nicht umsonst bedeutet Melisse auf griechisch „Honigbiene“. Sie wurde schon vor 2000 Jahren in Südeuropa angebaut und ursprünglich von Imkern als Bienenweide benutzt.

Melisse wirkt außerdem antiviral und wird in der Naturheilkunde bei vielen Erkrankungen eingesetzt.

Ihr luftiger, erfrischender und leicht zitronenartiger Geschmack führt zu einer besonderen Note in Kräutersäften.

In der Küche findet sie in süßen Soßen, bei Fisch, Pilzen und Streichkäse Verwendung. Eine kleine Zugabe bei Salaten verwandelt diese in Delikatessen.

Melissenblätter geben Spinat, Krautgerichten, Suppen und Gemüseeintöpfen einen hervorragendem Geschmack. Auch Eierspeisen und Bratkartoffeln werden durch diese Würze etwas ganz Besonderes.

Melisse - Küchenkräuter
Melisse; Bildquelle: Anna Wahl

Nerventee mit Melisse

  • 1 Teil Melisse
  • 1 Teil Johanniskraut

1 Teelöffel der Mischung wird mit 1 Tasse Wasser überbrüht. 2-3 Tassen pro Tag sind ausreichend für starke Nerven.

#5 – Salbei als Erstehilfe-Kraut

Der Name Salbei leitet sich vom lateinischen „salvia“ = heilen ab.

Der Salbei ist ein antiseptisches, zusammenziehendes und entzündungshemmendes Kraut. Es aktiviert den Blutkreislauf und unterstützt außerdem die Funktion des Nervensystems.

Salbei wirkt nicht nur auf den Körper anregend sondern auch auf die Psyche. Daher wird es in der Naturheilkunde als ein leichtes Antidepressiva bei Angstzuständen verwendet.

Die Gerbstoffe in der Pflanze stärken gesunde und kranke Schleimhäute und machen es Erregern schwer, sich festzusetzen. Deshalb ist Gurgeln mit Salbei auch eine gute Möglichkeit sich vorbeugend vor Ansteckung in der Grippezeit zu schützen.

Noch dazu garantiert das Küchenkraut für eine gute Verdauung.

Salbei ist ein sehr aromatsiches Kraut und bestens geeignet faden Gerichten Geschmack zu verleihen.

Wunderbar schmeckt er in Soßen und zu gegrilltem Fleisch. Ebenfalls in Faschiertem sorgt er für eine würziges Aroma. Bei Bratenfüllungen, Eintöpfen und Suppen ist man gut beraten auch einmal den Salbei als Gewürz auszuprobieren.

Salbei - Küchenkräuter
Salbei; Bildquelle: Anna Wahl

Gebackene Salbeiblätter

  • 1 Bund Salbei
  • Butter
  • Etwas Mehl

Die gewaschenen Salbeiblätter in Mehl wenden und in der Butter knusprig braten. Sie sind eine exzellente und feine Beilage zu fast allen Gerichten.

#6 – Basilikum für eine gute Verdauung und für den mediterranen Flair

Das Küchenkraut Basilikum fand sogar seinen Weg in die Weltliteratur.

Im „Jungelbuch“ von R. Kipling  schwenkt der Priester des Dorfes zur Abwehr der bösen Geister und Dämonen ein „Tulasi-Blatt“- dabei handelt es sich um Basilikum!

Sein Duft und das typische scharf-würzige Aroma machen ihn unverkennbar.

Fette Speisen werden mit etwas Basilikum gewürzt viel besser vertragen, aber ebenso kann er in Salaten und Rohkost-Gerichten verwendet werden.

Weitere bekannte Rezepte mit Basilikum in der Küche sind das Pesto, Tomaten mit Mozzarella, Olivenöl und Basilikum.

Basilikum - Küchenkräuter
Basilikum; Bildquelle: Pixabay

Wie kannst du deine Küchenkräuter haltbar machen?

Es gibt einige Möglichkeiten Gartenkräuter auch für die Wintermonate haltbar zu machen.

Wichtig ist, dass die Kräuter für die Konservierung möglichst am späten Vormittag, nach der Abtrocknung des Morgentaus geerntet werden.

Trocknen

Küchenkräuter zu trocknen empfiehlt sich immer dann, wenn das Kraut beim Kochen auch mitgekocht werden kann. Bestens geeignet zum Trocknen sind Salbei, Thymian, Rosmarin, Oregano und Majoran.

Zum Trocknen werden die Kräuter möglichst langstielig geerntet, abgewaschen und vorsichtig mit einem Küchenpapier abgetupft. Anschließend werden die Kräuterstängel gebündelt und mit einer dünnen Schnur an den Enden zusammen gebunden.

Diese Bündel sollten immer kopfüber in einem warmen, möglichst dunklen Raum aufgehängt werden, bis sie vollständig durch-getrocknet sind. Nach der Trocknungszeit werden die Bündel abgenommen und in einem licht-undurchlässigen, geschlossenen Gefäß über den Winter aufbewahren.

Getrocknete Kräuter sollten niemals sofort zerkleinert werden, weil sie dabei ihr Aroma verlieren. Ein Zerkleinern erfolgt immer erst beim Kochen in einem Mörser!

Küchenkräuter richtig trocknen
Kräuter trocknen; Bildquelle: Pixabay

Einfrieren

Zum Einfrieren sind Kräutersorten mit weichen Blättern geeignet, wie beispielsweise Schnittlauch, Petersilie, Basilikum und viele mehr. Diese solltest du frisch ernten, waschen, mit Küchenkrepppapier ein wenig trocken tupfen und kleinhacken.

Minze sollte jedoch vor dem Einfrieren nicht klein-gehackt werden, denn dann verliert sie ihr Aroma. Minzeblätter werden deshalb samt den Zweigen im Gefrierbeutel eingefroren.

Ideal zum Einfrieren von Küchenkräutern sind auch Eiswürfelportionen, die einzeln entnommen werden können. Gib dazu die frisch gehackten Kräuter möglichst lose in eine Eiswürfelschale und fülle diese anschließend mit etwas Wasser auf.

Die Schale ins Gefrierfach geben und bei Bedarf einen Würfel verwenden.

Einlegen in Essig oder Öl

Küchenkräuter können natürlich auch in hochwertigem Essig oder gutem Speiseöl einlegt werden.

Hierbei musst du unterschieden, ob Öl und Essig einen Kräutergeschmack erhalten sollen, oder ob die Kräuter haltbar gemacht werden sollen.

Für das Haltbar-machen von Kräutern in Essig oder Öl sind getrocknete Kräuter am besten geeignet.

Die Kräuter werden in verschließbare Glasgefäße gegeben und nur mit so viel Öl aufgegossen, dass sie knapp bedeckt sind. Die dabei verwendete Speiseölart verändert ein wenig den jeweils typischen Kräutergeschmack.

Wenn du das Glasgefäß hingegen komplett mit Öl auffüllst und für einige Tage oder sogar Wochen an ein sonniges Fenster stellst, dann wird daraus ein hervorragendes Kräuter-Öl zum Verfeinern von Salaten.

Der gleiche Effekt wird auch mit dem Einlegen der Kräuter in Essig erzeugt. Die Gläser musst du dann jedoch an einem kühlen Ort aufbewahren, damit die Kräuteraromen im Essig gut durchziehen können.

Küchenkräuter in Essig & Öl
Essig & Öl; Bildquelle: Pixabay

Pesto

Einige Kräuter, wie unter anderem auch Basilikum, lassen sich nur schlecht trocknen oder einfrieren. Eine tolle Möglichkeit Basilikum oder auch Bärlauch haltbar zu machen ist in Form von Pesto.

Dazu gehst du einfach wie folgt vor:

  • Die Pflanzen waschen, trocken tupfen und die Blätter abzupfen.
  • Anschließend Pinienkerne in der Pfanne anrösten, Knoblauchzehen zerhacken und Parmesankäse würfeln.
  • Alles zusammen mit Meersalz in einen Mörser geben, ordentlich zerstoßen und die Masse anschließend in ein kleines Glas geben.
  • Nun noch alles mit Öl auffüllen, bis eine cremige Paste entsteht.
Küchenkräuter in Pesto
Pesto mit Küchenkräuter; Bildquelle: Pixabay

Kräutersalz

Eine weitere Variante Kräuter haltbar zu machen ist die Herstellung von Kräutersalz. Dabei verwendest du am besten grob körniges Salz und getrocknete Kräuter.

Wildkräutersalz

  • 3 Teile Salz,
  • 2 Teile Thymian
  • 1 Teil Gundelrebe
  • 1 Teil Beifuß

Alle Zutaten werden in einer Kaffeemühle oder einem Mixer verrieben. Das fertige Salz wird in kleinere Gläschen oder auch in Papiertütchen abgefüllt und ergibt auch ein wunderbares selbst-gemachtes Geschenk!

Küchenkräuter in Kräutersalz
Kräutersalz mit Küchenkräuter; Bildquelle: Pixabay

Über Anna Maria

Anna Maria WahlJahresrad ist ein Kräuterblog aus Oberösterreich. Anna Maria ist Kräuter- und Naturpädagogin und lebt mit ihrer Familie auf einem Bauernhof im Mühlviertel. Sie befasst sich mit Wildpflanzen, mystischen Pflanzenwissen und Naturheilkunde. Eine ökologische Lebensweise und der respektvolle Umgang mit der Natur stehen im Fokus ihrer Arbeit. Seit 2016 teilt sie das alte Wissen unserer Vorfahren auf ihrem Blog und sie zeigt, dass jeder die Kraft der Natur für sich nutzen kann. Auch über Tipps und Rezepte rund um Selbstversorgung und Ernährung schreibt Anna Maria in ihren Artikeln.

Bildquelle: Anna Wahl, Pixabay

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