Oder lässt sich Müll sogar vermeiden?

Reicht es aus, Müll zu trennen, um den eigenen Lebenswandel als nachhaltig und umweltbewusst bezeichnen zu können? Oder gehört da doch noch etwas mehr dazu?

Zeig mir deine Mülltonne, und ich sage dir, wer du bist. Oder so ähnlich. Heute geht’s jedenfalls um den Müll, um dessen Trennung und – etwas noch viel Wichtigeres – dessen Vermeidung.

Mythos #3: Mit Mülltrennung ist schon viel getan

Schön wär’s. Aber so einfach ist es dann doch nicht.

Klar, Müll zu trennen gehört auf jeden Fall dazu, um bewusster mit der Umwelt umzugehen. Aber wenn man’s genau nimmt, sollte es gar nicht einmal so weit kommen, Müll zu haben. Klingt utopisch, ich weiß. Aber die Zero-Waste-Bewegung, derer sich auch zahlreiche Bloggerinnen und Blogger zugehörig fühlen, zeigt doch, dass man Müll im eigenen Alltag vermeiden kann. Fairerweise muss man sagen: im Blick kann man dabei nur den Müll haben, den man wirklich eigenhändig verursacht. Den Müll aus Verarbeitungsketten aller Verbrauchs- und Gebrauchsgegenstände, die wir im Alltag nützen, können wir hier nur schwer mitberücksichtigen, da wir selten Einblicke darin haben. Aber da sich im eigenen Haushalt häufig ziemlich viel Müll ansammelt, ist es naheliegender, zuerst auf dieser eigenen „Müllhalde“ anzufangen.

Aber wie den eigenen Müll vermeiden?

Am richtigen Ort einkaufen

Das beginnt zunächst einmal mit der Entscheidung, wo man Einkäufe erledigt, seien es Lebensmittel, Hygieneartikel, Kleidung oder sonstige Dinge, die man im Alltag so braucht (oder glaubt, zu brauchen). Den wenigsten Müll trägt man sicherlich dann zusammen, wenn man am Markt oder in einer Greißlerei einkaufen geht. Märkte gibt es in Wien unglaublich viele. Mein persönlicher Lieblingsmarkt ist wohl der Kutschkermarkt im 18. Bezirk. Ein Stückchen in die andere Richtung, in der Leopoldstadt, findet man Lunzer’s Maßgreißlerei. Hier gibt’s alles ohne Plastik, abgefüllt in Gläser oder Papier, auch in eigens mitgebrachte Behälter kann man den Einkauf geben. Tolle Sache, wie ich finde.

Plastiksackerl, adé!

Damit wären wir schon beim nächsten Aspekt und zwar worin man die Einkäufe transportiert. Obst- und Gemüsebeutel kann man entweder selbst nähen oder auch kaufen, zum Beispiel bei Denn’s. Ich meine hier nicht die aus Plastik, die neben den Obstregalen hängen. Ich meine wiederverwertbare, die dafür sorgen, dass die Plastiksackerl nicht mehr gebraucht werden. Wichtig ist außerdem, loses Obst und Gemüse zu kaufen. Der Plastikmüll schwindet auf diese Weise zusehends.

Natürliche Hygiene

Ähnlich funktioniert das auch mit anderen Haushaltsbereichen, so zum Beispiel mit Hygieneartikeln. Viele Produkte sind mittlerweile aus abbaubaren Rohstoffen gefertigt erhältlich oder kommen komplett ohne Verpackung aus. Duschgels und Shampoos lassen sich beispielsweise durch Seifen ersetzen. Meine Favoriten für Haar- und Körperseifen gibt’s in der Naturparfümerie Staudigl, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt einfach.

War das schon alles?

Spinnt man das noch weiter, kommt man auf ziemlich viele Aspekte des Alltags, bei denen Müll anfällt und wo es notwendig ist, auf dessen Reduktion zu achten.

Welche weiteren Beispiele fallen euch noch ein? Lasst sie mich wissen und schreibt eure Einfälle und Ideen zur Müllreduktion in die Kommentare!

Über Lisa

The Green Bowl ist ein Food- und Lifestyle-Blog aus Wien. Seit 2014 schreibt Lisa dort über gesunde vegetarische und pflanzenbasierte Ernährung, natürliche Körperpflege, Nachhaltigkeit und Zero Waste. Sie nutzt den Blog als Plattform dafür, Kreativität in Küche und Alltag, fotografischen Versuchen und Gedanken rund um eine bewusste Lebensführung freien Lauf zu lassen und mit anderen Menschen zu teilen. Das Anliegen hinter The Green Bowl lässt sich also grob und teils im übertragenen Sinn so zusammenfassen: echt, ehrlich, grün.

Bildrechte: Lisa Kirchgatterer/The Green Bowl

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