Die Olympischen Spiele in London 2012 waren als die Grünsten Spiele der Geschichte angekündigt. Unter anderem mit einem rückbaubaren Stadion. Was wurde daraus?

Für den Anlass großer Sportereignisse werden Architekten oft beauftragt, monumentale Sportstätten zu planen, die mehrere Jahrzehnte bestehen bleiben. Das Olympische Stadion für London 2012 soll hingegen nach den Spielen zu einem Teil abgebaut werden.

Gerade in den jüngst vergangenen Jahren wurden große Sportarenen gebaut, die nunmehr kaum mehr genutzt werden. In Südafrika stehen viele der für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 gebauten Stadien leer. Das spektakuläre Vogelnest in Peking wird mittlerweile nur mehr für winterliche Schlittenrennen genutzt.

Einmal bauen, mehrfach nutzen

In London wollte man nachhaltiger planen. Das 80.000 Zuschauer fassende Olympiastadion soll nach den Spielen verschiedenartig genutzt werden können. Das Architekturbüro Populous bekam den Zuschlag für ein Stadium mit 25.000 fix installierten und weiteren 55.000 Zuschauerplätzen, die nach den Spielen abgebaut werden können.

Modulbauweise

Normalerweise sollen Architekten Gebäude entwerfen die 50 oder mehr Jahre standhalten. In London ging es darum, eine große Arena für kurze Zeit zu schaffen. Eine modulare Bauweise erfüllte die Bedingungen. Eine Mischung günstigerer kurzlebiger Materialien ersetzte zu einem großen Teil die klassischen Stahlkonstruktionen. Die Zukunft des verkleinerten Stadions ist bereits gesichert, es gibt vier Bewerber für die künftige Nutzung: zwei Fußballmannschaften, eine Fußballakademie und ein Rennsportveranstalter wollen sich die rückgebaute Arena sichern.

Basketball-Arena auf Zeit

Noch radikaler war die Idee für die Basketball Arena der Londoner Spiele, die nach Abschluss der Paralympics vollständig abgebaut wird. Die Halle soll an einem anderen Standort wieder aufgestellt oder Teile davon anderweitig genutzt werden.

Bildergalerie: Basketball Arena

70 Millionen Pfund kostet der Ab- und Rückbau aller Sportstätten nach den Paralympics. 40 Millionen Pfund wird der Umbau und die Verkleinerung des Olympiastadions kosten. Vier Übernahmebewerber gibt es, entschieden wird im September, spätestens im Oktober soll der Vertrag perfekt sein. Als Favorit gilt West Ham United, ein Club aus der Englischen Premier League.

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