Nach dem Europäischen Chemikaliengesetz REACH haben Verbraucher das Recht, von Herstellern und Händlern über gefährliche Inhaltsstoffe der Produkte informiert zu werden. Der Anfrage-Generator des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland…

Nach dem Europäischen Chemikaliengesetz REACH haben Verbraucher das Recht, von Herstellern und Händlern über gefährliche Inhaltsstoffe der Produkte informiert zu werden. Der Anfrage-Generator des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erleichtert nun die Nachfrage.

Das Chemikalienauskunftsrecht nutzen

Als besorgniserregend werden Stoffe eingestuft, die krebserregend, erbgut- oder fruchtschädigend sind, die Fruchtbarkeit einschränken, sich im Körper anreichern oder ins Hormonsystem eingreifen. Dazu zählen beispielsweise einige Phthalate (Weichmacher), Flammschutzmittel oder bestimmte  Konservierungsstoffe.

Firmen und Händler sind dazu verplichtet, kostenfrei auf Anfrage innerhalb von 45 Tagen Informationen über gefährliche Inhaltsstoffe ihrer Produkte zu erteilen. Dazu mussten Verbraucher bisher Adresse und Ansprechpartner der jeweiligen Firmen herausfinden, um eine schriftliche Anfrage senden zu können.

Online-Tool schickt Anfrage an den richtigen Hersteller

Das kostenlose Online-Tool des BUND vereinfacht die Prozedur. Unter www.bund.net/giftfrage gelangt man zum Formular, in das man die Artikelnummer des Produkts eingeben kann. Die Anfrage an den passenden Hersteller wird daraufhin automatisch erstellt. Wer seine Anfrage lieber per Post senden möchte, findet unter dem selben Link einen Musterbrief.

Hat man den Eindruck, dass Hersteller oder Händler der Anfrage ausweicht oder die Information nicht korrekt ist, kann man sich an das REACH-Helpdesk des jeweiligen Landes wenden.

REACH-Helpdesk Österreich: http://www.reachhelpdesk.at/
REACH-Helpdesk Deutschland: http://www.reach-clp-helpdesk.de/de/Startseite.html

Weitere Informationen sie auch:

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland : Gut oder giftig? Stellen Sie die Giftfrage!Schadstoffe in Alltagsprodukten – Wo sie sich verbergen und wie man ihnen als Verbraucher auf die Spur kommen kann. Stand: Juli 2012.

 

Bildnachweis: © Rolf van Melis / Pixelio.de

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