Der dritte – und vorläufig letzte – Teil der Radserie handelt von einem meiner Lieblingsargumente… Teil 3 – “und wie soll ich so Einkäufe transportieren?” Dieses Argument gegen die alltägliche…

Der dritte – und vorläufig letzte – Teil der Radserie handelt von einem meiner Lieblingsargumente…

Teil 3 – “und wie soll ich so Einkäufe transportieren?”

Dieses Argument gegen die alltägliche Radtour überrascht mich immer wieder. Ich bin absolut keine Autogegnerin. Im Gegenteil, ich habe selbst eines, wenngleich ein kleines, sparsames. Bei drei Kindern und zwei Wohnsitzen mit schlechter (um nicht zu sagen: nicht vorhandener) öffentlicher Verbindung schaffe ich es gar nicht anders. Aber scheinbar unterscheiden sich meine Einkaufsgewohnheiten deutlich von den Gewohnheiten derer, die mit diesem Argument kommen.

Bei uns – wie gesagt, 3 Kinder, 2 Erwachsene – ist es nämlich so, dass wir Großeinkäufe machen. Da kommt dann unser Auto zum Einsatz. Alle gut haltbaren Dinge werden so alle 3, 4 Wochen in einem Schwung besorgt. Damit fallen viele schwere Dinge schon einmal weg, Getränke und kiloweise Grundnahrungsmittel zum Beispiel. Was überbleibt und von mir – radelnd – unter der Woche nachgekauft wird sind schneller verderbliche Dinge wie Milch, Obst, frisches Gemüse, Käse.

Das Bild zu diesem Beitrag zeigt mein Rad nach einem Marktbesuch. Ich liebe die Wiener Märkte! Was das Bild nicht zeigt ist der Rucksack, den ich auch noch mit hatte. Mein altes Rad hatte nicht nur hinten einen Korb für die schweren Dinge, sondern auch vorne einen für leichtere Sachen. Das fehlt bei meinem “neuen” Rad noch (unter anderem, weil ein Weidenkorb perfekt passen würde und ich den noch nicht aufgetrieben habe ;-))

Zum Markt radeln (oder am Heimweg von der Arbeit einen Zwischenstopp dort einlegen) ist immer ein kleiner Ausflug für mich, auch wenn die Zeit noch so knapp ist. Oft reicht eine kurze Unterhaltung mit einem Standler und eine kleine Kostprobe, damit ich das Erlebnis “Einkauf” genießen kann. Kein Vergleich mit “völlig entnervt vom Stau beim Heimweg auch noch einkaufen müssen”…

Mir ist absolut bewusst, dass ich das nicht so machen könnte, wenn ich zig Kilometer von der nächsten Einkaufsmöglichkeit entfernt wohnen würde. Aber gerade in der Stadt – wo das Auto fahren ja wirklich keinen Spaß macht – lässt es sich für viele Menschen wirklich leicht bewerkstelligen, wenn einmal die größten Bedenken beseitigt sind.

Deshalb abschließend mein Rat: einfach einmal probieren. Vielleicht wird ja – wie bei mir – ein umweltschonendes Hobby daraus.

Herzlichen Dank für die bisherigen Kommentare zu den ersten beiden Teilen der “Rad fahren geht nicht? Glaub ich nicht!” – Serie:

Teil 1 – “das dauert mir zu lange, ich habe in der Früh keine Zeit”

Teil 2 – “ein Rad ist teuer und wird doch nur gestohlen” 

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