Bloggerin Lisa hat für uns im Rahmen der „Green Gadget“-Serie drei Wochen lang das KTM eCross Bike getestet und teilt ihre Erfahrungen mit.

Nachhaltige Alternativen – egal ob zur Fortbewegung, bei Lebensmitteln oder in anderen Lebensbereichen – erwecken meistens mein Interesse, daher war ich sehr gespannt auf den eBike-Test. Das Fahrrad ist zwar mein Fortbewegungsmittel Nummer Eins, ein eBike hatte ich allerdings bisher nicht ausprobiert. Ich testete das Bike sowohl im Alltag als auch bei einem Picknickausflug außerhalb der Stadt. Das KTM eCross ist ein geländetaugliches Modell, was grundsätzlich für Ausflüge außerhalb der Stadt praktisch ist. Dennoch würde ich damit nicht so wild über Stock und Stein fahren, wie mit einem herkömmlichen Mountainbike, da ich bezweifle, dass der am Bike angebrachte Akku gröbere Stürze überstehen würde. Ursprünglich wollte ich das Bike auch am Kahlenberg testen. Allerdings habe ich mich dann nicht getraut, es vor dem Schwimmbad abzustellen und lieber die öffentlichen Verkehrsmittel vorgezogen. Damit sind wir auch schon beim für mich größten Problem mit dem eBike: Nachdem mir bereits ein normales Fahrrad in Wien gestohlen wurde, war Diebstahl meine größte Angst, denn das KTM eCross ist schon ein ziemlich wertvolles Stück. Um es möglichst sicher abzustellen, musste ich es also immer in meine Wohnung tragen. Mit knapp 22 kg zählt es leider nicht gerade zu den leichtesten Fahrrädern. Dafür kann einem wohl niemand vorwerfen, man würde das eBike nur aus Faulheit nutzen. Wer eine Garage zur Verfügung hat, wo er das Rad unterstellen und auch aufladen kann (dazu genügt eine normale Steckdose), erspart sich diese Mühe. Allerdings bleibt auch in diesem Fall die Diebstahlgefahr bestehen, wenn man das Bike unterwegs abstellen möchte. Bei einem Wert von über 2.000 EUR würde ich es nicht unbeaufsichtigt stehen lassen. Wirklich beeindruckt hat mich dafür die Akkuleistung bzw. Reichweite des eBikes. Eine Akkuladung, die nur wenige Stunden dauert, reicht durchschnittlich für 100km. Der Akku hält wirklich, was er verspricht. In Wien gibt es mittlerweile übrigens über 100 E-Tankstellen, fast alle sind auch für Bikes verwendbar. Wer übrigens meint, er könne mit dem eBike mit exorbitanter Geschwindigkeit an anderen vorbeibrausen, irrt. Der Motor wird ab 25 km/h gedrosselt, was im Sinne der Verkehrssicherheit sicher notwendig und richtig ist. Die Beschleunigung ist allerdings beeindruckend, das macht viel Spaß beim Fahren. Fazit: Für mich persönlich lohnt sich ein eBike derzeit nicht, da ich keinen großen zusätzlichen Nutzen, dafür aber einige Nachteile gegenüber meinem herkömmlichen Fahrrad sehe. Das eBike ist nützlich, wenn man weitere Strecken oder höhere Steigungen zurücklegen will, ohne sich großartig anzustrengen. Für Wege, die man sonst mit dem Auto zurücklegen würde, ist es eine umweltfreundliche Alternative, vorausgesetzt man hat wenig Gepäck. Ich persönlich komme aber mit einem normalen Fahrrad sehr gut aus. Das ist noch umweltfreundlicher und die Bewegung im Alltag schätze ich sowieso, da ich viel am Schreibtisch arbeite. Für die Stadt halte ich die Motorunterstützung nicht für notwendig. Da ich relativ sportlich bin, schaffe ich ziemlich alle Strecken, die ich in Wien fahre auch mit meinem normalen Fahrrad. Der größte Nachteil ist die Angst vor Diebstahl, die einem die Freude am eBike schnell verdirbt. Hier wäre es spitze, wenn eine bessere Lösung als ein normales Fahrradschloss gefunden werden könnte. Ich hoffe, dass die eBikes dahingehend noch weiterentwickelt werden. Bei Wien Energie bedanke ich mich für die neue Erfahrung und hoffe, noch viel über neue, alltagstauglichere „Green Gadgets“ zu lesen.

Über die Autorin:

Lisa lebt und arbeitet in Wien. Ihre kulinarischen Erkenntnisse, Aha-Momente und Wissenswertes über Zubereitung und Bezugsquellen teilt sie auf ihrem Blog. Freude am Kochen, Genuss und Wertschätzung von Lebensmittelqualität und -vielfalt spielen dabei ebenso eine Rolle, wie ein bewusster, ressourcenschonender Lebensstil.

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