Global Santa Fe Rig 140 © Steven Straiton, Flickr
Global Santa Fe Rig 140 © Steven Straiton, Flickr
Die G7-Staaten lassen erstmals alle fossile Brennstoffe bis 2025 auslaufen.

Der Energiemarkt atmet Subventionen wie lebensnotwendigen Sauerstoff: die G20-Staaten versenken jedes Jahr 452 Milliarden Dollar in den Markt für fossile Brennstoffe. Gleichzeitig werden in allen Ländern der Welt Erneuerbare unterstützt, wenn auch in einem viel geringerem Ausmaß, mit etwa einem Viertel der Summe, 121 Milliarden Dollar. Dass trotz dieser Schieflage in der Finanzierung die Erneuerbaren wirtschaftlich so erfolgreich sind, zeigt nur, wie groß der bisherige Erfolg tatsächlich ist.

Um dieses Strukturproblem aus der Welt zu schaffen, haben die Staatschefs der G7-Staaten beschlossen, die Subventionen im fossilen Energiesektor in den nächsten 10 Jahren auslaufen zu lassen, um 2025 einen Schlussstrich unter diese Entwicklung ziehen zu können.

Die G7, das sind Großbritannien, die Vereinigten Staaten, Kanada, Frankreich, Deutschland, Japan und Italien sowie die Führung der Europäischen Union haben Ende letzter Woche bei einem Treffen in Ise-Shima, Japan, eine entsprechende Erklärung unterzeichnet. Als wesentlicher Anstoß dieser Entwicklung wird das Pariser Klimaschutzabkommen genannt, das letztes Jahr verabschiedet wurde.

Der genaue Wortlaut auf Seite 28 der Erklärung: „Given the fact that energy production and use account for around two-thirds of global GHG emissions, we recognize the crucial role that the energy sector has to play in combatting climate change. We remain committed to the elimination of inefficient fossil fuel subsidies and encourage all countries to do so by 2025.“ (Hervorhebung des Autors.)

Dabei haben sich längst nicht alle Staaten die Umsetzung dieser Worte zu Herzen genommen: Großbritannien hat vor kurzem Subventionen für Ölförderer in der Nordsee erhöht, Japan hat die Finanzierung der Erschließung neuer Kohleminen bekannt gegeben. Wichtigstes Ziel ist es, dass die beteiligten Staaten nicht nur geduldiges Papier unterzeichnen, sondern Taten setzen. Nur mit diesen können sie den Rest der Welt überzeugen, nachzuziehen.

Nicht alles ist rosig in dem Abkommen: „We are committed to applying the necessary political will to reach a TTIP agreement as early as this year, provided that it is ambitious, comprehensive, high standard and mutually beneficial, with a view to harnessing the full potential of the transatlantic economy as soon as possible. We welcome the shared commitment of Canada and the EU to sign CETA this year. We encourage Canada and the EU to bring CETA into force as early as possible.“ Bei allem, wie über TTIP und CETA von Seiten der EU verhandelt wird, ist es faktisch auszuschließen, dass es hier zu einem Konsens innerhalb der EU und des Europäischen Parlaments kommen wird.

Foto: Global Santa Fe Rig 140 © Steven Straiton, Flickr

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