Gewaltige Kostenszenarien werden von der deutschen Regierung und den Konzernen genannt, wenn die Energiewende denn nun endlich umgesetzt werden soll. Doch wer trägt diese Kosten und warum ist eine Abkehr…

Gewaltige Kostenszenarien werden von der deutschen Regierung und den Konzernen genannt, wenn die Energiewende denn nun endlich umgesetzt werden soll. Doch wer trägt diese Kosten und warum ist eine Abkehr von importierter Energie überhaupt so teuer?

 

100 Milliarden Euro fließen jährlich aus dem Land

 

Deutschland importiert jährlich fossile Energieträger für fast 100 Milliarden Euro, Tendenz steigend. Die Umstellung auf regionale, erneuerbare Energie würde helfen, diese Kosten zu vermeiden, letztendlich völlig einzusparen. Warum soll also die Energiewende, also die Vermeidung dieser Kosten so teuer werden? Selbst Kosten von 10 Milliarden Euro werden durch eine Einsparung von 10 Prozent an Importen aufgefangen. Irgendwie werden die Bürger mit Beispielrechnungen verwirrt, die überhaupt nichts mit der Realität zu tun haben.

Der Strompreis an den Strombörsen fällt ständig oder bleibt zumindest konstant. Die Gewinne der Energiekonzerne steigen kontinuierlich, obwohl sie auf die angeblich so billige Atomkraft immer mehr verzichten müssen. Alle energieintensiven Großverbraucher zahlen fast gar nichts mehr für ihren Strom. Die Bürger sparen immer mehr Strom und trotz all dem steigt ihre Stromrechnung. Irgendwo steckt in dem ganzen System ein Wurm (http://www.unendlich-viel-energie.de/de/detailansicht/article/226/grafik-dossier-preisszenarien-fossiler-energietraeger.html;

http://www.unendlich-viel-energie.de/de/startseite/detailansicht/article/19/merit-order-effekt-preissenkung-durch-erneuerbare-energien.html).

 

Kuba wurde zum nachhaltigsten Land der Welt

 

Seit mehr als 60 Jahren leidet die Antilleninsel unter der Blockade, ist abgeschnitten vom Weltmarkt. Trotzdem leistet sich das Land das beste Gesundheitssystem und ein hervorragendes Bildungssystem. Der einfache Grund ist, dass alle Schlüsselindustrien und die gesamte Infrastruktur den Bürgern gehören, dem Staat. Selbst auf dem erzwungen niedrigen Niveau, in dem die Wirtschaft arbeiten muss, oder vielleicht gerade deshalb schafft dieses Land, sich von Importen fossiler Energien zu befreien (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/energiesparen-auf-kuba-besuch-im-nachhaltigsten-land-der-welt-a-848944.html). Während in dem Rest der Welt die Bürger noch ihre feudalen Fürsten finanzieren, es zulassen, dass diese über 20 Billionen Euro in Steuerparadiesen der Volkswirtschaft entziehen, ihnen also „stehlen“, erhalten sich die Kubaner ihr kleines Paradies und schaffen sich damit eine nachhaltige Zukunft. In den ach so reichen Industriestaaten hingegen geht es den Menschen immer schlechter, stehen immer mehr Länder vor dem Bankrott. Die fehlenden Billionen könnten allerdings sämtliche Staatsschulden mit einem Schlag tilgen, die Staaten aus dem Würgegriff der Banken befreien, eine umgehende Wende in eine ebenfalls nachhaltige Zukunft finanzieren.

 

Energie, Finanzen, Verkehr, Gesundheit und Ernährung gehören in Bürgerhand

 

Warum sich die Menschen, inzwischen global, wie Sklaven im alten Rom ausbeuten lassen ist Soziologen ein Rätsel. Der einzige Grund ist der, der bereits mehrmals Hochkulturen in den Kollaps geführt hatte. Die Menschen glauben, dass es eine bessere Zukunft geben wird, dass ihre Technologie, ihre Wissenschaft, ihre Ingenieure einen Weg aus der stetig wachsenden Misere finden werden. Mit einer enormen Leidensfähigkeit opfern sie sich den „Götzen“ des vermeintlichen Fortschritts. Gleichzeitig profitieren die „Hohepriester dieses Kultes“ immer mehr, saugen die letzten Reserven aus ihren Untertanen. Genau dieser Irrglaube hat die Mayas, die Khmer und die Römer ins Verderben geführt. Nun ist die gesamte – kapitalistische – Welt auf dem Weg, es ihnen gleich zu tun.

Die Lösung, die Rettung aus allen Krisen wäre dabei so einfach. Würden genau wie in Kuba alle wesentlichen Funktionen und Industrien verstaatlicht, würde der Volkswirtschaft nicht mehr ihre Lebenskraft genommen werden können.  

Dass der Mensch grundsätzlich egoistisch handeln muss ist ein Irrglaube, der das feudale System des Westens am Leben hält, aber nichts mit der Realität zu tun hat. Der Mensch ist vielmehr ein Herdentier, das über Millionen Jahre in der Gruppe ein nachhaltiges soziales Verhalten gelernt und verinnerlicht hat. Kleinstkinder zeigen dieses noch genau, doch wird es ihnen sofort im Rahmen ihrer Erziehung abtrainiert. Die Folge ist ein lebenslanger seelischer Konflikt, der sich in einer immer stärker steigenden Anzahl psychischer Erkrankungen zeigt. Eine kollektive Selbstzerstörung ist das Ergebnis. Der Mensch wird nicht artgerecht gehalten. Als Gruppe aber ist er in der Lage nachhaltig zu wirtschaften und zu leben.

 

Die Kosten der Energiewende könnten Gewinne für Alle sein

 

Die Bürger der Industriestaaten lassen sich weiterhin betrügen, ausnutzen und ausnehmen, wie Sklaven. Allerdings ging es den römischen Sklaven weitaus besser, da sie ein sicheres Leben hatten, geschützt von ihren Besitzern. Als Wende bezeichnen wir lediglich den Wechsel in der Art der Energieerzeugung, nicht mehr aus Kernkraft und am Ende auch nicht mehr aus fossilen Quellen, sondern aus erneuerbaren Energieträgern. Das System der Ausbeutung bleibt erhalten. Daher werden eventuelle Kosten, die durch die Umstellung entstehen könnten, den Endverbrauchern aufgebürdet, ebenfalls nach dem alten System. Die Masse der kleinen Abnehmer zahlt und die Großabnehmer sparen.

All dies kann ohne größere Proteste geschehen, weil die Bürger in unseren Staaten den Kontakt zu ihrer Gruppe verloren haben. Sie sind zu verletzlichen asozialen Wesen geworden, die hilflos regiert werden können. Dort, wo es den Gruppenzusammenhalt noch – oder wieder – gibt, entsteht Protest, mit Erfolg. Wo es gelingt, eine Genossenschaft, also eine Gruppe mit einem gleichen Ziel zu bilden, stellen diese Menschen fest, wie sehr sie betrogen werden. Sie entwickeln problemlos Möglichkeiten, wie sie die benötigte Energie – Wärme, Strom und Treibstoff – selbst an ihrem Ort erzeugen können. Das gesamte Kapital, das bisher aus dem Ort, der Region geflossen ist, sowohl in die Taschen märchenhaft reicher Oligarchen, als auch in die überbezahlter Manager der Banken und Konzerne, bleibt plötzlich im Ort.

Gleichzeitig achten diese Bürger peinlich darauf, dass ihr neues System Bestand hat und nicht ihrer Mitwelt schadet. Sie müssen ja ihre erfahrbare Welt instand halten. Das ist dann nachhaltig.

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