Wie aus recyceltem Plastik Straßenbeläge werden.

In der südindischen Stadt Chennai wurde vor 15 Jahren eine Straße neu asphaltiert und musste seitdem mehreren Hitzewellen, Monsunregen, Überschwemmungen und starker Verkehrsbelastung standhalten. Trotz alle dem zeigen sich nicht die üblichen Abnutzungserscheinungen, die Straßenbeläge in diesen Breitengraden sonst nach kurzer Zeit aufweisen. Die enorme Robustheit dieses Belags ergibt sich daraus, dass dem Belag ein Polymerklebstoff aus recyceltem zerkleinertem Plastik beigemischt wurde.

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Die Jambulingam Street in Chennai war eine der ersten sogenannten Plastic roads in Indien, da sie sich als äußerst haltbar erwiesen hat, findet die Methode mittlerweile in vielen indischen Städten Anwendung. Insgesamt wurden in Indien rund 34.000 Straßenkilometer auf diese Weise geteert, rund die Hälfte davon im Bundesstaat Tamil Nadu, wo auch Chennai liegt. Die Idee Straßen mit polymermodifizierten Asphalt zu pflastern ist nicht neu, bereits in den 1970 Jahren wurde solche Beläge in Nordamerika und Europa eingesetzt. Sie führen einerseits zu einer Lärmreduktion, andererseits halten sie extremeren Temperaturen stand als herkömmlicher Asphalt. Für die Herstellung des Plastik-Teerbelags wird in Indien Plastikmüll verwendet, somit tragen die Straßen auch etwas dazu bei Indiens Plastikmüll-Problem in den Griff zu bekommen. Pro Straßenkilometer wird das Äquivalent von ungefähr einer Million Plastiksäcken an recyceltem Plastik verwendet und dadurch rund eine Tonne Asphalt gespart. Die Kosten pro Kilometer verringern sich dadurch um etwa acht Prozent. Die Plastic roads in Indien stellen auch eine Einkommensmöglichkeit für Müllsammler und Kleinstunternehmer, die das Plastik einsammeln und in handbetriebenen Plastikmühlen zermahlen, dar.

Auch in den Niederlanden sollen bald Plastikstraßen gebaut werden, doch hier verfolgt man ein ganz anders Konzept. Die Unternehmen KWS, Wavin und Total haben sich zusammengeschlossen und wollen gemeinsam vorgefertigte Straßenmodule aus recyceltem Plastik fertigen. Mit solchen Modulen lassen sich Straßen viel schneller verlegen und einfacher und billiger warten. Die einzelnen Module sind innen hohl, in diesem Hohlraum können Kabel und Leitungen einfach und schnell verlegt werden, außerdem kann Regenwasser abfließen, so werden Überschwemmungen vermieden. Genau wie der polymermodifizierte Asphalt der in Indien verwendet wird, haben die niederländischen Module eine längere Lebensdauer und führen zu einer Lärmreduktion. Laut den Produzenten reduziert sich durch den Einsatz von solchen Plastikmodulen auch die Umweltbelastung, weil man für den Straßenbau dann weniger schwere Maschinen benötigt.

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Bild: Wikimedia

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