An der „Langen Nacht der Museen“ in Wien nehmen zahlreiche bekannte Ausstellungen und Museen teil. Dabei gilt es auch auf die spezialisierteren Museen zu achten, die oft inhaltlich besonders spannende…

An der „Langen Nacht der Museen“ in Wien nehmen zahlreiche bekannte Ausstellungen und Museen teil. Dabei gilt es auch auf die spezialisierteren Museen zu achten, die oft inhaltlich besonders spannende Angebote haben. Zum Beispiel: Das Wiener Heizungsmuseum!

Auf Initiative von Walter Beer und MitarbeiterInnen der Magistratsabteilung 32 wurde das Heizungsmuseum 1985 gegründet und eröffnete im Jänner 2010 nach einer Modernisierung und mit neuem Namen – „Brennpunkt“ – wieder.

Das Heizungsmuseum zeigt auf rund 1000 Quadratmetern das Heizen als Thema sozialer und kultureller Veränderungen und hat einzigartige Objekte aufbewahrt, die sonst nicht mehr erhalten geblieben sind. Es ermöglicht mit historischen wie kuriosen Ausstellungsstücken Einblicke in die Entwicklung des Heizens und somit gleichzeitig in den Alltag der Menschen der Großstadt Wien. Neben dem Heizen werden auch private Lebensbereiche wie Kochen, Baden und Reinigen gezeigt und somit die Rolle von Wärme im Privaten aufgegriffen.

Zu sehen sind alte Kesselanlagen und Kühlmaschinen, Gasheizgeräte im Jugendstil, Großkücheneinrichtungen und Dampfheizungen für Schulen, Krankenhäuser sowie Gärtnereien. Neben kunstvoll gefertigten Öfen vom Biedermeierofen bis zu Kachelöfen der Jahrhundertwende finden sich skurrile Alltagsgeräte und zwei mit Einzelöfen beheizte Schulklassen im Museum. Weiters gibt es die Waschmaschinentrommel „Domina“ aus 1956 zu bestaunen, eine Galerie von Radiatoren, historische Brotbacköfen und die Beheizung von Wiener U-Bahnstationen. Und auch ein Blick in die Zukunft der Energie darf nicht fehlen – so werden Klimaerwärmung und Rohstoffknappheit mit Ideen und Projekten thematisiert.

Besonderes Angebot für SchülerInnen
Brennpunkt bietet speziell auf junge BesucherInnen abgestimmte Führungen zum Thema „Energie“, die alles andere als nur trockene Vorträge sind. Zwischen Wissensvermittlung und Spielen wird den Kindern auf einer Art Zeitreise die Welt der Energie und des Heizens näher gebracht. Sie können beispielsweise in interaktiven Spielen ein energiesparendes Haus bauen oder durch Muskelkraft Energie erzeugen, um Behälter mit unterschiedlichen Wassermengen zum Kochen bringen. Auf Wunsch wird auch auf spezielle Schwerpunkte der LehrerInnen eingegangen.

Brennpunkt – Museum der Heizkultur Wien
12., Malfattigasse 4 (U4, U6 – Station Längenfeldgasse; Buslinien 12A, 59A, 63A)
Internet: www.wien.gv.at/kultur/museen/brennpunkt

Öffnungszeiten
Oktober bis Mai: Mo – Mi 9 – 12 und 13 – 16 Uhr, So 10 – 16 Uhr
Führungen: 10.30 Uhr und 13.30 Uhr, Gruppen ab zehn Personen nach persönlicher Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten.
Geschlossen: Juni – September sowie 24.12., 31.12. und gesetzliche Feiertage


Eintrittspreise
Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre: gratis
Erwachsene: 5 Euro
SeniorInnen, Studierende bis 27 Jahre, Präsenz- und Zivildiener, Menschen mit Behinderung: 3 Euro
Gruppen ab zehn Personen: 3 Euro pro Person

1 Kommentar

  1. Ich habe mir diese Ausstellung zusammen mit meiner Schulklasse angesehen. Besonders interessant fand ich die alten Großkücheneinrichtungen. Es ist spannend einmal zu sehen, wie alles, was wir heute im Alltag kennen vor langer Zeit aussah.

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