Defibrillatoren sind Geräte, die bei einer gefährlichen Herzrhythmusstörung einen Stromimpuls abgeben, der den normalen Herzrhythmus wieder herstellen kann. Mit schneller Erster Hilfe und frühester Defibrillation kann manch tragischer Todesfall verhindert…

Defibrillatoren sind Geräte, die bei einer gefährlichen Herzrhythmusstörung einen Stromimpuls abgeben, der den normalen Herzrhythmus wieder herstellen kann. Mit schneller Erster Hilfe und frühester Defibrillation kann manch tragischer Todesfall verhindert werden.

In Österreich sind Herz-Kreislauferkrankungen die häufigste Todesursache. Im Jahr 2009 gab es insgesamt 77.381 Sterbefälle, davon waren rund 43 Prozent auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen. Bei derartigen Notfällen muss rasch ein Defibrillator eingesetzt werden. Der, vom Defibrillator abgegebene Elektroschock bringt das Herz wieder zum Schlagen und stellt somit den Blutkreislauf wieder her. Dem Gehirn und anderen wichtigen Organen wird wieder Sauerstoff zugeführt, neurologische Schäden können so verhindert werden.

Höhere Überlebenschance im Notfall

Seit 2002 ist in Österreich der Einsatz von Defibrillatoren durch Laien gestattet. Die Chancen sind viel versprechend: Erste Studien aus den USA lassen vermuten, dass dadurch die Überlebenschance beim plötzlichen Herztod auf bis zu 40% gesteigert werden kann. Eine neue Generation von einfach zu bedienenden, halbautomatischen Defibrillatoren bietet schon dem Ersthelfer die Möglichkeit, das Herz des Notfallpatienten wieder zum Schlagen zu bringen: Gerät einschalten – Klebeelektroden am Patienten anbringen – Herzrhythmus vom Gerät auswerten lassen – Elektroschock auslösen.

Das Video zeigt die richtige Reanimation mithilfe eines Defibrillators:

Die Anfänge des Lebensretters

Entwickelt wurde der Defibrillator in den 1960er-Jahren. Das Gerät des US-amerikanischen Kardiologen Bernard Lown, machte die Defibrillation und elektrische Kardioversion durch Gleichstrom möglich. Die Weiterentwicklung der Defibrillatoren führte in den 1990er Jahren schließlich zu Geräten, die auch zur Anwendung durch den Ersthelfer geeignet sind. Heutzutage werden Risiko-Patienten mit einem implantierten Defibrillator vor dem plötzlichen Herztod geschützt.

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