Irgendwie sind wir vom Wege abgekommen, hier auf der Erde…! Aber es erfüllt mich immer wieder mit Freude, wenn ich sehe, dass Menschen bereit sind umzudenken. Das mögen kleine Schritte…

Irgendwie sind wir vom Wege abgekommen, hier auf der Erde…! Aber es erfüllt mich immer wieder mit Freude, wenn ich sehe, dass Menschen bereit sind umzudenken. Das mögen kleine Schritte sein, oder auch richtig große Sprünge. Jede Veränderung, die eine Verbesserung für Mensch, Tier oder Umwelt bedeutet ist willkommen. Und hier ist ein Beispiel, das mir besonders gut gefällt:

Vom Schlachthaus-Betreiber zum ökologischen Visionär

1984 bereits verkaufte Karl-Ludwig Schweisfurth Europas größtes automatisiertes Schlachthaus „Herta Wurst“ an den Lebensmittelkonzern Nestlé.

Auf den Grundsätzen von Ethik, Naturverbundenheit und Qualität erschafft er in der Nähe von München den Modellbetrieb Hermannsdorfer Landwerkstätten.

Er wird vom größten Fleischfabrikanten Europas zum ökologischen Visionär und verändert sein Leben radikal. Er sagt nein zur industriellen Tiervernichtung und revolutioniert die nachhaltige Landwirtschaft in Deutschland.

Schweisfurth meint, dass der Konsument bewusst Entscheidungen treffen muss, um so die Konzerne zum Umdenken zu bringen.

Bei  ihm klingt alles so einfach und logisch und doch ist es offensichtlich nicht so einfach umsetzbar. Wenn Sie 13 Minuten Zeit haben, dann sehen Sie sich den Film an. Was Sie hören und sehen, wird Ihnen Lust auf die Zukunft machen.

Karl-Ludwig Schweisfurth erzählt in diesem Interview von seiner Wandlung. Ein Gespräch über nachhaltige Lösungen und die Beweggründe, sein Leben zu ändern. Hier eine Zusammenfassung:

Der Visionär über die Basis für das Leben auf dem Planeten Erde

„So wie wir die Natur behandeln, so wie wir Tiere behandeln hatte zur Folge, dass Werte verloren gingen und die Würde von Mensch und Tier.“

„Mit der heutigen Landwirtschaft machen wir den Boden kaputt und wenn man nur ein bisschen darüber nachdenkt, dann weiß man, dass wir nicht vom Supermarkt leben, sondern immer noch vom Boden. Und wir fressen den Boden kahl. Wenn es so weiter geht, dann kann die Erde die Menschen bald nicht mehr ernähren.“

„Es geht ja nur noch darum immer noch mehr, immer noch schneller und immer noch billiger zu produzieren und es ist halt so verführerisch ins Regal zum Billigfleisch zu greifen und nicht genau darüber nachzudenken wo das Fleisch herkommt.“

„Alles wird automatisiert nur um den Profit zu steigern, aber mit dem Aussterben der Bauern geht auch unendlich viel Wissen verloren“

Schweisfurth will weg von dieser „Technikgläubigkeit“ und sagt, dass auf der Suche nach Lösungen leider meist nur technische Neuerungen präsentiert werden. Er wünscht sich mehr Förderung und Akzeptanz für soziale Innovationen. Auch muss der Gesetzgeber die Mindestanforderungen in der Landwirtschaft und Tierhaltung dramatisch erhöhen. Doch die politische Durchsetzbarkeit ist kaum möglich, da die vorherrschenden Mächte, nämlich die Lobby der Lebensmittelindustrie einfach zu stark ist.

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Bildrechte: Vorschaubild und Artikelbild Blume @ Luise, pixelio.de

1 Kommentar

  1. Auch ich kenne die Antwort vieler, die aufgefordert werden, doch entlich auch erwas zu tun:“Was soll ich als einzelner den schon ausrichten…!?“ Ich gestehe, dass auch nicht weit davon entfert war, bis es eines Tages klingelte: „Wenn nicht wir „EIZELNEN!?!?“ etwas tun, dann tut niemand etwas.
    Und es werden immer mehr „EINZELNE“….Gott sei DANK!

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