Immer häufiger verursachen Schadstoffe in Innenräumen bei Menschen Beschwerden. Vom Sick Building Syndrom bis hin zu Krebs – mithilfe von SIBAT will man Giftstoffe schon im Vorhinein erkennen. Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten,…

Immer häufiger verursachen Schadstoffe in Innenräumen bei Menschen Beschwerden. Vom Sick Building Syndrom bis hin zu Krebs – mithilfe von SIBAT will man Giftstoffe schon im Vorhinein erkennen.

Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit. Das sind noch die harmloseren Symptome, die Schadstoffe in Innenräumen verursachen können. Im schlimmsten Fall können Schadstoffe wie zum Beispiel die Polychlorierten Biphenyle sogar Krebs verursachen. Die Kunstuniversität Mozarteum in Salzburg wurde 1998 geschlossen und daraufhin saniert, weil durch diesen Schadstoff mehrere Professoren an Leukämie erkrankt waren.

Rauch, Putzmittel und Baustoffe
Damit Gesundheit und Wohlbefinden in Wohnräumen und Arbeitsräumen gewährleistet werden kann, ist es besonders wichtig, dass die Luft in diesen Räumen keine oder nur wenige Schadstoffe enthält. Zumindest nach heutigem Wissenstand soll so ein vorsorgender Gesundheitsschutz gesichert werden. Schadstoff-Emissionen entstehen in Innenräumen zum Beispiel durch Zigarettenrauchen, durch offene Kamine oder durch Putzmittel. Auch Baustoffe, Möbel und Materialien zur Innenausstattung können die Raumluft erheblich verschlechtern. Die festgelegten Grenzwerte von Innenraumschadstoffen werden häufig überschritten.

Schadstoffe im Vorhinein erkennen
Um Beschwerden und Krankheiten vorzubeugen hat das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie das Projekt SIBAT ins Leben gerufen. Das Projekt wurde im Rahmen des Programms „Haus der Zukunft“ durchgeführt und 2005 abgeschlossen. Das Hauptziel war, Möglichkeiten zu finden, durch die giftiges Potenzial von Bauprodukten abgeschätzt und bewertet werden kann. Neben der tatsächlichen Nutzungsphase, also dem Bewohnen oder dem Arbeiten, wurde auch berücksichtigt, welche Giftstoffe bei der Verarbeitung auf der Baustelle eine Rolle spielen.

Unterschiedliche Wirkung, unterschiedliche Sensibilität
Nicht alle Menschen reagieren gleich auf Schadstoffe. Bei manchen kann es Jahre dauern, bis Beschwerden entstehen, bei anderen können relativ schnell gesundheitliche Probleme auftreten. Auch die Wirkungsweise der Schadstoffe ist sehr unterschiedlich. Bei einigen reicht eine sehr niedrige Konzentration noch nicht aus, um Gesundheitsschäden zu bewirken. Andere sind hingegen bereits schädlich, wenn sie in geringen Mengen über lange Zeit hinweg auf das menschliche Immunsystem einwirken.

Quelle
http://www.ecology.at/files/berichte/E08.451.pdf
http://www.hausderzukunft.at/results.html/id2780
http://www.webheimat.at/aktiv/Rubrik-Gesundheit-und-Wellness/Archiv-Gesundheit-Wellness/Schadstoffe-Raum-Luft.html
Zuletzt aufgerufen am 18.01.09

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