Fotocredit: Shutterstock.com/ Andrey_Kuzmin
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Das Meer ist nicht nur eine willkommene Erfrischung für Wasserratten, es ist vor allem auch Lebensraum vieler Lebewesen, deren Schicksal wir oftmals nicht einmal mitbekommen.

Der Sommer neigt sich dem Ende und viele von uns sehen mit einem Lächeln im Gesicht zurück, wenn sie an den vergangenen Urlaub denken. Vielleicht war es sogar ein entspannender Strand-Urlaub mit vielen Besuchen im erfrischenden Meer.

Das Meer lebt

Wie vielen geht es noch so: Man liegt gemütlich am Strand, möchte sich kurz abkühlen und hüpft ins Meer, um im salzigen Wasser zu entspannen. Wenn ein kleiner Frisch vorbei schwimmt freut man sich, denn man hat das Gefühl, dass das Meer um einen herum lebt und man ein Teil davon ist. Kaum ist man aber wieder aus dem Wasser, denkt man nicht mehr weiter darüber nach. Wo ist der kleine Fisch hingeschwommen? Was frisst er eigentlich? Wie viele Fische leben im Ozean? Wie viele Arten sind es? –  Meist erfreut man sich an dem Moment, den man mit einem Meeresbewohner teilt, ohne dessen Lebensgeschichte zu hinterfragen.

Gefahren lauern überall

Wenn man einmal genauer hinsieht, merkt man schnell, dass wir viel zu oft die Augen vor dem verschließen, was sich direkt vor uns abspielt. Der Fisch, mit dem du gerade noch im Meer geschwommen bist, und über dessen Answesenheit du dich gefreut hast, könnte der letzte seiner Art gewesen sein. Ganz so drastisch ist es in den meisten Fällen Gott sei Dank nicht, aber die Realität sieht leider oftmals so aus, dass manche Arten teilweise ausgerottet wurden, und das auf Grund von menschlichem Einwirken.

Der Totoaba

Hast du schon einmal vom Totoaba gehört? Der Totoaba, oder ist der größte Umberfisch. Er erreicht bis zu 2 Metern Länge und kann über 100 Kilogramm schwer werden. Früher gab es ihn in großen Mengen, aber kommerzieller Fischfang dezimierte die Populationen derart, dass das Fangen des Totoaba von 1975 an unter Schutz stand. Das hält aber nicht jeden davon ab, den Totoaba auch wirklich nicht zu jagen. Bei Wilderern ist er vor allem wegen seiner Schwimmblase hoch im Kurs. Leider schadet was wildern aber nicht nur dem Totoaba selbst, sondern auch zum Beispiel dem Vaquita, dem Schweinswal, der oft mit ihm zusammen im Netz landet. Hast du davon schon je vorher etwas mitbekommen?

 Dokumentarfilme klären auf

Viel zu selten ist es so, dass man sich bewusst mit solchen Themen auseinandersetzt. Aber warum ist das so? Genau, weil man es teilweise einfach garnicht so mitbekommt, wenn man sich nicht selbst engagiert. Dokumentarfilme sind gerade in diese sehr digitalen Zeit ein Mittel, um schnell und vor allem bildhaft für Aufklärung zu sorgen.
„Sea of Shadows“  ist ein Paradebeispiel dafür.

Fotocredit: StadtkinoFilmverleih
Fotocredit: StadtkinoFilmverleih

Dort wird sowohl berührend als auch actionreich aufgezeigt, wie einer der schönsten Plätze der Erde, am Golf von Kalifornien, zum lukrativen Spielball von mexikanischen Drogenkartellen und der chinesischen Mafia wird. Auf der gnadenlosen und illegalen Jagd nach dem Totoaba, einem Fisch, dessen Schwimmblase aufgrund der ihr in China zugeschriebenen magischen Wirkung am Schwarzmarkt bis zu 100.000 US $erzielen kann. Der Dokuthriller zeigt wie Tierschützer, Wissenschaftler, Meeresbiologen, investigative Journalisten und Undercover-Agenten ihre Leben riskieren, um die internationalen Syndikate zu überführen. Der Film wurde sogar beim Sundance Film Festival mit dem Publikumspreis für den Besten Dokumentarfilm ausgezeichnet.

 

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