In vielen Bundesländern gibt es Förderungen für den Kauf der umweltfreundlichen Fahrzeuge In Österreich sind mehr als vier Millionen Pkw angemeldet. Mit 5.500 ist die Zahl der Erdgasautos zwar noch…

In vielen Bundesländern gibt es Förderungen für den Kauf der umweltfreundlichen Fahrzeuge
In Österreich sind mehr als vier Millionen Pkw angemeldet. Mit 5.500 ist die Zahl der Erdgasautos zwar noch vergleichsweise gering, aber im Steigen. Im ersten Halbjahr 2010 wurden bundesweit 320 Erdgaswagen zugelassen, 44 Prozent davon in Wien. Auch Ober- und Niederösterreich sind bei den Neuzulassungen vorne dabei, das Schlusslicht bildet Kärnten mit bisher nur einem neu angemeldeten Erdgas-Lkw, so die Daten der Statistik Austria. Bisher wurden in der Alpenrepublik hauptsächlich Pkw, aber auch LKw und einige Busse zugelassen.

Günstiger tanken
Erdgas zu tanken ist im langjährigen Vergleich günstiger als Benzin und Diesel: Ein Kilogramm Erdgas kostet derzeit rund 90 Cent und damit um rund 20 Prozent weniger als ein Liter Diesel. Aufgrund des höheren Brennwertes kommen Autofahrer mit einen Kilogramm Erdgas ungefähr gleich weit wie mit 1,3 Liter Diesel oder 1,5 Liter Benzin. Wenn die Preise für Benzin und Diesel weiter steigen, könnten im zweiten Halbjahr noch mehr mit Erdgas betriebene Fahrzeuge verkauft werden, heißt es von Brancheninsidern.

168 Tankstellen
Erdgasfahrzeuge machen nur Sinn, wenn ein ausreichendes Tankstellen-Netz vorhanden ist. Derzeit gibt es österreichweit 168 solcher Energiequellen, 19 davon stehen in Wien. Das Produkt Erdgas wird unterirdisch, über das Gasleitungsnetz, zu den Tankstationen geliefert. In öffentlichen Tankstellen tankt der Konsument meist über so genannte Fast-Fill-Anlagen: Das Erdgas wird in einem Kompressor verdichtet, zum Schutz vor Verweisung getrocknet und dann für den Tankvorgang zwischengespeichert.
Wer sich ein Erdgasauto zulegt, erhält übrigens in den meisten Bundesländern Förderungen, nur Kärnten und Niederösterreich unterstützen den Ankauf nicht. Am meisten Geld gibt es mit mit zu 1.000 Euro in Wien, in Salzburg erhalten Private 500 Euro und Unternehmen bis zu 1.000 Euro.

4 Kommentare

  1. So gut es ist statt dem Öl fürs Benzin mal etwas anderes als Treibstoff zu verwenden, muss man doch festhalten, dass Erdgas ebenso ein fossiler Brennstoff ist, der genauso wie das Öl endlich ist.
    Also anstelle in eine weitere fossile Energiequelle zu investieren bzw. diese zu promoten fände ich es sinnvoller wenn wirkliche alternative Mobilitätsformen vorangetrieben werden.
    E-Mobilität ist dabei ja leider auch nur ein zweischneidiges Schwert, denn mit dem aktuellen Strommix treibt man ja mit dem Beelzebub den Teufel aus…
    Am wichtigsten wäre eine Umstellung des Mobilitätsbedürfnisses hin zu mehr Diversifizierung (mehr gehen, Rad, Öffis) je nach Zweck, einer Reduktion der nötigen Wege (viele Wege sind ja nicht nötig bzw. sind viele Individualkilometer kombinierbar, sodass keinerlei Einschnitt in der Lebensqualität gegeben wäre) und nur in Ergänzung(!) dazu der Umstieg auf Elektromobilität in Verbindung mit 100% erneuerbarer Energie aus Sonne, Wind, Wasser etc.

  2. deswegen finde ich die Förderungen in Erdgasautos im Grunde als rausgeschmissenes Geld, das man in anderen Bereichen der Mobilität sicher sinnvoller einsetzen könnte

  3. Ich gebe dir bedingt recht. Erdgas ist ebenso ein fossiler Brennstoff, dennoch ist es als Treibstoff viel umweltfreundlicher und derzeit sicher die beste Alternative zu herkömmlichen Treibstoffen.

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