Elio © Elio Motors
Elio © Elio Motors
Elio Motors finanziert sein zukunftsweisendes Fahrzeug erfolgreich per Crowdfunding.

Das Fahrzeug von Elio Motors erinnert an das Ein-Liter-Fahrzeug XL1 von VW: niedrig, extreme Tropfenform, überdachtes Sitzkonzept, schlanke Linie. Während VW für das Erreichen des selbst gesetzten Verbrauchsziels auf ein ausgeklügeltes Hybrid-Konzept baut, setzt Elio auf einen klassischen Verbrenner – mit einem Normverbrauch von 84mpg (2,8l/100km). Kombiniert mit einem Preis von 6.800$ (6.200€ per 4.8.2015) ergibt das ein erstaunliches Paket. VW verlangt für seinen auf 200 Stück begrenzten XL1 111.000€. Die Finanzierung des Elio erfolgte über die Crowdfunding-Plattform StartEngine: innerhalb von 30 Tagen wurde das Ziel von 25 Millionen Dollar erreicht und überschritten.

Vergleichbares

Ein Auto, mit dem man ähnliche Verbrauchswerte erreichen kann, wäre der Audi A2 1,2 TDI. Laut spritmonitor.de gibt es Leute, die das Auto mit 2,66l/100km bewegen. Der beste Toyota Prius schafft es auf 3,2l/100km. Den Audi, schon länger nicht mehr in Produktion, gab es damals für 19.000€, der Toyota Prius fängt bei 28.140€ an. Um das Geld könnte man 4,5 Elios kaufen. Oder bei einem Benzinpreis von 1,10€ 712.337km mit einem Elio fahren. Damit kann man 36 Jahre lang 20.000km fahren, und gäbe gerade mal das gleiche Geld aus, wie für den Einsteiger-Prius. Das Argument, dass beide Autos nicht mit dem Elio vergleichbar sind (Platzangebot, Einsatzzweck), stimmt natürlich. Insofern wäre der Smart ForTwo passend: hier kommt der Beste auf 2,92l/100km, im Schnitt sind es 4,2l/100km, bei einem Preis von 9.990€. Da kann man mit dem Elio schon 123.052km fahren und gibt nicht mehr aus.

Was macht den Elio so besonders?

Paul Elio, der CEO und Ideengeber, hat sich die Ziele nicht umsonst gesetzt: man vertraut auf existierende, erprobte Teile aus der Autozulieferindustrie, einen neu entwickelten 3-Zylinder-Benziner mit 0.9l Hubraum für den Frontantrieb, einer aerodynamisch optimierten Karosserie und der daraus folgenden Sitzanordnung in Reihe, um die Front um 50% zu verschmälern. Dazu wird nach Plan das gesamte Auto in den USA gefertigt, in einer eigens dafür angekauften, geschlossenen GM-Fabrik. Spannend wäre, was das Auto in Europa kosten könnte. 2016 soll die Markteinführung erfolgen, inzwischen hat man über 44.000 Vorbestellungen für das Fahrzeug.

Ein offizielles Video gibt es natürlich.

Und eine ausführliche Vorstellung des Vorserienmodells inklusive Testfahrt.

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