Das ergab eine Studie.

Bis 2050 könnte die gesamte Welt ausschließlich über erneuerbare Energien wie Photovoltaik und Wind mit Strom versorgt werden und das sogar kostengünstig. Das ergab eine Studie, die kürzlich in Bonn auf der Klimakonferenz COP23 vorgestellt wurde, wie pv-magazin.de berichtet. „Globales Energiesystem basierend auf 100% Erneuerbarer Energie – Stromsektor“ heißt die Studie, durchgeführt wurde sie an der Lappeenranta University of Technology (LUT) und der Energy Watch Group (EWG).

Das wichtigste Ergebnis: Ein weltweites Elektrizitätsnetz, das ausschließlich auf der Versorgung durch erneuerbare Energien basiert, soll laut Studie das gesamte Jahr über Versorgungssicherheit schaffen und zudem auch kosteneffizienter sein als das derzeitige Energiesystem, das (weltweit) derzeit vor allem auf fossilen Brennstoffen und Kernkraft basiert. Im Jahr 2050 würden die mittleren globalen Stromkosten bei diesem Modell bei 52 Euro pro Megawattstunde liegen, was die Kosten für die Abregelung, Speicherung und den Netzausbau inkludieren würde, während die mittleren Kosten weltweit im Jahr 2015 bei 70 Euro pro Megawattstunde lagen.

36 Millionen Arbeitsplätze im Bereich der Erneuerbaren

Der Strommix der Zukunft, der dieses Ergebnis ermöglicht, würde zu 69 Prozent aus Photovoltaik bestehen, zu 18 Prozent aus Windkraft, zu acht Prozent aus Wasserkraft und zu zwei Prozent aus Bioenergie. Die Photovoltaik würde die Windenergie, mit der sie bis 2030 noch ungefähr gleich aufliegt, bis 2050 deshalb überholen, weil sie bis dahin deutlich wettbewerbsfähiger würde. Zudem seien Batteriespeicher die Schlüsseltechnologie für Photovoltaik, da sie die Stromschwankungen im Tagesverlauf und von Tag zu Tag ausgleichen können.

Ein weiterer Vorteil der kompletten Energiewende wäre, dass sich die Treibhausgasemissionen auf null reduzieren ließen, heißt es weiter. Auch würde der Stromsektor dann Arbeitsplätze für 36 Millionen Menschen schaffen. Das wären doppelt so viele wie derzeit. „Die Energiewende ist nicht länger eine Frage von technologischer Umsetzbarkeit oder wirtschaftlicher Rentabilität, sondern eine Frage des politischen Willens“ wird Hauptautor Christian Breyer, LUT-Professor für Solarwirtschaft und Vorsitzender des wissenschaftlichen EWG-Beirats, auf pv-magazin.de zitiert.

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Quelle: Artikel auf pv-magazin.de

Foto: pixabay

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