Durch die Klimaerwärmung und die damit verbundenen Temperaturunterschiede könnte die Windkraft in den USA deutlich geschwächt werden.

Die Nutzung von Windenergie gehört zu einem wesentlichen Bestandteil der weltweiten Strategien, um Co2-Emissionen zu reduzieren. Eine Studie sagt nun eine Schwächung der Windkraft durch den Klimawandel voraus.

Strom aus Windkraft gehört zu den bedeutenden Faktoren der erneuerbaren Energien. Weltweit können bereits 4 Prozent des gesamten Strombedarfs aus den bisher installierten Windkraftanlagen gedeckt werden. Allein in Österreich konnten im vergangenen Jahr 46 Prozent aller Haushalte mit der erzeugten Energie von 1.260 Windkraftanlagen umweltfreundlich versorgt werden. 

Windkraft verändert durch Klimaerwärmung

Doch geht es nach den Ergebnissen der Studie von Kristopher Karnauskas von der University of Colorado, die in der Zeitschrift „Nature Geoscience“ veröffentlicht wurde, könnte die Klimaerwärmung die Windstromindustrie in den USA deutlich schwächen. Denn es ist der Temperaturunterschied zwischen Nordpol und Äquator, der für unterschiedliche Luftdrücke und damit für Wind sorgt. In den untersuchten Prognosen wird deutlich, dass durch die Erwärmung der Polregion und dem damit geringer werdenden Temperaturunterschied zum Äquator auch der Wind in bestimmten Regionen der Welt abnehmen könnte. Konkret bedeutet das, dass das Potenzial der Windenergie in den USA laut Karnauskas Prognosen bis Ende des Jahrhunderts um 20 Prozent sinken könnte. In Japan ist der prognostizierte Rückgang des Windpotenzial noch deutlicher.

Keine eindeutigen Ergebnisse für Europa

„Wir haben einige wesentliche Veränderungen in der Windenergie gefunden“, so Kristopher Karnauskas, doch er betont gleichzeitig, dass dies nicht bedeutet, auf Investitionen in der Windenergie zu verzichten. „Es geht viel eher darum, klimatische Veränderungen bei der Planung künftiger Windparks zu berücksichtigen.“ Denn sowohl in Ostaustralien als auch in Ostbrasilien und Westafrika sagen die Prognosen eine starke Zunahme der Windenergie voraus. Für Europa hingegen sind die Prognosen der Studie wenig eindeutig. Denn die verwendeten Modelle liefern gegenteilige Ergebnisse. Dies ist mit ein Grund, weshalb Karnauskas einräumt, dass es definitiv weitere Untersuchungen benötigt: „Die Studie zeigt, welche Orte nun detailliert untersucht werden sollen und bietet damit einen Ausgangspunkt für gezieltere und gloabere Arbeit.“

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Quellen: theguardian.com, nature.com, faz.net, igwindkraft.at, wikipedia.org

Bild: pixabay.com

1 Kommentar

  1. Grundsätzlich bin ich der Meinung für Österreich ist die Annahme nicht zutreffend.
    Gerade die letzten Jahre haben gezeigt dass stabile Wettersituationen immer mehr zur Ausnahme werden und Starkwindereignisse zugenommen haben.
    Der zusätzliche Ausbau der Windkraft in Österreich wäre daher wünschenswert.
    Schade dass die Politik in Oberösterreich, aus welchen Gründen auch immer (!), keine weiteren Windkraftstandorte mehr zulässt.

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