Es wird viel über den Klimaschutz gesprochen, und manche tun sogar etwas! Positivbeispiele aus ganz Österreich

Viele reden über den Klimaschutz, getan wird dann oft wenig. Doch es gibt auch Ausnahmen, wie die folgenden Beispiele aus Österreich zeigen. UnternehmerInnen aus ganz Österreich zeigen auf, was sie für den Umwelt- und Klimaschutz tun (und was sie dafür brauchen).

Nachhaltigkeit in den Betrieb mit aufzunehmen ist heutzutage eine enorme Wachstumschance für Unternehmen. Konsumenten fordern mittlerweile einen Kulturwandel und kaufen lieber von „grünen“ Betrieben.

Vom traditionellen Betrieb zum Klimaschutz

An einer Tankstelle kann nicht viel nachhaltig sein – falsch gedacht! Ein gutes Beispiel ist die kleine Tankstelle im Burgenland von Tanja Stöckl. Sie leitet den Betrieb mit Leidenschaft und konnte schon viele nachhaltige Projekte umsetzen. Sie ist sie mit einer Photovoltaikanlage nahezu energieautark, setzt auf Ad-Blue-Technologie und bietet palmölfreien Diesel an. Auch eine öffentliche Stromtankstelle der Energie Burgenland befindet sich auf ihrem Standort. 

Sind Zukunftstrends auch am Land umsetzbar, sind SDG (Sustainable Development Goals) nur Begriffe für die Eliten oder lässt sich nachhaltig wirtschaften, globale Entwicklungen etc. mitten in der Pampa ganz einfach bodenständig, einfach, definieren?

Obige Fragen stellt sich die junge Unternehmerin und versucht sie für sich zu beantworten. In ihrem Shop setzt sie auf regionale Produkte und Kreislaufwirtschaft, sie putzt mit Essigkonzentrat und auf ihren Blumenwiesen stehen Insektenhotels. Sowohl im Großen als auch im Kleinen ist sie damit ein perfektes Beispiel für nachhaltiges, verantwortungsvolles Wirtschaften.

Fotocredit: Damn Plastic

Es geht auch ohne Plastik

Zwei andere Unternehmerinnen wollen jedem die Chance geben aktiv zum Umweltschutz beizutragen. Sie haben mit dem Unternehmen „Damn Plastic“ das Ziel Plastik einzusparen. Das geschieht über Aufklärung von Konsumenten über den sinnvollen Gebrauch von Plastik und die sinnlose Verwendung von Einwegplastik. In ihren Shops in Wien, Salzburg, Oberösterreich und Online bieten sie umweltfreundliche Alternativen zu Alltagsprodukten. 

Auch das Wiener Unternehmen Sonnengrün setzt auf diese Werte. 

Mit Sonnengrün möchte ich eine Alternative geben und die Möglichkeit bieten, plastikreduzierter den Alltag zu bewältigen.

Der Fokus bei der Auswahl der Produkte für Sonnengrün liegt auf nachhaltiger Verpackung und natürlichen Inhaltsstoffen. Soweit möglich werden ausschließlich plastikfreie Kosmetik- und Haushaltsartikel zum Kauf angeboten.

Fotocredit: Uni-Sapon

Umweltschonende Reinigung und Kosmetika

Auch das Vorarlberger Familienunternehmen Uni Sapon erzeugt seit rund 30 Jahren umweltschonende Reinigungsmittel. Viele Reinigungsmittel schädigen die Umwelt massiv, daher setzt das Unternehmen auf traditionelle Produkte wie zum Beispiel Schmierseife. Diese ist bis heute ungeschlagen in der Kombination aus Reinigungskraft und Umweltverträglichkeit. Doch nicht nur das Produkt selbst ist nachhaltig, auch das Drumherum. Viele Produkte werden in nachfüllbaren Behältnissen angeboten, wodurch jährlich mehrere Tonnen Plastikmüll eingespart werden.

Auch in Kärnten wird Umweltverträglichkeit groß geschrieben! Die Kosmetikmanufaktur „Ja & Anders“ produziert naturreine Pflegeprodukte für Kinder und Erwachsene, um der Zunahme von Allergien und Unverträglichkeiten gegenzuwirken. Die Inhaltsstoffe in Bio-Qualität werden sorgfältig ausgewählt und hauptsächlich in Glasbehälter abgefüllt. Viele feste Produkte kommen auch mit einer reinen Kartonverpackung aus. Ist doch Kunststoff nötig, wird auf Recycling-Kunststoff zurück gegriffen. 

All diese Beispiele zeigen, dass nachhaltiges Wirtschaften möglich ist – in allen Bereichen!

Quelle:
„Unternehmerin“, Ausgabe 03/21, Birgit Marschitz-Popp, „Wir können Klimaschutz