Als Hauptverursacher in Sachen Umweltverschmutzung wird immer wieder der Verkehr genannt – andere zentrale Faktoren dieser Entwicklung werden dabei leicht vergessen. Nicht nur der Verkehr bringt die Umwelt ins Wanken…

Als Hauptverursacher in Sachen Umweltverschmutzung wird immer wieder der Verkehr genannt – andere zentrale Faktoren dieser Entwicklung werden dabei leicht vergessen.

Nicht nur der Verkehr bringt die Umwelt ins Wanken

Verkehrsstatistiken, Abgasanalysen, CO2-Messungen – die Medien stellen gerne den Straßenverkehr in den Mittelpunkt der Klimaverschmutzung. Schädlich und verheerend für das Klima ist er selbstverständlich, jedoch nicht allein verantwortlich. Weltweiter Klimaschutz spannt sich weit über die vierspurige Autobahn hinaus: bis zu den friedlich wiederkäuenden Grasern auf grünen Almen und weiten Prärien.

Fleischessen ist größerer Luxus als Autofahren
1 kg Fleisch entspricht 250km Autofahrt! Dieses Ergebnis hat ein britisches Wissenschaftsmagazin im Juli 2007 präsentiert. Nicht nur reiche Industrieländer konsumieren Unmengen an Fleisch, auch die aufstrebenden Entwicklungsländer reihen sich hier ein. Was hat aber nun Fleisch mit Klimaverschmutzung zu tun? Es stößt doch kein CO2 aus – oder doch? Und genau das ist der Punkt: Verantwortlich für den tierbedingten Treibhauseffekt ist vor allem Methangas, das die Rinder, Schafe und Schweine bei der Verdauung ausstoßen. Und das ist sogar um vieles schädlicher als CO2.

Die Spirale dreht sich weiter
Je mehr der Fleischkonsum steigt, desto mehr steigt der Bedarf an Futtermitteln. Und nicht nur das – Brandrodungen stehen an der Tagesordnung, um neuen Viehweideplatz zu schaffen. Eine Spirale, die sich immer weiter dreht. An deren Ende steht ein beeindruckender Fakt: Die Produktion von Fleisch verursacht mehr Treibhausgas als der gesamte internationale Flugverkehr.

Quelle: „Prima Klima! Von Klaus Zintz, Seite 127-130

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