Die Europäische Umweltagentur (EUA) hat ihren Jahresbericht über Verkehr und Umwelt vorgelegt. Auch wenn die Luftverschmutzung in den letzten 20 Jahren insgesamt zurückgegangen ist, verursacht der Verkehr in Europa immer…

Die Europäische Umweltagentur (EUA) hat ihren Jahresbericht über Verkehr und Umwelt vorgelegt. Auch wenn die Luftverschmutzung in den letzten 20 Jahren insgesamt zurückgegangen ist, verursacht der Verkehr in Europa immer noch schädliche Luftschadstoffkonzentrationen und ist für ein Viertel der Treibhausgasemissionen in der EU verantwortlich.

Autokauf wird billiger, Zugfahren teurer

Der Energieverbrauch im europäischen Verkehrssektor liegt nur 4,3 Prozent unter dem Höchstwert von 2007. Angestiegen sind besonders Güter- und Schiffsverkehr. Trotz Wirtschaftskrise und gestiegenen Kraftstoffpreisen bleibt die private Nutzung von PKWs seit einem Jahrzehnt weitgehend unverändert. Seit Mitte der 90er ist die Anschaffung eines Autos real billiger geworden. Dahingegen werden Zugfahrten immer teurer. Trotz ansteigender Unterhaltskosten beeinflusst dies anscheinend die Entscheidung der Autokäufer.

Die CO2-Emissionen im Verkehrssektor müssen zwischen 2010 und 2050 um 68 Prozent gesenkt werden, um das EU-Ziel zu erreichen. In den letzten zwei Jahren betrug die Senkung jeweils nur etwa 0,4 Prozent.

Gesundheitliche Folgen durch Luftverschmutzung und Lärm

An 44 Prozent der Verkehrsüberwachungsstationen wurden zu hohe Stickstoffdioxidkonzentrationen gemessen. Auch die gesetzlichen Grenzwerte von Feinstaub wurden an 33 Prozent der Stationen überschritten. Diese Schadstoffe können gesundheitliche Beeinträchtigungen zur Folge haben. Auch verkehrsbedingter Lärm kann krank machen. Drei Fünftel aller Bewohner in europäischen Großstädten sind einem schädlichen Verkehrslärmpegeln ausgesetzt. Hoffnung wird in technische Innovationen und besonders in die Elektromobilität gesetzt.

Quelle: Europäische Umweltagentur: Weiterhin Gesundheitsschäden durch verkehrsbedingte Umweltverschmutzung in vielen Teilen Europas. 27.11.2012.

Bildnachweis: © Jens Märker / Pixelio.de

6 Kommentare

  1. Äpfel werden mit Birnen verglichen, Autoanschaffungskosten mit Zugfahrten. Sosehr der Forderung, den schienengebundenen öffentlichen Verkehr aus ökologischen Gründen zu forcieren, zugestimmt werden muss, darf doch die reale Belastung des privaten Autofahrers durch Treibstoffkosten, Autobahn- und Citymautsysteme nicht neglegiert werden. Also bitte: bei der Kosten-Nutzenrechnung wirklich alle Kostenfaktoren berücksichtigen!!!
    (Ich will mir ja nicht gleich einen ganzen Eisenbahnzug kaufen….)

  2. Und was ist mit dem wildwuchernden Flugverkehr? Der wird in KEINEM Artikel erwähnt! Immer nur die Autos, LKW und Bahn. Der Flugverkehr dürfte in ganz Europa ein Tabuthema sein! Und genau der sorgt für Luftverschmutzung, und Lärm dass einem graust, wird aber totgeschwiegen und bestritten!

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