Livall BikeHelmet © Livall
Livall BikeHelmet © Livall
Livall integriert Helm und Smartphone zu intelligentem Sicherheits- und Unterhaltungssystem.

Zu Fahrradhelmen gibt es geteilte Meinungen: während sie AnfängerInnen und Kindern generell empfohlen werden, fahren andere bewusst ohne. Gestützt werden beide Seiten von Studien, die alle ihre Probleme in der Untersuchungsmethodik haben. In Deutschland gab es letztes Jahr eine breite Diskussion für und wider einer Helmpflicht für FahrradfahrerInnen. In Österreich gibt es diese für Unter–12-Jährige. Ist man alt genug, ist hier das Tragen eines Helmes freiwillig. Als erwiesen gilt, dass gute Fahrradanlagen die Fahrsicherheit stärker fördern als jeder Helm.

Der Schutzfaktor des Helms sollte Argument genug sein, ihn zu tragen. “Die Knautschzone des Fahrradfahrers ist sein Frontalhirn.”, zitiert die TAZ einen Unfallchirurgen. Falls Schutz als Argument nicht ausreicht, bietet Livall das Gegenargument: einen smarten Helm mit integrierter LED-Beleuchtung, Bluetooth-Konnektivität für das Smartphone (als Freisprecheinrichtung oder zum Musikhören), sowie einem 3-Achsen-Gyroskop, das bei untypischen Bewegungsmustern (aka. einem Sturz) sofort ein Hilfesignal absetzen kann und eine vorausgewählte Notfallnummer verständigt.

Um den Helm perfekt bedienen zu können, gibt es allerhand Zubehör: die Tasten für den Griff, um mit der Hand am Lenker Gespräche anzunehmen oder das nächste Lied zu spielen, eine Smartphone-Halterung sowie einen Sensor für Trittfrequenz und Geschwindigkeit. Für Rennfahrer oder Trainingsgruppen ist eine Walkie-Talkie-Funktion eingebaut, die auch vom Griff aus aktiviert werden kann. Das integrierte Rücklicht kann genutzt werden, um Richtungsanweisungen zu geben.

Die App bietet neben der Steuerung des Helmes alle Annehmlichkeiten zur Aufbereitung der Daten, die während der Fahrt gesammelt werden. Geschwindigkeit, Zeit, Höhe, Routen, verbrauchte Kalorien: alles da. Während der Fahrt geschossene Bilder werden mit allen Auswertungen in einem Fahrtenbuch zusammengefasst und in der Cloud abgelegt. Das Fahrtenbuch ist jederzeit verfügbar und kann einfach auf den gängigen Social Media Plattformen geteilt werden.

Dass die Idee ankommt, sieht man an der erfolgreichen Indiegogo-Kampagne. Das Finanzierungsziel wurde um 1164% übertroffen. Inzwischen gibt es auf Kickstarter eine zweite Kampagne für ein zweites Modell. Diese läuft noch 29 Tage (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels) – wer möchte, kann hier noch einsteigen.

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