Haifischfleisch ist oft über die Grenzwerte mit dem Nervengift Methylquecksilber belastet. Das Umweltbundesamt in Wien untersuchte für die Umweltschutzinitiative Sharkproject Haifischsteaks und Schillerlocken. In jeder zweiten Probe fanden die Forscher…

Haifischfleisch ist oft über die Grenzwerte mit dem Nervengift Methylquecksilber belastet.

Das Umweltbundesamt in Wien untersuchte für die Umweltschutzinitiative Sharkproject Haifischsteaks und Schillerlocken. In jeder zweiten Probe fanden die Forscher dabei erhebliche Mengen Methylquecksilber. Jede fünfte Probe überschritt sogar die EU-Grenzwerte.

In Gewässern wird das Schwermetall Quecksilber von Bakterien zu Methylquecksilber umgewandelt. Es reichert sich im Fettgewebe der Fische an, daher sind Raubfische am Ende der Nahrungskette besonders hoch belastet, unter anderem Haie, Schwertfische und große Thunfische. Methylquecksilber ist dabei die giftigste Form von Quecksilber. Da Ungeborene und Säuglinge besonders empfindlich sind, sollten Schwangere und Stillende auf den Verzehr dieser Fische verzichten.

Methylquecksilber gefährdet die Gesundheit

Wenn man Methylquecksilber aufgenommen hat, passiert es die Blut-Hirn-Schranke. Auch die Plazenta stellt kein Hindernis für das Nervengift dar und der Fötus ist nicht davor geschützt. Entwicklungsstörungen des Gehirns, des Nervensystems oder der Nieren können die Folge sein. Schätzungen der nationalen Wissenschaftsakademie der USA gehen davon aus, dass im Jahr 60.000 Kinder mit neurologischen Schäden verursacht durch Methylquecksilber geboren werden.

Auch beim Erwachsenen können durch Methylquecksilber Mutationen, Krebs und irreversible Nervenschädigungen entstehen. Forschungen haben einen Zusammenhang zur Zeugungsunfähigkeit bei Männern zeigen können. Verbraucherschützer fordern eine Herabstufung der gesetzlichen Grenzwerte.

Giftstoffe sind jedoch nicht der einzige Grund, warum man auf Haifischfleisch verzichten sollte. Jährlich werden etwa 100 Millionen Haie getötet. Sie sind vom Aussterben bedroht. Sharcproject leistet Aufklärungsarbeit und setzt sich für den Erhalt der Raubfische und des Ökosystems Meer ein.

Weitere Informationen gibt es hier: www.sharkproject.org

Quellen:

http://www.umweltbundesamt.at/aktuell/presse/lastnews/news2013/news_130211/

http://quecksilber.files.wordpress.com/2008/11/2008-1-hg_s02-haie.pdf

 

Bildnachweis: ©  Ich und Du / Pixelio.de

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