San Quirico [Finally] © Fabrizio Sciami / Flickr
San Quirico [Finally] © Fabrizio Sciami / Flickr
Die Yale University misst, wie sich die Situation der Umwelt entwickelt.

Der Environmental Performance Index erhebt den Status der Umwelt in 180 Ländern auf der Basis zwei großer Themenblöcke: Den Schutz der Gesundheit von Menschen und dem Schutz von Ökosystemen. Insgesamt werden 20 Indikatoren gemessen, einerseits im Hinblick auf international vereinbarte Umweltziele oder andererseits im direkten Ländervergleich.

Die gesamte Studie kann gratis (auch als PDF) bezogen werden.

Rangliste

Rang Land Ergebnis Veränderung über 10 Jahre
1 Finnland 90.68 3.19%
2 Island 90.51 6.91%
3 Schweden 90.43 5.58%
4 Dänemark 89.22 4.98%
5 Slowenien 88.98 12.15%
6 Spanien 88.91 10.01%
7 Portugal 88.63 10.88%
8 Estland 88.59 5.91%
9 Malta 88.48 11.62%
10 Frankreich 88.20 8.70%
11 Neu Seeland 88.00 22.07%
12 Großbritannien 87.38 7.02%
13 Australien 87.22 21.75%
14 Singapur 87.04 –0.43%
15 Kroatien 86.98 22.37%
16 Schweiz 86.93 4.71%
17 Norwegen 86.90 5.73%
18 Österreich 86.64 10.44%
19 Irland 86.60 3.48%
20 Luxemburg 86.58 5.15%

Ergebnisse

Sieht man sich die Rangliste an, ist überwiegend altbekanntes zu sehen: die Top 10 werden ausschließlich von europäischen Ländern eingenommen, das erste asiatische Land ist Singapur: ein hochentwickelter Kleinstaat. Am anderen Ende der Skala finden sich Länder Afrikas und der Zentralasiens, die seit langem über keine geregelte Staatsmacht verfügen.

Die meisten Länder können Steigerungen in ihrem EPI-Ergebnis verzeichnen – das gilt für jedes Ende der Skala. Die Steigerungen fallen geringer aus für Staaten, die ohnehin schon gute Werte hatten: hier zeigt sich wieder, dass der Aufwand immer weiter steigt, ein hohes Niveau noch weiter zu heben.

9 Punkte sind besonders hervorzuheben:

  1. Global sterben mehr Menschen an schlechter Luft als durch verschmutztes Wasser.
  2. Mehr als 3,5 Milliarden Menschen leben in Gegenden mit erheblicher Luftverschmutzung. Das ist mehr als die Hälfte der Menschheit.
  3. Die Anzahl der Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Wasser haben, konnte seit dem Jahr 2000 etwa halbiert werden: von 960 Millionen auf 550 Millionen Menschen heute. Das sind etwa 8% der Weltbevölkerung. 2,4 Milliarden Menschen haben keinen Anschluss an ein Abwassersystem.
  4. 34 Prozent der globalen Fischbestände sind überfischt oder zusammengebrochen.
  5. 15,4 Prozent der Lebensräume an Land und 8,4 Prozent der Lebensräume im Meer sind geschützt.
  6. 2,52 Millionen Quadratkilometer Wald wurden 2014 gerodet. Das entspricht der doppelten Fläche von Peru.
  7. 23 Prozent aller Länder haben keine ausgebauten Abwassersysteme mit Kläranlagen.
  8. Nur 20 Prozent aller Länder erreichen die Ziele für die effiziente Nutzung von Stickstoffdünger.
  9. Ein Drittel aller Länder, die für den Bereich Klima und Energie ausgewertet wurden, senken aktiv ihren CO2-Ausstoß.

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