Für viele Menschen bedeutet der Frühling nicht nur besseres Wetter und bunte Blumen, sondern wegen Heuschnupfens leider auch schlechteres Wohlbefinden und rote Augen. Die Pollenarten, die in Europa für die…

Für viele Menschen bedeutet der Frühling nicht nur besseres Wetter und bunte Blumen, sondern wegen Heuschnupfens leider auch schlechteres Wohlbefinden und rote Augen. Die Pollenarten, die in Europa für die meisten Schnupfnasen sorgen, sind Birke, Gräser und Olive. Ihr allergisches Potenzial wurde nun in der sogenannten Hialine-Studie (Health Impacts of Airborne Allergen Information Network) der TU München unter die Lupe genommen.

Nicht Pollen, sondern Allergene müssen gemessen werden

In elf europäischen Ländern wurden die allergieauslösenden Eiweißverbindungen der drei Pollenarten untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass die Mengen dieser Stoffe je nach Zeit und Region variieren. Bisher galt ein Pollenflugkalender als Orientierungshilfe für Allergiker. Jedoch sagt die Pollenkonzentration laut der Ergebnisse nicht viel über die Aggressivität der Pollen aus. So konzentrierten sich die Forscher besonders auf die wichtigsten Allergene der Pollen.

Es liegt zwar eine Übereinstimmung zwischen Pollenzahl und Menge an Allergenen vor, jedoch kann deren allergenes Potenzial an einzelnen Tagen um den Faktor 10 variieren, was zum Beispiel mit dem Reifungsgrad der Pollen zu tun hat. Auch gibt es deutliche Unterschiede je nach Region. So sind Gräserpollen in Frankreich um das 7fache aggressiver als in Portugal.

Bisheriger Pollenflugkalender ist zu ungenau

Der Einfluss des Wetters ist bei der Pollenbelastung nicht zu unterschätzen. Meteorologische Berechnungen zeigten beispielsweise, dass an einem Tag die Oliven-Pollenbelastung in Portugal sehr hoch war, obwohl kaum portugiesische Pollen unterwegs waren. Es waren Pollen aus Spanien, die die Probleme bereiteten.

Eine Kombination aus Allergenmessung, Pollenflug und Wetterlage wäre für Allergiker nützlicher als der bisherige Pollenflugkalender. Auch kommen die Wissenschaftler zum Schluss, dass eine Behandlung der Allergie gezielt mit den allergenen Proteinen effektiver sein könnte als mit dem bisherigen Pollen-Extrakt.

Siehe auch: Technische Universität München: Große Unterschiede bei Pollen-Aggressivität, Pressemedlung vom 05.11.2012.

 

Bildnachweis: © Tobias Kunze/ Pixelio.de

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