Schnecken sind ein Gärtnerschreck. Wenn sie auftauchen, ist guter Rat teuer, denn nicht jeder hat Enten daheim, die den Plagegeistern den Garaus machen. Was also tun, wenn die Schnecken kommen?

Die Schnecke. Der natürliche Feind des Gartens.

Wenn Sie Schnecken im Garten haben – und wer hat das nicht irgendwann? – sorgen Sie für gute Schneckenverstecke. Das klingt erst einmal unlogisch, hat aber einen Sinn. Umgedrehte Blumentöpfe sind ideal, da sie Schatten und Feuchtigkeit spenden. Hier halten sich die Schnecken versteckt, und das heißt, hier finden Sie sie auch, um sie bequem abzusammeln und den Enten im Stadtpark zu spendieren.

Doch wir wollen die Schnecken nicht nur einsammeln, wir wollen sie aktiv bekämpfen. Dafür gibt es einige Mittel, manche besser, manche schlechter, manche ganz schlecht.

Mittel Nummer 1, von dem wir dringend abraten wollen, ist Gift. Egal, welche freundlichen Umschreibungen auf der Schachtel stehen mögen, im eigenen Gemüsegarten sollte man auf die chemische Keule tunlichst verzichten. Das sehr wirksame „Schneckenkorn“ enthält ein Nervengift, das auch für Vögel, Säugetiere und Menschen schädlich ist. Weniger wirksame Gifte sind nicht nur weniger wirksam, sondern trotzdem auch schädlich.

Mittel Nummer 2: Von der oft empfohlenen „Bierfalle“ ist ebenfalls abzuraten. Sie funktioniert zwar ganz ausgezeichnet und tötet Reihe um Reihe der Schneckeninvasion, ihr verlockender Geruch lockt aber Nachschub ohne Ende aus der näheren und mittleren Umgebung an. Unterm Strich hat man ohne Bierfalle weniger Probleme mit Schnecken als mit.

Mittel Nummer 3 ist besser: Hindernisse, an denen die Schnecken nicht vorbeikommen. Schneckenzäune haben ihre Tücken – elektrisch geladen oder scharfkantig, sie funktionieren, aber sie können bei der Schneckenabwehr auch andere Tiere verletzen. Die bessere Wahl sind Salathauben, die Salat, Dahlien und Petersilie verlässlich schützen, vorausgesetzt, sie werden richtig und dicht aufgesetzt.
Salzbarrieren halten die Angreifer von ihrem Ziel ab – aber natürlich nur solange das Salz auch wirklich im Weg liegt.
Welke Blätter – abgerissener Löwenzahn oder alte Kamillenblätter – schützen indirekt. Schnecken essen nämlich lieber Angewelktes als Frisches und lassen den Salat in Ruhe, solange sie schmackhaftere Nahrung finden.

Mittel Nummer 4 sind natürliche Feinde. Dabei gibt es sogar Schnecken, die dem Menschen zu Diensten sind. Weinbergschnecken – ganz allgemein im Vergleich zu Nacktschnecken die sympathischeren Gartenbewohner – fressen nicht nur deutlich weniger Blätter und Gemüse, sondern auch die Eier der Nacktschnecken. Das eine oder andere Salatblatt der Weinbergschnecke zu opfern ist ein geringer Preis für Schutz vor den gefräßigen Nacktschnecken. Auch der Grabkäfer, der sich mit Schnecken die Vorliebe für dunkle und feuchte Verstecke teilt, lässt sich Nacktschneckeneier gern schmecken.

Noch ein Tipp: Tote Schnecken sollten auf keinen Fall im Garten liegen bleiben. Sie schrecken nicht ab, sondern machen Lust, denn Nacktschnecken essen auch das Fleisch ihrer gefallenen Artgenossen.

Die Ente

Aber zurück zur Ente: Wie das Video deutlich zeigt, zahlt sich sogar eine Anschaffung aus.

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