Wer hat dieses Jahr die Nase vorne? Der Preis wurde Ende August in Zürich vergeben von der SolarSuperState Association in den Kategorien Photovoltaik und Windenergie.

Spricht man über den Erfolg des Sektors Erneuerbare Energien wird zumeist davon gesprochen, wie hoch die gesamte installierte Leistung eines Landes ist. Das führt dazu, dass Länder wie China, Deutschland oder die USA in solchen Rankings ob ihrer Größe immer die ersten Plätze belegen und kann verhindern, dass der Erfolg der Kleinen bei der Umsetzung ihrer jeweiligen Strategien untergeht.

Die SolarSuperState Association begründet ihr Ranking daher auf der kumulierten installierten Leistung pro Einwohner in Watt. Dadurch bekommt das Ranking einen gänzlich anderen Charakter als die anderen.

In der Kategorie Wind hat gewonnen:
1. Dänemark, 730 Watt pro Einwohner
2. Spanien, 490 Watt pro Einwohner
3. Portugal, 430 Watt pro Einwohner

In der Kategorie Photovoltaik hat gewonnen:
1. Deutschland, 403 Watt pro Einwohner
2. Liechtenstein, 285 Watt pro Einwohner
3. Italien, 274 Watt pro Einwohner

Die erstplatzierten Länder haben per Gesetz eine Einspeisevergütung beschlossen, Deutschland und Dänemark schon Anfang der 90er Jahre. Der Erfolg im Zubau gibt ihnen Recht, obwohl gerade in Deutschland im Zuge des Wahlkampfes der ungebremste Ausbau und die damit einhergehenden steigenden Energiekosten immer stärker unter Druck gerät.

Wind

Wind Power © Martin Skopal

Schweden hat durch einen erstaunlichen Aufschwung nun den vierten Platz erreicht, kann die 400 Watt-Marke wie Deutschland und Irland dieses Jahr aber noch nicht überschreiten. Estland ist als Siebenter ebenfalls aufgestiegen und kann die USA auf den achten Platz verweisen. Österreich liegt mit 163 Watt pro Einwohner auf Platz 11. 2012 verlor Österreich einige Plätze durch langsameren Ausbau, konnte 2013 aber wieder ein paar gutmachen. Das beschlossene Ökostromgesetz scheint seine Wirkung nicht ganz zu verfehlen.

Solar

Photovoltaics © Martin Skopal

Deutschland konnte in den letzten beiden Jahren knapp unter 100 Watt pro Einwohner an neuer Leistung neu installieren. Damit konnte nur Liechtenstein mithalten. Das Land hat erst 2008 ein Gesetz zur Regelung einer Einspeisevergütung beschlossen. Italien, nach es im Jahr 2011 155 Watt pro Einwohner neu installiert hat, entschleunigte den Zubau auf 61 Watt im Jahr 2012. Etwas weiter unten in der Reihe konnte sich Bulgarien hervortun, die 10 Plätze gutmachten, von 18 auf 8, und Dänemark, die vom 34 Rang auf Rang 14 vordrangen. Österreich liegt bei moderaten Steigerungsraten mit einer Leistung von 43 Watt pro Einwohner auf Platz 19.

1 Kommentar

  1. Wien ist da bei PV mit ganze 10 Watt pro Wiener, das absolute Schlusslicht, weil die wiener Politik unterdrückt die Errichtiung von PV-Anlagen und das rotgefärbte wiener Baugesetzt besteht auf der Erhaltung alter Kamine, sodass damit die Sonneneinstrahung auf Solarflächen stark gestört ist. Weiters bleiben die alten Abgasschlote erhalten und verpesten die Atemluft in der Heizperiode.

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