Es sind nicht mal mehr zwei Wochen bis zum Anstoß zur Frauenfußball-WM 2011 in Deutschland. Großereignisse dieser Art werfen ihre Schatten voraus und lassen leider viel Müll zurück. Es ist…

Es sind nicht mal mehr zwei Wochen bis zum Anstoß zur Frauenfußball-WM 2011 in Deutschland. Großereignisse dieser Art werfen ihre Schatten voraus und lassen leider viel Müll zurück. Es ist schön und wichtig, wenn Menschen aus aller Herren Ländern zusammen kommen und miteinander feiern. Leider bläst das Reisen eine Menge CO2 in die Luft. In Zeiten von Klimawandel und Ressourcenknappheit sollte man solche Sportveranstaltungen auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit betrachten. Oder wird, wie Fußballtrainer Bruno Labbadia so schön sagte, “von den Medien nur alles hochsterilisiert”, oder ist tatsächlich mit Stefan Wessels Worten, Torwart beim 1. FC Köln, “nicht immer alles wahr, was stimmt?”

Green Goal 2011 – Fußball und Nachhaltigkeit

Die Fußball-WM unter Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit zu betrachten hat sich der Deutsche Fußballbund (DFB) vorgenommen. Angefangen hat es mit “Green Goal 2006”, dem Nachhaltigkeitsprogramm der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland. Dieses soll nun mit “Green Goal 2011” bei der Frauen-WM weiter fortgesetzt werden. Das Konzept hat das Organisationskomitee gemeinsam mit dem Öko-Institut und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausgearbeitet.

Der Deutsche Fußballbund (DFB) hat beschlossen, sich generell mehr für den Bereich Nachhaltigkeit zu engagieren und möchte in den kommenden zwei Jahren zwei Millionen Euro in sozial-ökologische Projekte investieren, in Umweltschutz, Bildung und Integration. 2013 soll der erste Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt werden. So zeigt der Fußballbund Idealismus und rückt ab von Andreas Brehmes berühmten Satz: “Das Unmögliche möglich zu machen wird ein Ding der Unmöglichkeit.”

Umweltschutz durch CO2-Kompensation und Umweltmanagementsystem

Durch Green Goal 2006 wurden etwa 100.000 Tonnen CO2 durch Investitionen in Klimaschutzprojekte kompensiert. Dabei wurden allerdings nur die Emissionen berechnet, die durch Reisen der WM-Gäste innerhalb von Deutschland entstanden sind. 2011 sollen auch Emissionen kompensiert werden, die durch An- und Abreise vom und ins Ausland entstehen. Man schätzt, dass es sich hierbei um insgesamt 40.000 Tonnen handeln wird. Diese sollen durch Klimaschutzprojekte in Afrika kompensiert werden. Die Kompensationsprojekte sind dabei nach dem Gold Standard zertifiziert.

Ziel von Green Goal 2011 ist es, dass bei der Frauenfußball-WM vom 26. Juni bis zum 17. Juli und  darüber hinaus bei weiteren Sportgroßveranstaltungen  Klima und Umwelt möglichst wenig belastet werden. In den deutschen WM-Arenen wurde daher schon das Umweltmanagementsystem “Ökoprofit” eingeführt. Dabei wird in den Bereichen Wasser, Abfall, Catering, Energie und Mobilität besonders auf Nachhaltigkeit geachtet.

Fußballstadien beziehen Ökostrom

Zum Nachhaltigkeitsprogramm gehört unter anderem, dass die WM-Arenen energetisch saniert wurden. Zudem werden sie mit den Verwaltungsgebäuden zusammen mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben. Die Eintrittskarten beinhalten jeweils für den Spieltag ein Ticket des öffentlichen Nahverkehrs, um die Besucher vom Auto in Bus und Bahn umsteigen zu lassen. Nicht zuletzt gibt es Schulungen der Mitarbeiter zu Themen wie Mülltrennung und Energiesparen – Alles in Allem also passend zum Fußball eine runde Sache.

So habe ich für die Zukunft der Nachhaltigkeit im Fußball wie der ehemalige Fußballspieler Andreas Möller “vom Feeling her ein gutes Gefühl.” Doch was den Klimaschutz angeht, kann ich nur den dänischen Fußballspieler Jonas Kamper zitieren: “We have to fight weiter”, oder wie es Lothar Matthäus einst so schön sagte: “Wir dürfen jetzt den Sand nicht in den Kopf stecken!”

Quellen:

Nachhaltigkeitsrat: Fußball Weltmeisterschaft der Frauen soll Klima schonen

Deutsche Bundesstiftung Umweltkonzepts: “Traum-Flanke für den Umweltschutz”: Frauen-Fußball-WM 2011 wird klimafair”

http://www.fussballerzitate.de/

Bildnachweis: © Rainer Sturm / Pixelio.de

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