Seit Beginn der Industrialisierung sind die Menschen in den betroffenen Ländern von einem „Heimweh“ geplagt, das sie als solches nicht benennen, oder erkennen mögen. Sie sehnen sich nach einem Gefühl…

Seit Beginn der Industrialisierung sind die Menschen in den betroffenen Ländern von einem „Heimweh“ geplagt, das sie als solches nicht benennen, oder erkennen mögen. Sie sehnen sich nach einem Gefühl zurück, dass sie über viele Millionen Jahre einfach und ganz selbstverständlich hatten. Dieses Gefühl ist das einer „Harmonie“ mit – oder in – der Mitwelt, der Umgebung. Da wir Menschen nun einmal aus dem gleichen Grundbestandteil zusammengesetzt sind, wie jedes Teilchen dieses Universums, gelten auch für uns diese Grundregeln. Das Grundziel dieses Universums ist, der letztendliche Ausgleich der Energiegefälle, bis ein harmonischer Zustand des Gleichgewichts erreicht ist. Spätestens seit diesen letzten 150 Jahren arbeitet ein Organismus „Mensch“, nämlich derjenige in den bisher schon industrialisierten Ländern aktiv dagegen, er erhöht das „Energiegefälle“, also eine Ungleicheit seither extrem.

Menschen machen sich zu Sklaven eines perversen Systems

Jeder „Fachmann“, egal, ob Naturwissenschaftler, Ökonom oder aus sonst einem „wissenschaftlichen Fachgebiet“, der das aktuell weltbeherrschende Wirtschaftssystem – und das damit verbundene Gesellschaftssystem – unvoreingenommen und von außen – betrachtet, kommt zu dem Schluss, dass dieses System nicht funktionieren kann. Trotzdem versuchen besonders die „Fachleute“ in Europa und den USA dieses aufrecht zu erhalten, mit allen Mitteln. Zum einen wird zwanghaft ein „Wachstum“ der Volkswirtschaften erzeugt, welches allerdings nur möglich ist, durch eine permanente Erhöhung der „Sklaverei“ – 30 Millionen Sklaven in 2014, gegenüber 11 Millionen in der „Hochzeit des Sklavenhandels“ (http://www.brandeins.de/archiv/2014/geld/die-welt-in-zahlen.html) – und eine immer weiter zunehmende Zerstörung der Lebensgrundlagen möglich ist. Zum anderen müssen immer neue „wissenschaftliche Wege“ in den neuesten Disziplinen der „sprechenden Medizin“, also der Psychologie und der „Wissenschaft zur Organisation der (Ausbeutungs-) Gesellschaften“, also der Soziologie gefunden werden, um die Menschen von ihrem „Heimweh nach der Harmonie im Paradies“ zu heilen. Heilung ist allerdings hierbei nicht möglich, lediglich eine Linderung oder „Verdrängung“ der „Krankheitsursachen“.

Die „industrialisierten Menschen“ sind kein lebender Organismus mehr, sondern ein Teil einer Maschinerie – wie sie zum Beispiel Charly Chaplin in dem Film „Modern Times“ beschrieb – geworden und müssen von den genannten Mechanikern gewartet und repariert werden. Wie schlimm sich dieser Umstand auf das seelische Befinden der Menschen auswirkt, zeigt der globale „Happy Planet – Index“: Je stärker das „kapitalistische System“ in einer Region wütet, desto unglücklicher sind die Menschen. Am Glücklichsten scheinen sie in den „Armutsländern“ der Karibik oder im Himalaya (z.B. Buthan).

Die Ikonen der „Demokratie“ sind „Opium für das Volk“

Der grobe Unfug – laut Prof. Harry Frankfurt „Bullshit“ – der so genannten westlichen Demokratien ist ihre „moralische Keule“, mit der sie die Welt überziehen, mit ihrer skrupellosen Zerstörungswut im Gepäck. Sie propagieren Ideale, wie „Freiheit“ oder „Glück“, jedoch in ihrem Verständnis und meinen dann die Tyrannei ihrer Konsumgesellschaften, die gerade die propagierten Idealziele unmöglich macht. Die Philosophin Renata Salecl beschreibt diese Tyrannei des Konsumzwangs, der allenfalls kurze Hormonschübe als „Glücksgefühl“ ermöglicht, die eigentlich angestrebte „Lebenszufriedenheit“, also das grundlegende Harmoniegefühl, mit der Umgebung im Einklang zu sein aber nicht zulässt.

Heilsprediger, wie der Deutsche Bundespräsident Gauck, der Scientology-Erfinder Hubbard oder andere „Seelenfänger“ versprechen der Welt ihre Ideale, wie Glück und Freiheit, wenn diese nur ihre Seelen – und natürlich ihre Arbeitskraft – ihnen, beziehungsweise dem westlichen Wirtschaftssystem verkaufen. Bei den G7, G8 oder G20-Treffen sitzen die Paten der „ehrenwerten Gesellschaften“ zusammen und beraten, wie sie ihr System der Ausbeutung noch effizienter gestalten können. Mit ihren Heilsversprechen für das „Volk“ vernebeln sie die grausame Wahrheit, die Jean Ziegler seit Jahrzehnten schon als „Kannibalismus“ entlarvte. Dieses System tötet alle 6 Sekunden ein unschuldiges Kind – und Millionen weitere „Arten“ von Lebewesen.

Fast eine Milliarde Menschen wehren sich gegen die Mafiastrukturen

Der Widerstand gegen die absolutistische Herrschaft des „Westens“ ist vielfältig. Er reicht von einfachem Konsumverzicht – dem Entzug von Umsatz = Geld – über heimlich entstehende „Parallelgesellschaften“ mit einer solidarischen Gemeinschaftswirtschaft bis hin zu den manchmal leider blutigen Aufständen und „Freiheitskriegen“, wie jetzt aktuell in der Ukraine. Entscheidend ist – und allen diesen Befreiungsversuchen gemeinsam – , dass die Menschen ein, manchmal auch ein diffuses Gefühl der Ungerechtigkeit, des – seelischen – Mangels spüren und dieses so stark wird, dass sie handeln.

Die unsinnige Drohung, dass jede Abwendung von der westlichen Irrlehre ein Weg zurück in die Steinzeit sei, erweist sich schon nach kurzer Zeit „Unabhängigkeit“ als besagter „Bullshit“. Genau das Gegenteil ist der Fall, weil die Menschen im gemeinsamen Handeln – und dann auch gemeinsamen Wirtschaften und Leben – jenes Glücksgefühl wieder entdecken, das sie so schmerzlich vermissten. Sie können wieder ein harmonisches Gleichgewicht in und mit ihrer Umgebung, in einer Gemeinschaft – Gleichgesinnter – erreichen. Alle Ideale der „modernen Zivilgesellschaft“ erweisen sich als Werbeslogans des Konsumzwangs ohne jede echte Substanz. „Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit“ hatte Karl Marx absolut zutreffend erkannt und „Glück ist an der eigenen Hilflosigkeit nicht zu verzweifeln“, weil man in einer Gemeinschaft von Menschen und Umgebung (Mitwelt) nicht verloren ist.

http://www.heldenmarkt.de/

http://leipzig.degrowth.org/de/

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