Dinge, die eigentlich im Müll landen würden, wiederverwerten und einer neuen Bestimmung zuführen: Damit beschäftigt sich der REdesign+ Award.

Recycling, sowie Nachhaltigkeit sind zwei Themen, die im alltäglichen Sprachgebrauch mittlerweile ihren Platz gefunden haben. Überall hört man diese beiden Wörter, da liegt es nahe, dass sich ein Ideenwettbewerb ebenso dem Thema widmet. Dieser Bewerb ist mit dem REdesign+ Award verknüpft, Partnerländer sind Ungarn und Österreich, die innovative Idee dahinter ist, dass Beschäftigungmöglichkeiten für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen durch Herstellung von neuen Produkten aus alten Gegenständen, welche im Müll gelandet sind, geschaffen werden.

ReUse Design ist hier das Stichwort und damit die Rückverwandlung von Abfallstoffen in Ursprungsstoffe und die anschließende Adaptierung des Abfallproduktes für einen neuen Verwendungszweck. Der Gewiner des REdesign+ Awards ist ein sozialwirtschaftlicher Betrieb, der das eingereichte Produkt auch tatsächlich umsetzen kann.

Diesen Preis abholen konnte sich 2013 das eingereichte Projekt „Altstoff Buch als Werkstoff“. Nicht mehr gebrauchte Bücher, die in großer Menge im Müll gelandet wären, werden hier einer neuen Bestimmung zugeführt. Als Türverkleidung, Schalldämmung, Verbundwerkstoff oder auch Bodenbelag werden sie nun eingesetzt. Die Firma „Arge Kunst vom Rand“ von Josef Pfeiffer, welche das Projekt einreichte, beschäftigt außerdem Menschen, welche es eben am Arbeitsmarkt nicht leicht haben. Ganz wie von der Ausschreibung vorgesehen.

Des Weiteren war mit dabei: Ein Abluftkraftwerk aus ausrangierten PC-Lüftern. Einzeln oder auch zusammengeschaltet sollen sie Abluft in Energie verwandeln. Die Einsatzgebiete dieser Fertigung sind sowohl in der Beleuchtung, als auch bei Werbeschildern.

Dem Trend Urban Gardening widmet sich eine Pflanzentasche, welche das Anpflanzen von Gemüse und Pflanzen am Dach ermöglicht. Einfach aufhängen, schon haben die Pflanzen ein neues Zuhause, auch wenn es am Boden des Dachs keine Möglichkeit für Begrünung gibt.

Und eine Lampe, mit dem klingenden Namen Plasticky, greift das Problem Plastiksackerl auf. Der Lampenschirm besteht aus eben solchen Plastiktaschen aus dem Supermarkt, die einfach mit dem Bügeleisen zusammengeschmolzen und geformt werden. Jedes Sackerl verhält sich dabei beim Formen anders. Oben werden sie dann an einem Metallring befestigt, welcher aus einem alten Lampenschirm wiederverwertet wird. So braucht man auch hier keine zugekauften, neuen, Materialien und schont damit die Umwelt.

Mit all diesen Projekten sollen Konsumenten vor allem für Ressourcenschonung sensibilisiert werden und ebenso lernen, was man noch alles aus Müll machen kann.

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