Was machst du aus einem verunfallten Tesla Model S und zwei alten VW Bussen? Ganz einfach: Einen Stretch-Campingbus mit Elektroantrieb.

Otmar Ebenhoech, erfahrener Techniker und Firmeneigentümer von Café Electric, hat zwei jahrzehntelange Vorlieben: die für Elektroautus und die für seinen VW Camper – ein Westfalia T3, den er 1998 selbst verlängert hat, weil ihm der Platz zu klein wurde. Der Motor wurde schon auf Biodiesel umgerüstet, sein Traum blieb aber die Elektrifizierung des Fahrzeugs.

Das Hauptproblem bisher: der Designer und Bastler bewegt sich zwar auf 95% seiner Wege elektrisch, aber nur auf 20% der gefahrenen Strecke. Für die Überlandfahrten war es bis zum Supercharger-Netzwerk von Tesla seiner Meinung nach nicht möglich, sinnvoll elektrisch zu reisen.

Die Überlegung: die Supercharger sind nur mit dem Model S kompatibel. Um den Preis noch akzeptabel zu halten, kauft man sich für den Strechla ein verunfalltes Fahrzeug auf eBay, bei dem die Technik weitestgehend in Ordnung ist, entfernt die Karosserie und setzt jene des VWs darauf. Die Kosten blieben immer noch beträchtlich. Das Model S kam Herrn Ebenhoech auf knapp $ 40.000, dazu kommen alle noch fälligen notwendigen Reparaturen und Umbauten.

In der Zwischenzeit wurde der Tesla zerlegt, der VW Bus wieder auf die Karosserie reduziert und die ersten Umbauarbeiten begonnen. Wie in jedem DIY-Projekt gibt es unzählige Details, die die Aufmerksamkeit des Bastlers erfordern: die Federung oder die Lenkung zum Beispiel.

Das Strechla-Projekt ist in vollem Gange.

Ich finde Otmar Ebenhoechs Idee wundervoll. Als Kinder hatten wir in der Familie einen T2-Camper, mein Bruder war lange damit beschäftigt, einen Samba-Bus zu renovieren. Mein Traum war immer, eine alte Citroën DS mit einem Elektroantrieb aufzurüsten und so eines der für mich schönsten Autos in die technische Neuzeit zu holen. Die Karosserie muss in meiner Vorstellung aber so original wie möglich bleiben. Leider bin ich das Gegenteil von einem Automechaniker…

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