Die Vereinten Nationen haben 2011 zum Internationalen Jahr des Waldes erklärt. Durch verschiedene Aktionen und Projekte soll die Bedeutung der Wälder für Mensch und Umwelt erklärt und für eine nachhaltige…

Die Vereinten Nationen haben 2011 zum Internationalen Jahr des Waldes erklärt. Durch verschiedene Aktionen und Projekte soll die Bedeutung der Wälder für Mensch und Umwelt erklärt und für eine nachhaltige Waldwirtschaft geworben werden.

Fast die Hälfte der Gesamtfläche in Österreich und ein Drittel der Fläche in Deutschland sind bewaldet, in beiden Fällen durch Aufforstungsprogramme mit steigender Tendenz. In der deutschen Forst- und Holzbranche werden laut Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) jährlich etwa 160 Milliarden Euro umgesetzt bei einer Beschäftigtenzahl von 1,2 Millionen Menschen. Doch nicht nur die Wirtschaftlichkeit der Wälder ist von Bedeutung, sondern vielmehr ihre tragende Rolle im Klimaschutz.

Mit dem Wald das Klima schützen

Der Schutz der Wälder spielt eine große Rolle im Kampf gegen den Klimawandel. Bäume speichern Kohlenstoff in Holz, Blättern, Nadeln und Wurzeln. Allein in Deutschland werden so 1,2 Milliarden Tonnen Kohlenstoff gebunden. Nicht nur der Wald selbst, auch Produkte aus ihm wie Möbel oder ganze Holzhäuser binden Kohlenstoff; pro Kubikmeter 0,3 Tonnen. Gleichzeitig liefert der Wald Holzprodukte und Bioenergie, die klimaschädliche fossile Brennstoffe ersetzt.

Weitere eine Milliarden Tonnen Kohlenstoff speichert der Waldboden in Deutschland. Neben dieser Speicherfunktion erfüllen Waldböden weitere wichtige Aufgaben: Sie filtern und speichern Wasser, sind Lebensraum für zahlreiche Arten sowie Nährstoffquelle für Flora und Fauna. Hier werden  Säuren abgepuffert  und neben Kohlenstoff Methan, Stickstoff und zahlreiche weitere umweltrelevante Stoffe gespeichert. Alles in allem sorgt der Wald für eine saubere Luft und wird nicht umsonst die „grüne Lunge“ genannt.

Waldschutz als Thema bei der Weltklimakonferenz

Aufgrund ihrer Klimaschutzfunktion standen die Wälder auch im Fokus der der internationalen Klimaverhandlungen in Cancun. Global gesehen speichern sie die Hälfte des gesamten Kohlenstoffvorrates. In Entwicklungs- und Schwellenländern werden durch Abholzung und Brandrodung jährlich 13 Millionen Hektar Wald zerstört. Allein dadurch entstehen etwa 18 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen.

In Europa dagegen werden die Wälder nach vereinbarten Standards der Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder (MCPFE) nachhaltig bewirtschaftet. Die EU hat sich für ihrer Errechnung der Treibhausgasbilanz auf eine Anerkennung der Speicherleistung von Holzprodukten geeinigt und ist bemüht, im zukünftigen Klimaabkommen, das 2012 das Kyoto-Protokoll ablösen wird, dies auf alle beteiligten Nationen auszuweiten, um einen positiven Anreiz zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder zu schaffen.

Wie kann man zum Schutz der Wälder beitragen?

Dass man seinen Müll nicht im Wald liegen lassen sollte und auch Altöl nicht im Waldboden verscharrt gehört, dürfte jedem klar sein. Zum Schutz der Wälder trägt man global dadurch bei, dass man beim Kauf von Holzprodukten darauf achtet, dass das Material aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. Hierfür stehen die Siegel FSC und das PEFC. Auch durch Papiersparen und das Verwenden von Recyclingpapier kann man einen wichtigen Beitrag leisten.

Weitere Informationen zum Jahr des Waldes in Österreich gibt es unter: www.jahrdeswaldes.at.

Bildnachweis: © Peter Habereder/Pixelio.de

2 Kommentare

  1. mmh, puh , das war ja ein Rundumschlag.Vorweg, ffcr mich ist ‚Norient.com‘, mittlerweile seit lagenr Zeit, die einzige deutschsprachige Seite, die fcber globale Musik (‚Weltmusik 2.0‘ ist doch ein ehr fragwfcrdiger Begriff) lesenswerte Informationen verf6ffentlicht. Mir gefe4llt eure angenehm empathische, begeisterte Haltung zur Musik. aber verdammt, mfcssen es immer Kuratorien, Kuratoren, Avantgarden usw. usw. sein auf die ihr Bezug nehmt?Wer sich halbwegs in der (na gut, westlichen) Popue4rmusikgeschichte auskennt, weidf das die wirklich interessante (die Welt erkle4rende, zutiefst berfchrende ) Musik ehr aus dem nicht akademischen Bereich kam, von irgendwelchen Spinnern und von Leuten aus e4rmsten Verhe4ltnissen, die das unbedingte Bedfcrfnis hatten ‚etwas‘ auszudrfccken; die von der Musik lebten, weil sie eben nicht so mfchsam leben wollten wie die eigene Familie, Freunde. (Vielleicht artikuliere ich auch nur meine eigene etwas fcberholte Vorstellung von Musikgeschichte, -entwicklung.)Weil, so naiv ist der Artikel nicht, das in seinem (Sub?)text diese Widersprfcche nicht aufscheinen wfcrden (‚Exotica‘, die indischen und pakistanische Musiker zweiter Einwanderergeneration aus London, MIA ). dcber diese konkreten Klassenwidersprfcche auf die ja in globaler Hinsicht nochmal eins draufgesetzt wird: armes / reiches Land, Visa-wfcrdig oder nicht -wfcrde ich sonst gerne mehr lesen.Es gefe4llt mir auch, wie in den letzten Abse4tzen wieder auf die ganze furchtbare, stumpfe materielle Realite4t Bezug genommen wird: wer verdient, Modi der kulturelle Referenzen, wer bleibt lediglich Lieferant von Sounds.Indem Zusammenhang wfcrde mich als Ke4ufer dieser ganzen tollen Compilations (Soundway, Vampi Soul, Analog Africa, Sublime Frequencies ) mal interessieren, wer definiert (und aus welcher Perspektive) eigentlich die Musikgeschichte und deren ‚wichtige‘ Kfcnstler aus Regionen der Welt, aus denen es kaum gedrucktes/fcbersetztes zu lesen gibt ?Nebenbei: „Audioviren“ ist ein schf6ner Begriff.Ja, nochmals vielen dank ffcr diesen sehr anregenden, informativen -vielleicht etwas zu fcberfrachteten Artikel.Grudf Jf6rg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*