Der Begriff SNAP taucht seit der Netzentgelt‑Reform immer häufiger auf. Gleichzeitig sprechen die Wiener Netze vom Sommer‑Netzentgelt. Viele Haushalte fragen sich daher, ob es sich um zwei verschiedene Modelle handelt oder ob beide Tarife parallel gelten. Die Antwort ist überraschend einfach: SNAP und Sommer‑Netzentgelt meinen dasselbe.
Dieser Artikel erklärt, woher SNAP kommt, wie er funktioniert und warum die beiden Begriffe in der öffentlichen Kommunikation so leicht durcheinandergeraten. Außerdem verweisen wir auf unseren Artikel zum Sommer‑Netzentgelt, der die Wiener Perspektive im Detail beschreibt.
Was SNAP eigentlich ist
SNAP ist die Abkürzung für Sommer‑Nieder‑Arbeitspreis und bezeichnet einen gesetzlich festgelegten, zeitlich begrenzten Tarifvorteil. Er gilt jedes Jahr vom 1. April bis 30. September und reduziert den Netz‑Arbeitspreis täglich zwischen 10 und 16 Uhr. In dieser Zeit ist der Netzbezug um 20 Prozent günstiger als im restlichen Tagesverlauf. Die Leistungspreise bleiben unverändert.
Damit soll der Stromverbrauch in jene Zeiten verlagert werden, in denen erneuerbare Energie reichlich vorhanden ist. Haushalte mit Smart Meter profitieren automatisch, sobald die Viertelstundenwerte aktiviert sind.
Warum die Wiener Netze von „Sommer‑Netzentgelt“ sprechen
Während SNAP der offizielle Begriff aus der Verordnung ist, verwenden die Wiener Netze in ihrer Kommunikation den Ausdruck Sommer‑Netzentgelt. Er ist verständlicher und näher an der Alltagssprache.
Auf der Netzrechnung taucht jedoch immer der gesetzliche Name auf:
Sommer‑Nieder‑Arbeitspreis (SNAP).
Damit ist klar: Die beiden Begriffe beschreiben denselben Tarif, nur aus unterschiedlichen Perspektiven. Es gibt keine doppelte Ersparnis und keine zwei parallelen Modelle.
Wer mehr über die Wiener Umsetzung erfahren möchte, findet alle Details im bereits veröffentlichten Energieleben‑Artikel zum Sommer‑Netzentgelt.
Warum SNAP wichtig ist
SNAP ist ein Baustein für ein flexibleres und klimafreundlicheres Energiesystem. Wenn viele Haushalte ihren Verbrauch in die Mittagsstunden verlagern, wird das Stromnetz entlastet und der vorhandene Sonnenstrom besser genutzt. Das reduziert langfristig den Bedarf an Netzausbau und macht das Gesamtsystem effizienter.
Für Haushalte bedeutet SNAP vor allem eines: Strom wird in den Sonnenstunden günstiger, ohne dass man den eigenen Tarif wechseln muss. Wer Waschmaschine, Geschirrspüler oder Warmwasser in diese Zeit legt, kann über den Sommer hinweg spürbar sparen.
Fazit: Ein Tarif, zwei Namen – und ein gemeinsames Ziel
SNAP und Sommer‑Netzentgelt sind keine zwei unterschiedlichen Modelle, sondern zwei Bezeichnungen für denselben Sommer‑Tarif. SNAP ist der gesetzliche Begriff, Sommer‑Netzentgelt der kommunikative. Beide verfolgen dasselbe Ziel: Strom dann günstiger zu machen, wenn besonders viel erneuerbare Energie im Netz ist.
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Bild: Wien Energie