Pflanzen bremsen den Klimawandel. Zu diesem Ergebnis kam ein internationales Forscherteam. Laut Studie könnte daher der Temperaturanstieg in ländlichen, bewaldeten Gebieten um bis zu 30 Prozent geringer ausfallen. Global bremse…

Pflanzen bremsen den Klimawandel. Zu diesem Ergebnis kam ein internationales Forscherteam. Laut Studie könnte daher der Temperaturanstieg in ländlichen, bewaldeten Gebieten um bis zu 30 Prozent geringer ausfallen. Global bremse der Effekt die Erwärmung allerdings nur um 1 Prozent. (1) Für die Abbremsung verantwortlich sind die natürlichen Aerosol-Partikel, gebildet aus den von den Pflanzen abgegebenen Gasen.

Aerosole und Klima

Aerosole können aus natürlichen Quellen stammen, wie beispielsweise Wüstenstaub oder Meersalz, oder sie können vom Menschen verursacht sein, wie zum Beispiel Ruß- oder Schwefelpartikel aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Aerosole bleiben, anders als die Treibhausgase, nur kurze Zeit in der Atmosphäre, und lagern sich dann am Boden ab oder werden vom Niederschlag ausgewaschen. Jeder hat schon mal Aerosole gerochen, beispielsweise wenn man nach einem Regenguss durch den Wald gegangen ist.

Aerosole können das Klima auf zwei Arten beeinflussen: Zum einen reflektieren sie das Sonnenlicht (direkter Aerosoleffekt), zum anderen kondensiert an ihnen Wasser und die daraufhin gebildeten Wolken reflektieren ihrerseits das Licht (indirekter Aerosoleffekt). In der Folge kommt es zur Abkühlung der Temperaturen. Da die Aerosole jedoch nicht lange in der Atmosphäre verweilen, greift dieser abkühlende Effekt nur unmittelbar nach der Freisetzung der Schwebeteilchen. Die Treibhausgase, deren wärmender Effekt durch die Aerosole kurze Zeit verdeckt wird, bestehen viel länger in der Atmosphäre. Sie häufen sich an und ihre Wirkung wird akkumuliert. In der Folge heißt das: je größer die Abkühlung durch Aerosole, desto höher ist die künftige Erwärmung. (2)

Aerosole sind keine Treibhausgase

In Absetzung zu Treibhausgasen sind Aerosole kurzlebig und führen kurzzeitig zu einer Abkühlung der Atmosphäre. An Industriestandorten werden teilweise so viele dieser Schwebepartikel gebildet, dass es lokal für kurze Zeit zu einer Überdeckung der Klimaerwärmung kommt. Treibhausgase akkumulieren sich über Jahrzehnte und führen langfristig zu einer Erwärmung des Klimas.

Kohlendioxid trägt dabei mit 60 Prozent zur Klimaerwärmung bei. (3) Jährlich werden durch Verbrennung fossiler Brennstoffe und Brandrodung 7 Milliarden Tonnen CO2 freigesetzt. Das entspricht einem Prozent des CO2-Anteils der Atmosphäre. (3) Der CO2-Gehalt hat sich in 10.000 Jahren vor der Industrialisierung um höchstens 10 Prozent verändert. Seit Beginn der Industrialisierung ist er um 30 Prozent gestiegen. (3)

Methan trägt bis zu 20 Prozent zur Klimaerwärmung bei. Da es jedoch nur 12 Jahre in der Atmosphäre bleibt (3), ist die relative Bedeutung für den Klimawandel im vergleich zu CO2 geringer. Distickstoffoxid, Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und Ozon tragen die letzten 20 Prozent zum Treibhauseffekt bei.

Quellen

(1) http://www.tropos.de/news/pms/PM_NGEO_Bioaerosol_130428_de_mitBild.pdf

(2) http://www.mpg.de/405815/forschungsSchwerpunkt

(3) http://www.unis.unvienna.org/unis/de/thematic_info_climate_change_treibhaus.html

 

Bildurheber: Daniel Liel

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