Lange war Holz als Baustoff verschmäht. Nun wird großvolumiges Bauen mit Holz auch im städtischen Bereich zum Trend. In Kanada wird derzeit das höchste Holzhaus Nordamerikas errichtet.

Der Architekt Michael Green arbeitet seit geraumer Zeit intensiv mit dem Werkstoff Holz. Für die Stadt Prince George in der kanadischen Provinz British Columbia hat er das Wood Innovation Desing Centre (WIDC) entworfen. Das 27,5 Meter hohe Gebäude wird vollständig aus lokal gewonnenem Holz konstruiert und steht stellvertretend für die traditionelle Holzindustrie der Region.

Einzig das Betonfundament und Metallverbindungen kommen neben Holz zum Einsatz. Sogar der Aufzugkern, normalerweise aus Beton hergestellt, wird aus dicken Holzplatten gemacht. Das Fachwerk-System führt zu einer Transparenz der Fassade, die viel Sonnenlicht ins Innere eindringen lässt und den Blick nach außen öffnet. Um den Energieverlust über die Fassade zu minimieren werden Low-E-Gläser und Holzblenden eingebaut. Am Dach und als Bodenplatten bieten massive Holzelemente die nötige Stabilität, eine Oberflächenveredelung ist dadurch nicht mehr nötig.

Das Haus soll Zentrum der „Wood First“-Initiative der Provinz British Columbia werden – als Ort der Begegnung und Diskussion von Bauingenieuren, Designern und Architekten. Dazu kommen Forschungseinrichtungen und Seminarräume der Universität und Büroräume für die ansässige Holzindustrie. Die Provinzregierung will mit dem Haus den Startschuss für eine Organisation geben, die Entwicklung, Vertrieb und Vermarktung innovativer Holzprodukte vorantreibt.

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