36% aller Privathaushalte in Österreich werden nur von einem Menschen allein bewohnt. Für Umwelt und Geldbörse oft eine Belastung. Städte investieren daher in kleinere Wohneinheiten.

Jahr für Jahr leben mehr Menschen alleine. Im EU-Schnitt sind es inzwischen 13 Prozent der Bevölkerung. Zu den Spitzenreitern bei Ein-Personen-Haushalten zählen Deutschland, Dänemark und Finnland mit jeweils fast 20% der Bevölkerung, die allein leben. Noch mehr Ein-Personen-Haushalte gibt es nur noch in Schweden mit 24%.

Österreich

In Österreich gibt es ingesamt 3,65 Millionen Privathaushalte. Durchschnittlich leben in jedem rot-weiß-roten Haushalt 2,28 Personen. Der Trend zum kleinen Haushalt ist aber auch hier ganz deutlich zu spüren: 36 Prozent – also konkret 1.324.500 – sind Ein-Personen-Haushalte. Allein lebenden Personen machen in Österreich 15,9% der Bevölkerung aus.

Geld und Energie

Laut Statistik sind Alleinlebende häufiger von Armut gefährdet als der Durchschnitt der Bevölkerung. Weil alle Ausgaben pro Person getätigt werden müssen – für Elektrogeräte zum Beispiel – benötigen Menschen in Ein-Personen-Haushalte ein höheres Einkommen, um denselben Lebensstandard zu erreichen wie Menschen, die sich eine Wohnung teilen.

Mit der Anzahl der getrennten Haushalte steigt natürlich auch der Gesamtenergieverbrauch. Dafür ist in erster Linie der Heizbedarf verantwortlich; der Stromverbrauch ist bei Familien mit Kindern tendenziell höher.

„Smart“: Günstigere Kleinwohnungen

Manhattan ist berüchtigt für seine hohen und für viele unleistbaren Mieten. So kostete eine Ein-Zimmer-Wohnung in einem Haus (ohne Portier) im Mai 2012 durchschnittlich 2.243 Dollar Miete (1.825 Euro). Abhängig von der genauen Wohngegend können die Mieten in New York auch wesentlich höher sein. Und die Nachfrage ist hoch: Grob geschätzt eine Million Ein-Zimmer-Wohnungen bestehen in New York, 1,8 Millionen Haushalte mit ein bis zwei Bewohnern kommen als Bewohner in Frage.

Bürgermeister Michael Bloomberg setzt deshalb jetzt auf eine Bauoffensive mit „Mikro“-Appartements. Neue Wohnungen, die kleiner als 30 Quadratmeter sind, sollen den harten Kampf um bezahlbaren Wohnraum in der Stadt entschärfen. In einem Pilotprojekt im Viertel Kips Bay in Manhattan entstehen jetzt 26 bis 28 Quadratmeter große/kleine Mietwohnungen; Badezimmer und Küche sind dabei schon mit eingerechnet.

In Wien geht man das Thema mit laut Stadt „klug konzipierten“ Wohnungen mit gedeckelten Mieten an. Seit Mitte März ist offiziell, dass sich der geförderte Wohnbau verstärkt auf kleine, leistbare Wohneinheiten konzentrieren soll. „Smart“ heißt das Konzept, das für ausreichend Wohnraum bis maximal 40 m² in Wien sorgen soll. Die „smarten“ Wohnungen werden Teil geförderter Wohnanlagen und sollen relativ gleichmäßig über die ganze Stadt verteilt werden.

Die Kosten einer Smart-Wohnung sollen maximal 7,50 Euro pro Quadratmeter erreichen. Eine 40 Quadratmeter große Wohnung soll auf höchstens 300 Euro brutto inklusive Betriebskosten im Monat kommen. Die Zielgruppe umfasst neben Singles auch Alleinerzieher, Paare und Jungfamilien. Die ersten der vorerst 2.000 „smarten“ Wohnungen sollen 2014 bezugsfertig sein und sind so ausgelegt, dass möglichst geringe Kosten für Energie, Heizung, Wasserverbrauch entstehen sollen.

Mit der Deckelung von 7,50 Euro pro Quadratmeter liegt die Miete in etwa auf dem Niveau der Gemeindebauten, jedenfalls aber unter der des geförderten Wohnbaus. Im Vergleich zu privaten Hauptmieten soll die Ersparnis bis zu 50 Prozent ausmachen.
Noch ein großer Bonus: allein die Existenz dieser günstigen Wohnungen sollte auch bei bereits bestehenden Angeboten etwas Druck vom Preis nehmen.

3 Kommentare

  1. ja alles sehr nett, und irgendwann schlafen wir wie in china in nicht mal 2 m2 Schlafkoien, das wär denn Grossen Wirtschaftsbossen so recht, der kleine Mann braucht ja nichts nur Arbeiten und zum Schlafen nur in ein Loch krichen.
    Die Zeiten gab es schon mal, nach dem Motto sei froh das du überhaupt lebst, warum nicht gleich Gemeinschafts Schlaffsähle, und Gemeinschaftswaschräume , Großküche, und um 9 ist Bettruhe. Und Gewand braucht mann wie früher auch nur eines für die ganze Woche und eines für Sontag, oder wie?

    Oder Singelwohnungen wie im Altersheim? Hm, zwar günstig, aber wennst mal zuviel Wasser oder Stromm verbrauchst hat man Mehrkosten? In was für eine Richtung soll das gehen? MENSCHEN WOHNEN IN LEGEBATTERIEN?
    Das führt nur dazu das die Wirtschaftstreibenden wieder einen Grund sehen um die Löhne noch mehr zu drücken!
    Minimalismus und Kleine Wohneinheiten sind schon gut, Global gesehen, unserer Umweld und uns selbst gegenüber. Nur sollten wir darauf achten das unsere Geselschaft langfristig nicht große Schritte zurück macht, und dabei denn Menschlichen Aspeckt vergisst, das nur mit freien Willen was erreicht werden kann und nicht mit Ausbeutung, und nichts anderes ist es wenn WOHNEN NICHT MEHR LEISTBAR IST!
    Denke nicht das sich Menschen dauerhaftin so kleinen Räumen wohl fühlen.
    Da kann es ja wieder sein wie es früher mal war, so da Schlafen im Dachkammerl, am Tag Arbeitet man sowieso!
    Nur weil es gerade so Aktualisiert wird, muß man den Menschen nicht einreden das es in Zukunft es reichen muß in einer Schlafröhre mit integriertem Schrank links und rechts, und Stromversorgung für Laptob zu haben, und Gemeinschafts Nasszellen, eventuelle Luxusaustatung von der Decke runterklapbares Petal zum am Rücken ligend Rad zu fahren, und Gegessen wird nur noch Unterwegs.
    Na dann PROST, auf was wir da Zusteuern wenn die Politik sich nicht endlich mal am Riemen reisst und denn so genannten oberen 10.000 mal das Silber raus reisst!
    Es kann ja nicht sein das 2% der Weldbevölkerung 96% vom Kapital besitzen, und der Rest 98% der Bevölkerung soll mit 4% des Kapitals wirtschaften! ?
    Und dann red ma der Masse ein ihr müßt in kleinere Wohnungen, Hallo gehts noch? ?
    usw,. Da kommt ma ja von Einem ins Tausenste, ………..
    Nichs gegen kleines Wohnen, wenn man sich für die Zukunft was Sparen kann, und Umweldfreundlich is es auch, aber wie gesagt, es wird ausgenützt um noch mehr Profiet zu ziehen, und die Masse bleibt auf der Strecke, weil das ist egal wenn die nicht mehr können kommen Andere Systemerhalter um zu Dienen.
    Propleme umhehr zu Schieben ist ganz einfach, ma muß nichts reskieren und Schwimmt oben mit, die Dumme breite Masse bekommt es e nicht mit und wenn hat sie kaum Möglichkeiten um sich dagegen Aufzulehnen. Also rein in die Zukunft, …….

  2. Mini Wohneinheiten sollten teilweise über eine Mindestausstattung verfügen, wie ein in die Wand integrierter Kleiderschrank, eine Kleine aber funtionelle Küche, so wie einen Essbereich für 4-5 Personen (Tisch einklapbar in die Wand, plus denn an beiden seiten befindlichen Sitzbänken auch einklapbar, oder in der Küche intekriert zum ausklappen oder ausziehen, Platz für 4 ), ist die Tischgruppe verstaut hat mann Platz um das eingebaute Klapbett (Matratze vom Mieter) zu entfalten, eine ausklap u. ausziebare Trennwand zum Wohnbereich wäre natürlich vom vorteil, falls einmal Gäste auf dem Ausklapsofer des Mieters übernachten.
    So wie ein Kleines Bad mit Wanne u. W-becken, platz für Waschmaschine, und WC ist ja nicht zu erwähnen.

    Weil so Kleinstwohneinheiten ja oft nicht als langfristige Lösungen zu sehen sind, und sich nicht jeder ständig alle Möbel neu kaufen kann. …..

  3. Und was noch wünschenswert wäre, ist das bei Smartwohnungen ( oder überhaubt) so Geplant und Gebaut wird, das man das Abwasser von Badezimmer Küche u. Regenwasser vom Dach für die Toilettenspülun verwendet wird.
    Und das man, nicht veraltete Heizformen wie Radiatoren einbaut, weil es viel bessere und günstigere Arten zum Heizen gibt, die bei nidrigeren Temperaturen ein höheres Wärmeempfinden geben.

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